Altersvorsorge
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23. Februar
Altersvorsorge mit einer Versicherung: Richtige Vorsorge oder nicht?
Kapitalversicherungen für die Vorsorge stehen oft in der Kritik, weil eine Versicherung als Altersvorsorge als zu teuer und unflexibel gilt, außerdem, so ein häufig gehörter Vorschlag, seien die Renditen für die private Vorsorge schlecht.
Tatsache ist: Das Konstrukt "Kapitalversicherung" ist für Ihre private Altersvorsorge nicht ohne Tücken, aber es ist auch nicht rundweg abzulehnen. Wenn jedoch mit einer Versicherung Altersvorsorge betrieben wird, dann sollten Sie sich für die Rentenversicherung entscheiden, die wirklich ausschließlich der Vorsorge dient und nicht für eine Kapitallebensversicherung, denn die Familie sichern Sie besser mit einer Risikolebensversicherung ab.
Versicherung als Altersvorsorge: Steuerbonus lockt
Wenn Sie sich für eine Rentenversicherung entscheiden, genießen Sie im Alter einen Steuerbonus. Nur 50 % der Erträge sind steuerlich belastet - und zwar mit dem individuellen Steuersatz. Liegt der bei 35 %, werden also nur 17,5 % Steuern auf die Rentenversicherung fällig, zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Damit ist die Versicherung als Altersvorsorge grundsätzlich steuerbegünstigt. Denn im Vergleich dazu würden Fonds, Zertifikate oder Aktien mit 25 % besteuert. Pluspunkt für die Rentenversicherung also.
Aber 17,5 % Steuerlast bedeutet natürlich nicht automatisch, dass die Rentenversicherung unter dem Strich eine bessere Rente erwirtschaftet. Das wäre nur bei gleicher Rendite der Fall, allerdings schneiden konservative Fonds im Langzeitdurchschnitt fast immer besser ab als Rentenversicherungen. Aber genau diese Betrachtung der Renditeschwäche zeigt, wo der Vorteil der Rentenversicherung liegt: Die Rentenversicherung bietet Sicherheit, denn eine Rendite von 4 Prozent plus X wird immer erreichbar sein - ohne Schwankungen und ohne das Risiko, wie bei anderen börsennahen Geldanlagen auch heftige Verlustphasen zu durchlaufen. Damit bleibt festzuhalten: Eine Versicherung als Altersvorsorge steht vor allem für finanzielle Sicherheit.
Rentenversicherung auf Fondsbasis
Nun bieten viele Gesellschaften mittlerweile fondsgebundene Rentenversicherungen an, die das Sparen für die Rente über eine Rentenversicherung mit einer Fonds-Vorsorge koppeln. Keine so schlechte Lösung, vor allem aus steuerlicher Sicht, denn während der Anzahlungsphase bleiben alle Erträge steuerfrei, also auch Dividenden und Kursgewinne, die bei der Vorsorge mit Fonds ohne Rentenversicherung versteuert werden müssten. Und wenn das angesammelte Vermögen im Alter verrentet wird, gibt es einen weiteren Steuervorteil: Die Rente aus der Rentenversicherung wird nur mit dem geringeren Ertragsanteil besteuert, dessen Höhe vom Alter bei Rentenbeginn abhängt und der mit 65 Jahren zum Beispiel 18 % der Rente beträgt. Bei 35 % Steuersatz sind also gerade einmal 6,3 % der Rente zu versteuern. Sicherlich ein weiterer Pluspunkt für die Altersvorsorge mit einer Versicherung. Allerdings ist die fondsgebundene Rentenversicherung auch ein Risikofaktor, denn wie hoch die Rente im Alter einmal sein wird, lässt sich erst kurz vor Rentenbeginn wirklich zuverlässig sagen.
Finanzielle Sicherheit und Rendite mit einer Rentenversicherung?
Als Schutz gegen die Ungewissheit bieten die Versicherer fondsgebundene Rentenversicherungen an, die eine Höchststandsgarantie besitzen. Hier wird Ihnen beim Sparen für die Rente während der Laufzeit ein erreichter Zwischenstand immer wieder festgeschrieben, sodass Ihr garantierter Anteilswert für die private Vorsorge im Laufe der Jahre immer weiter steigt. Nun kostet ein solcher Schutzmechanismus für eine sichere Rente natürlich Rendite, denn um den Höchststand abzusichern, muss ein Teil des Vermögens in sichere Anlagen umgeschichtet werden. Das kostet Transaktionsgebühren und natürlich auch Rendite, weil festverzinsliche Papiere weniger abwerfen als Anteile an Aktienfonds. Sie tauschen also finanzielle Sicherheit gegen die Chance auf eine höhere Rendite.
Insgesamt ist eine fondsgebundene Rentenversicherung keine schlechte Lösung, allerdings sollte die daraus resultierende Rente im Alter nicht für die finanzielle Sicherheit und als sichere Rente eingeplant sein, denn dafür ist die mögliche Zahlung aus der fondsgebundenen Rentenversicherung nicht sicher genug.




