Entrümpeln
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15. Juni
Einfach Ordnung schaffen!
Wir sind umgeben vom Chaos, das beherrscht wird von den Drachen der Urflut. So stellten sich die alten Babylonier die Welt vor.
In diesem Urverhau gibt es eine kleine Luftblase - unsere bewohnte Erde. Aber wenn man nicht aufpasst, kann das Chaos jederzeit und überall wieder eindringen. Wir müssen das Aufräumen und Ordnung schaffen also lernen.
Ordnung schaffen - ist das ganz normal?
Eine Vorstellung, die unsere Alltagserfahrung recht schön beschreibt: Ordnung (zu schaffen) ist kein Naturereignis. Normal ist das Chaos, und gegen das müssen wir tagtäglich ankämpfen. Sandra Felton, die viele Bücher für "Messies" geschrieben hat, formuliert es so: "Jeder Haushalt, der sich ohne Aufräumen selbst überlassen bleibt, versinkt im Chaos." Auf der anderen Seite kann Aufräumen und Putzen zum Lebensinhalt werden. Eine Wohnung, in der nichts herumsteht und wo man "vom Boden essen" könnte, vereinfacht das Leben durch ihren ständigen Reinigungsaufwand keineswegs.
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Zwischen Verhau und Zwanghaftigkeit
"Einfacher leben" gelingt beim Thema Ordnung, wenn Sie den goldenen Mittelweg finden: eine gewisse Grund-Unordnung gelassen hinnehmen, aber gegenüber den Chaosdrachen nicht kapitulieren. Hier die wichtigsten Tipps zum Aufräumen und Entrümpeln.
Dauerhaft Ordnung schaffen: Die Goldene Regel
Sie gilt für alle Gegenstände in ihrer Wohnung: Behalten Sie nur Dinge, von denen Sie sagen können:
1. Ich finde sie nützlich. Oder:
2. Ich finde sie schön.
Sammeln oder Entrümpeln?
Unterscheiden Sie streng zwischen Sammeln und bloßem Aufheben. Zu einer echten Sammlung gehört System und Spezialisierung. Eine eigene Sammlung aufbauen ist ein wunderbares Hobby, dem Sie zu Recht Zeit und Platz einräumen. Aber es wird Ihnen auch nicht schwer fallen, in Ihrer eigenen Sammlung Ordnung zu schaffen. Aufheben dagegen tun wir viele Dinge, von denen wir uns eigentlich trennen könnten. Wir brauchen sie nicht zum Leben, ihre Pflege kostet uns Zeit und Platz. Diese Dinge können sich derart vermehren, dass sie die Kontrolle über uns übernehmen. Sie fressen Zeit und Energie auf, nehmen Platz weg, und mutieren mit der Zeit auch zum "Krempel", weil es so viel und unüberschaubar ist. Dinge, auf die eines der genannten Motive zutrifft, sollten Sie beim Aufräumen und Entrümpeln radikal aussortieren. Statt einer wahllosen Mischung aus wertvollen und unwichtigen Erinnerungsstücken haben Sie schließlich nur noch eine klar begrenzte Auswahl zu versorgen, an der Sie sich ganz anders erfreuen können.
Zeit gewinnen!
Werfen Sie vor allem alte Zeitungen, Zeitschriften und auch Bücher großzügig weg. Rechnen Sie beim Wegschmeißen mit: Es dauert etwa 4 Stunden, um eine 1 cm dicke Zeitschrift durchzulesen. Ein Karton mit ca. 50 cm bedrucktem Papier entspricht fast einem kompletten Monat Zeit, die Sie dabei gewinnen! Wenn das kein Anreiz zum Aufräumen ist!
Ordnung schaffen: Der wichtigste Trick
Aufräumen und Ordnung schaffen ist leichter als man denkt: Dinge, die auf dem Boden herumliegen, signalisieren "Chaos!". Sie werden staunen, wie ordentlich ein Zimmer allein dadurch wirkt, wenn nur der Boden vollständig freigeräumt ist. Volle Regale, Schränke oder Wände wirken längst nicht so schlimm. Die Shaker, eine strenge amerikanische religiöse Gemeinschaft aus dem letzten Jahrhundert, haben daraus eine Kultur gemacht und prinzipiell alles an die Wand verbannt: Besen, Kleider und Stühle hingen (nach ihrer Benutzung) an einer Leiste mit Haken, die in allen Zimmern einheitlich herumlief. Nehmen Sie sich das beim Ordnung schaffen als Beispiel.
Einer der wichtigsten Tipps zum Aufräumen: Kleine Schritte machen
Wichtig: Lieber beim Aufräumen und Ordnung schaffen die Arbeit in kleine bekömmliche Etappen einteilen. Sonst verliert man die Lust, bevor der Werkzeugkeller oder die riesige Schublade mit den Familienbildern geschafft ist! Gönnen Sie sich eine kleine Belohnung, wenn Sie mit dem Aufräumen und Entrümpeln fertig sind.




