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05. Mai
Hintergrundwissen über eine der größten Hamburger Katastrophen
Heute vor 166 Jahren, in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1842, brach über Hamburg eine der größten Katastrophen herein, die die Stadt neben der Sturmflut 1962 jemals erlebt hatte.
Ein kleines Feuer, gelegt durch einen Brandstifter in der Deichstraße im Zentrum der Stadt, vernichte in den folgenden 3 Tagen große Teile der Hamburger Altstadt.
Allgemeinwissen zum Brand
51 Menschen kamen bei dem Feuer ums Leben, 20.000 wurden obdachlos, 1.700 Gebäude wurden zerstört, unter anderem die Petrikirche, die Nikolaikirche sowie das Rathaus, das man gesprengt hatte, um eine Ausweitung des Feuers zu verhindern. Erst an der Binnenalster und am Glockengießerwall kam das Feuer zum Stillstand, am 8. Mai brannte das letzte Haus in der Straße Kürze Mühren, die Verlängerung der Straße zum Ballindamm hin heißt heute deswegen auch Brandsende.
Wegen des Brandes musste übrigens in Hamburg auf eine ganz besondere Feierlichkeit verzichtet werden. Auf welche?
Antwort 1: Geplant war am 5. Mai, dem Himmelfahrtstag des Jahres 1842, in Hamburg das erste Himmelfahrtsschwimmen an der Außenalster. Es war bereits ein 14 km langer Schwimmparcours abgesteckt, auf dem sich die besten Schwimmer der Region in einem für damalige Verhältnisse unvorstellbaren Wettkampf-Spektakel messen sollten. Die Veranstaltung wurde jedoch kurzerhand abgesagt, weil das Schwimmen nahe an den möglichen Brandherden in der Altstadt als viel zu gefährlich eingestuft wurde und die Veranstalter kein "Himmelfahrtskommando" zum Start geben wollten - ein Begriff, der sich bis heute gehalten hat.
Antwort 2: Wegen des Brandes musste die feierliche Eröffnung der ersten Hamburger Eisenbahnstrecke abgesagt werden. Die Route nach Bergedorf sollte am 7. Mai mit einer großen Veranstaltung eröffnet werden. Tatsächlich fuhren am 7. Mai Züge - die transportierten allerdings Flüchtlinge aus und Hilfsmaterial in die Stadt, der planmäßige Betrieb wurde ohne Feierlichkeiten 10 Tage später aufgenommen.
Antwort 3: Mitten im vom Brand zerstörten Nikolaiviertel sollte am 8.5. eine für damalige Verhältnisse sensationelle Ausstellung mit Exponaten einer ägyptischen Forschungsreise ausgestellt werden. Gezeigt werden sollten zum Bespiel Totenmasken aus ägyptischen Gräbern und ein geborgener Grabschatz aus verschiedenen Grabanlagen. Diese einzigartigen Exponate wurden Opfer der Flammen und konnten nicht mehr rechtzeitig geborgen werden.
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Mittwoch 05. of Mai 2010 Hintergrundwissen über eine der größten Hamburger Katastrophen
Heute vor 166 Jahren, in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1842, brach über Hamburg eine der größten Katastrophen herein, die die Stadt neben der Sturmflut 1962 jemals erlebt hatte. Lesen Sie mehr ...




