Garten
Können Sie Ihren heimischen Garten in vollen Zügen genießen, oder ist Ihnen das Gärtnern schon eine Last geworden? Mit dem kostenlosen simplify Gartenletter entdecken Sie Tipps, Tricks und Techniken, die Ihnen helfen, Ihren Traumgarten anzulegen, ohne dabei Zeit zu verlieren oder sinnlos im Garten zu wühlen.
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30. Mai
Mein schöner Garten: Mut zur Natur
Auch wenn der Garten als Inbegriff für ein Stück Natur vor der eigenen Haustüre gilt: korrekterweise muss man sagen, dass es sich um einen naturnahen Lebensraum handelt.
Und das auch nur dann, wenn er bei der Gartengestaltung mit möglichst vielen heimischen Pflanzen bestückt ist und Sie einen Garten anlegen, der vielen Tieren artenreiche Lebensräume bietet. Denn in freier Natur wird weder gesät, geerntet, gejätet oder gedüngt. Dafür sind natürliche Lebensgemeinschaften stabile Ökosysteme, deren Bewohner sich gegenseitig kontrollieren und so ein biologisches Gleichgewicht entstehen lassen. Die effektivste Schädlingsbekämpfung dürfte also die sein, die die Natur praktiziert. Das heißt bei der Gartenplanung und Gartengestaltung: Vielfalt statt Monotonie und Mut zur wilden Ecke. Wieso, erfahren Sie hier.
Gesunde Blumen und Pflanzen
Ein Garten ganz ohne Schädlinge und Krankheiten bleibt ein frommer Wunsch! Aber Sie können einiges tun, damit diese nicht zum Problem werden. Grundsätzlich gilt: Gesunde und kräftige Pflanzen werden mit Schädlingen und Krankheiten in der Regel alleine fertig. Hauptvoraussetzung dafür ist ein gesunder Boden und vor allem ein nicht überdüngter Boden. Weitere Punkte, die für gesunde Blumen und Pflanzen wichtig sind: Die Standortansprüche der Pflanzen in Blick auf Luft, Licht, Schatten, Trockenheit, Feuchtigkeit und pH-Wert des Bodens müssen erfüllt sein. Die Pflanzen dürfen nicht zu eng gesetzt werden. Wasser muss gut abtrocknen können. Sorgen Sie bei der Gartengestaltung und Gartenplanung für Vielfalt, denn Schädlinge und Krankheiten breiten sich eher dort aus, wo Monokulturen vorherrschen. Mischkultur und die richtigen Nachbarpflanzen sind der beste Schutz im Haus-Garten.
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Fleißige Helfer bei der Gartenarbeit
Heuern Sie freiwillige Helfer für die Gartenarbeit an statt Geld auszugeben für teure Pflanzenschutzmittel. Nicht nur ihr Konto, auch die Natur wird es Ihnen und Ihrem Garten danken. So genannte Nützlinge sind natürliche Gegenspieler von Organismen, die im Garten Schaden anrichten können. Zu den Helfern zählen Marienkäfer und deren Larven, beide vertilgen große Mengen Blattläuse, Florfliegen, zahlreiche Käfer, Schlupfwespen, Spinnentiere und auch Vögel oder Igel. Alles was Sie tun müssen für Ihre Pflanzen im Garten: Gestalten Sie Ihren Garten so, dass sich diese nützlichen Organismen bei Ihnen wohl fühlen. Blüten von heimischen Pflanzen locken Insekten und Vögel an, wilde Ecken bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere, unter dem Reisighaufen fühlt sich der Igel wohl. Je mehr Mini-Lebensräume und Vielfalt im Garten, umso komplexer die Lebensgemeinschaft und umso stabiler das gesamte System. Natürlich gehört dazu auch etwas Mut zur Unordnung.
Mein schöner Garten: Mit nützlichen Wildpflanzen
Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch und Brennessel wachsen wild auf vielen Wiesen und Feldern. Als Garten-Pflanzen sind sie aber unerwünscht und werden als "Unkraut" bezeichnet. Das Problem ist aber nur, dass sie mit unseren Garten-Pflanzen um Wasser, Nährstoffe und Licht konkurrieren. Dabei haben diese Wildpflanzen viele positive Eigenschaften. Als Zeigerpflanzen verraten sie uns viel über die Beschaffenheit des Bodens und helfen, einen tollen Sommergarten zu planen und einen herrlichen Garten zu gestalten. Brennnesseln gedeihen beispielsweise nur auf stickstoffreichen Böden. Der Kriechende Hahnenfuß dagegen bevorzugt Staunässe, und die Quecke gedeiht gut auf verdichtetem Boden. Unkräuter ernähren außerdem eine Vielzahl von nützlichen Insekten, die ohne diese gar nicht überleben könnten. So nähren Brennnesselsamen die Larven von 25 Schmetterlingsarten. Und der Diestelfink - ohnehin ein zunehmend seltener Gast im Garten - liebt die Samen der Acker-Kratzdistel.
Natur-Garten: Was tun gegen Unkraut?
Sollten Wildpflanzen bei der Gartenarbeit trotzdem zum Problem werden, können Sie folgendes machen:
- Unverzichtbar ist fleißiges Jäten und Hacken bei der Gartenarbeit.
- Jäten oder mähen Sie Samenunkräuter vor der Blüte. Sie können Millionen Samen produzieren, die mehrere Jahre im Boden überdauern.
- Wurzelunkräuter wie der Giersch vermehren sich über unterirdische Ausläufer, Rhizome oder andere Wurzelorgane. Bei der Aktion "schöner Garten" hilft nur sorgfältiges Auslesen aller Wurzelstückchen.
- Eine Mulchschicht unterdrückt den Wuchs von Wildkraut - bei der Gartengestaltung sollte sie deshalb nicht fehlen.
- Tipps und Tricks gegen Unkraut im Garten: Stark verunkrautete Flächen kann man ein Jahr liegen lassen und mit einer schwarzen, lichtdichten Folie abdecken.
- Bestimmte Wildkräuter können auch durch eine Veränderung des pH-Wertes, Entwässerung, Drainage oder Bodenbelüftung wirksam bekämpft werden.
- Wichtig für die Gartenarbeit: Wenn in den Ritzen zwischen den gelegten Platten auf der Terrasse das Unkraut anfängt zu sprießen, dann geben Sie etwas Salz in die Ritzen und das Unkraut stirbt ab. Es kann kein Unkraut nachwachsen, solange das Salz vorhanden ist.
Sonntag 30. of Mai 2010 Mein schöner Garten: Mut zur Natur
Auch wenn der Garten als Inbegriff für ein Stück Natur vor der eigenen Haustüre gilt: korrekterweise muss man sagen, dass es sich um einen naturnahen Lebensraum handelt. Lesen Sie mehr ...




