Garten
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27. Juni
Gartentipps für Anfänger: Stecklingsvermehrung
Die Natur hat viele Strategien und Tipps und Tricks für den Garten entwickelt, damit sich Pflanzen auch nach einer Beschädigung aus Teilen der Mutterpflanze regenerieren können.
Diese Tatsache nutzen wir zur Stecklingsvermehrung für die Gartengestaltung aus. Mit dieser Methode lassen sich Pflanzen kinderleicht in großer Zahl vermehren. Hier die wichtigsten Tipps, wenn Sie einen Garten anlegen oder neu gestalten wollen und dabei auf Stecklinge setzen möchten.
Die Entnahme von Stecklingen - Tipps und Tricks für den Garten
Denken Sie bei der Gartenplanung und Gartengestaltung daran: Stecklinge können Sie von Blättern (Blattstecklinge), Wurzeln (Wurzelstecklinge), Trieben (Triebstecklinge) oder Triebspitzen (Kopfstecklinge) der Mutterpflanze abnehmen. Verwenden Sie aber kein Pflanzenmaterial, das beschädigt ist oder Spuren von Krankheiten aufweist. Auch Triebe mit Blütenknospen oder Blüten eignen sich nicht. Tipp für die Gartengestaltung: Kopfstecklinge schneiden Sie in einer Länge von 5-10 cm vom Ende des Triebes ab. Hierfür verwenden Sie ein sauberes, scharfes Messer oder eine Gartenschere. Geschnitten wird einen Zentimeter unterhalb eines Blattknotens. Dabei sollten mindestens 2 Knospen und 2 bis 4 Blätter am Steckling verbleiben. Mit Triebstecklingen verfahren Sie genauso; Blattstecklinge müssen ausreichend lang für die Stecklingsvermehrung sein.
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Stecklinge bewurzeln - die besten Gartentipps für Anfänger
Wichtig für die Gartenplanung: Schneiden Sie Stecklinge nur, wenn Sie diese sofort wieder einsetzen können. Werden sie zu lange an der Luft gelagert, trocknen die Schnittstellen aus. Füllen Sie also zunächst einen Topf oder eine Saatschale mit Aussaat- oder Stecklingserde, drücken Sie das Substrat leicht an und streichen Sie es glatt. Tipp für die Gartengestaltung: Nun stecken Sie die Stecklinge in das Substrat. Beim Setzen darauf achten, dass die untersten Blätter keinen Bodenkontakt haben. Die Erde wird nun mit einem feinen Wasserstrahl angegossen und der Topf oder die Schale mit einer Folie geschützt. Diese darf jedoch bei der Stecklingsvermehrung die Pflanzen nicht berühren und wird deshalb mit Stäbchen oder Bögen gestützt. Das optimale Klima für die weitere Entwicklung der jungen Pflanzen bietet ein warmer und heller Ort. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Pilzbefall und Schimmel, denn Pilze fühlen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und Wärme ebenfalls sehr wohl. Kranke Stecklinge sind sofort zu entfernen.
Wurzelbildung
Die Bildung neuer Wurzeln verläuft je nach Pflanzenart und Ausgangsbedingungen mehr oder weniger schnell. Manche Pflanzen wie Fuchsien oder Fleißige Lieschen bewurzeln sich ganz ohne Substrat in einem Glas Wasser. Sie müssen dann nur noch eingepflanzt werden. Andere tun sich jedoch deutlich schwerer. Tipp für die Gartengestaltung: Zur Beschleunigung der Bewurzelung kann man am Fuß des Stecklings einen flachen Schnitt von einem Zentimeter Länge anbringen. An dieser Stelle wird die Bewurzelung angeregt. Im Fachhandel werden Mittel angeboten, die eine Bewurzelung der Pflanze fördern. Es handelt sich dabei um Pflanzenhormone, die das Wachstum von Wurzelzellen anregen. Dabei kommt es auf die richtige Dosierung dieser Mittel an: ein Zuviel lässt das Gewebe am Fuß des Stecklings "verbrennen". Verwenden Sie nur ein Minimum und klopfen Sie den Überschuss ab.
Gartengestaltung: Stecklingsvermehrung von Sträuchern
Schneiden Sie halbausgereifte Stecklinge. Das heißt, sie nehmen für die Stecklingsvermehrung etwa 10 cm lange Stecklinge von diesjährigen Trieben, die gerade an der Basis zu verholzen beginnen. Entfernen Sie im unteren Bereich anhaftende Rinde und Blätter. Verfahren Sie dann wie oben beschrieben. Mit dieser Methode können Sie Ihren Pflanzenbestand rasch vergrößern. Tipp für die Gartengestaltung: Koniferenstecklinge entnehmen Sie einfach dem Schnittabfall nach dem Schneiden der Hecke. Suchen Sie gesunde Zweige mit 5 bis 8 cm langen Seitentrieben aus, reißen Sie diese mit etwas Rinde aus dem älteren Holz und behandeln Sie sie wie halbausgereifte Stecklinge.




