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Ziehen Sie Ihre Uhr zurate


... um mit der Bahn zu reisen

Um Ihr Verspätungsrisiko zu minimieren, treten Sie Ihre Reise nach einer umfassenden Analyse der Süddeutschen Zeitung am besten vormittags an. Denn jeder verspätete Zug verursacht potenziell weitere Verspätungen: Anschlusszüge müssen warten, nachfolgende Züge werden aufgehalten, ein verspätet bereitgestellter neuer Zug startet unpünktlich. Besonders anfällig: die eigentlich „schnellen Strecken“ mit zu knappen Anschlüssen.

... um zu trainieren

Zwischen 16 und 19 Uhr erreichen die meisten Menschen körperlich ihr Tageshoch. So Christine Graf, Professorin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Es lohnt sich also, das Sportzeug bereits morgens in die Arbeit mitzunehmen und an Sporttagen eventuell etwas kürzer zu arbeiten – es sei denn, Sie sind ein ausgesprochener Nachtmensch. Grundregel für guten Schlaf: Zwischen intensivem Auspowern und dem Zubettgehen sollten mindestens 3 Stunden liegen. Weil am späteren Nachmittag die Hand-Auge-Koordination bestens funktioniert, eignet sich diese Zeit übrigens auch gut für Haus- und Heimwerkerarbeit.

... um Ihr Kind in der Schule krankzumelden

Zumindest bei größeren Schulen sind vor Unterrichtsbeginn oft zahlreiche Versuche nötig, bis Sie telefonisch zu einer Sekretärin durchdringen. Das kostet Zeit und Nerven! In vielen Fällen lohnt es sich, es schon ein paar Minuten vor den offiziellen Öffnungszeiten des Sekretariats zu probieren. Alternative: Warten Sie gleich bis kurz nach 8 Uhr. Weil sie wissen, dass davor kein Durchkommen ist, akzeptieren viele Schulen notgedrungen diese leichte Verspätung. Oder faxen Sie die Entschuldigung.

... um den Zahnarzt zu besuchen

Zahnbehandlungen lassen sich am besten am frühen Nachmittag aushalten. Zu dieser Tageszeit schüttet der Körper am meisten schmerzhemmende Stoffe aus, die Ihre Schmerzempfindlichkeit senken, so der Schmerzmediziner Uwe Junker. Wenn also nicht nur ein schneller Check ansteht, sondern beispielsweise eine Wurzelbehandlung, lohnt sich der 15-UhrTermin.

... um wichtige Leute telefonisch zu erreichen

Erfolgreiche Firmenmenschen kommen früh ins Büro und bleiben länger als der Durchschnitt. Vor 9 Uhr vormittags und nach 17 Uhr stehen Ihre Chancen daher besser als in den Kernzeiten, wenn viele Besprechungen angesetzt sind. Weiterer Vorteil der Randzeiten: Die Sekretärin und andere „Abschirmer“ (die üblicherweise einen klassischen 9-bis- 5-Arbeitstag haben) sind oft noch nicht oder nicht mehr da.

... um auf die Post zu gehen

Seit der Internet-Handel boomt, treibt es viele Menschen regelmäßig mit ihren Retouren zur Post. Unser Rat: Gehen Sie am besten gar nicht zu einem Postamt damit, denn dort bilden sich unserer Erfahrung nach fast durchgängig lange Schlangen (insbesondere aber am Monats- bzw. Wochenanfang). Eine gute Alternative: die zahlreichen DHL- und Hermes-Paketshops. Noch einfacher: Bekommen Sie regelmäßig Päckchen per DHL oder Hermes, können Sie die Retoure dem Boten bei der nächsten Zustellung eines Pakets wieder mitgeben. Extra clever: Werden Sie kostenlos Kunde einer DHL-Packstation (wenn eine in Ihrer Nähe ist), die ist rund um die Uhr benutzbar.

... um bei Ebay eine Auktion einzustellen

Viele Nutzer bieten kurz vor Ende einer Auktion. Ihre Versteigerung sollte daher zu einem Zeitpunkt auslaufen, zu dem möglichst viele potenziellen Bieter Zeit haben und online sind. Generell günstig sind freitags und sonntags am frühen Abend. Bei einer Laufzeit von 10 Tagen bedeutet das, dass Sie Ihr Angebot an einem Dienstag oder Donnerstag zwischen 18 und 20 Uhr einstellen sollten.

... um Wäsche zu waschen

In meiner Kindheit (Ruth) war Montag Waschtag. Um zu einer ausgeglichenen Stromauslastung beizutragen, vermieden ökologisch denkende Hausfrauen es deshalb, an diesem Tag ihre Wäsche zu waschen. Wenn Sie heute zu einer Niedrigenergiebedarfszeit waschen möchten, stellen Sie Ihre Waschmaschine mittels Zeitwahl so ein, dass sie in den frühen Morgenstunden wäscht und Sie die Wäsche morgens noch vor der Arbeit aufhängen können. Hat Ihr Haushalt einen Tag-und-Nachtstrom-Tarif, profitieren Sie davon auch finanziell.

... um eine Gehaltserhöhung zu fordern

Wenn Sie – wie viele Arbeitnehmer – mit Ihrem Wunsch nach Gehaltserhöhung gegen Jahresende zum Chef kommen, wird der oft durch das gerade gezahlte Weihnachtsgeld ablehnend gestimmt sein. Verhalten Sie sich antizyklisch, und gehen Sie das Thema bereits in der ersten Jahreshälfte an. Mindestens so wichtig wie Ihre persönliche Leistung ist die wirtschaftliche Gesamtlage des Unternehmens. Wählen Sie einen Zeitpunkt, zu dem die Zahlen stimmen! Führen Sie das Gespräch nach Möglichkeit zu einer Zeit, zu der Sie Ihren Chef ausgeruht wissen (morgens, nach der Mittagspause oder nach einem langen Wochenende). Je müder jemand ist, umso weniger entscheidungsfreudig ist er – das Risiko eines glatten „Neins“ steigt dadurch.