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16. Juli

Hintergrundwissen über einen DER größten Künstler

Thema: Wissen Wissen

Rembrandt ist der bedeutendste Maler der Niederlande für das 17. Jahrhundert - und er war ein Juli-Kind: geboren gestern vor 402 Jahren. Dramatik war sein Markenzeichen und zugleich die Beschreibung seines Lebens.

Der in Leiden als Rembrandt Harmenszoon van Rijn Geborene malte neben biblischen und historischen Motiven Landschaften und vor allem sich selbst: Er schrie. Er lachte. Er blickte traurig drein. Oder er verzog sein Gesicht zu bizarren Grimassen. Kein anderer Künstler hat sich so oft selbst gemalt wie Rembrandt. Anhand der Selbstbildnisse - davon gibt es etwa 100 - studierte er die verschiedenen menschlichen Gefühlslagen: Sie sollten seinen Gemälden Dramatik und Ausdruck verleihen. Typisch für seinen Stil waren Hell-Dunkel-Kontraste und die seitliche Lichteinwirkung auf seine Figuren, die er gern in brenzligen oder spannenden Momenten festhielt. Zu Rembrandts Werk zählen mehr als 1.500 Gemälde, Zeichnungen und Radierungen, die er bis zur Perfektion brachte.

Allgemeinbildung zu einem großen Künstler

Mit dem Malen begann der Müllerssohn Rembrandt früh - es war seine Leidenschaft: Er wollte etwas schaffen und produzieren, weshalb er ein anfänglich begonnenes Studium gleich wieder abbrach. Ab 1622 ging er in seinem Geburtsort Leiden bei dem Historienmaler Jacob van Swanenburgh (1571-1631) in die Lehre. Nach einem kurzen, lehrreichen Zwischenstopp in Amsterdam eröffnete er 1626 gemeinsam mit seinem Freund Jan Lievens (1607-1674) ein eigenes Atelier in Leiden. Bald erhielten die beiden erste Aufträge für Historienbilder.

Rembrandt zog 1631 nach Amsterdam und begann selbst zu unterrichten. Seine Methode war eigen: In der Anfangszeit durften die Schüler nur seine Bilder kopieren, erst gegen Ende schufen sie eigene Werke. Das  führte unter Rembrandt-Experten später zu Verwirrung, da sie bei vielen Bildern nicht wussten, ob das nun ein "echter" Rembrandt war oder ein "falscher".


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Was wir heute wissen: Beruflicher Erfolg - familiäre Schicksale

3 Jahre nach seiner Ankunft in Amsterdam heiratete Rembrandt die reiche Saskia van Uylenburgh (1612-1642). Während seine Werke ihn berühmter machten, erlitt er privat Schicksalsschläge: 3 seiner 4 Kinder starben kurz nach der Geburt. Nur Sohn Titus, 1641 geboren, überlebte. 1642 starb die geliebte Saskia. Mit seiner 2. Lebensgefährtin, Titus' Kindermädchen Hendrickje Stoffels, bekam er 1654 noch 1 uneheliche Tochter, Cornelia. Sohn Titus überlebte der Künstler nur knapp 1 Jahr, dann starb er 1669 im Alter von 63. Seine Gemütszustände hielt Rembrandt  bis zuletzt in den Selbstporträts fest. So legen sie über die Jahre hinweg Zeugnis über das Leben und die Entwicklung des Künstlers ab. Er unterzeichnete übrigens seine Bilder nur mit Rembrandt, weil der Vorname so selten und unverwechselbar war.

Eines seiner Werke galt für seine Zeit übrigens als außergewöhnlich  - welches war es?

Antwort 1: Es war "Die Nachtwache". Seine szenische, dynamische Darstellung der Schützengilde, einer Bürgerwehr-Gruppe, entsprach jedoch nicht den Erwartungen der Auftraggeber: Standard war es damals, die Personen zu porträtieren und dabei niemanden besonders hervorzuheben. Und Rembrandts Interpretation war alles andere als steif und repräsentativ.

Antwort 2: Dabei handelte es sich um "Die Heilige Familie mit dem Vorhang". Das Gemälde wurde von den Auftraggebern kritisiert, weil es mit dem wilden Malstil angeblich religiöse Gefühle der Betrachter verletzte. 

Antwort 3: In die Kritik geriet das Bild "Der Mann mit dem Goldhelm", weil es einen einfachen Bürger mit einem für damalige Verhältnisse unangemessen aufwändigen Kopfschmuck darstellte und von nicht wenigen Vertretern der Obrigkeit als "aufrührig" beschrieben wurde.

Die Auflösung wie immer in der kommenden Woche hier!

Die Auflösung: Hintergrundwissen über das Geburtstagskind Tom Hanks

52 wurde er vergangene Woche: Tom Hanks, einer der erfolgreichsten Schauspieler und mittlerweile auch Produzenten weltweit. Durch seinen Freund Ron Howard kam er an seine erste Hauptrolle - im Kinofilm "Splash". Danach folgte der Durchbruch mit Filmen wie "Schlaflos in Seattle" und "Philadelphia", für die er auch den ersten Oscar erhielt. Der zweite folgte im Jahr darauf für die Darstellung des geistig zurückgebliebenen Forrest Gump. 2 Oscars als bester Hauptdarsteller in 2 aufeinanderfolgenden Jahren hatte zuvor übrigens nur Spencer Tracy bekommen. Unsere Frage zu Tom Hanks: Seinen kürzesten und den vermutlich auch einzig wortlosen Auftritt hatte Tom Hanks allerdings in einem weniger bekannten Film - welcher war es?

Richtig war Antwort 1: In dem Film "Elvis has left the builiding" spielt er eine Elvis-Imitation, die durch einen Briefkasten zu Tode kommt, ohne ein Wort zu sagen.