simplify steht für einen einfachen Weg zu einem bewussten und erfüllten Leben in einer komplexen Welt.

So machen Sie einen guten ersten Eindruck


Ob Geburtstagsparty, Hochzeit im Freundeskreis oder Feierhalle eines Friedhofs, ob Tagungspause, interne Besprechung oder Bewerbungsgespräch: Einen Raum zu betreten, in dem sich mehrere (fremde) Personen befinden, kostet viele Menschen Überwindung. So kommen Sie selbstsicher und liebenswert rüber:

Fühlen Sie sich wohl in Ihrer Haut

Wenn Sie an Ihrer Kleidung herumzupfen oder über die Knoblauchsoße vom letzten Essen nachdenken („Riecht man das noch?“), werden Sie Unsicherheit ausstrahlen. Schaffen Sie vorher die Voraussetzungen fürs eigene Wohlfühlen! Fragen Sie nach der Kleiderordnung (Krawatte? Anzug? Rock?). Kontrollieren Sie Ihr Äußeres – auch als Mann – vor Betreten des Raums (aber außer Sichtweite) im Spiegel: Frisur, Kragen, Krawatte. Haben Sie am Vortag Knofi oder rohe Zwiebeln gegessen, lutschen Sie direkt vorher ein Pfefferminzbonbon. Sie leiden öfter unter Mundgeruch? Ein scharfes Bonbon kann den überdecken, über die Ursachen sollten Sie aber mit Ihrem Arzt sprechen.

simplify-Tipp: Haben Sie sich für die Bewerbung oder die piekfeine Hochzeit etwas Neues angeschafft, tragen Sie die Sachen ein paar Tage vorher daheim. Extrem wichtig für neue Schuhe: einlaufen. Wenn Sie darin unsicher gehen, vermasseln die Ihnen im doppelten Sinn den guten Auftritt.

Betreten Sie den Raum vorab in Gedanken

Wer wird alles anwesend sein? Wen werden Sie kennen? Mit wem wollten Sie schon lange einmal reden? Was wissen Sie über Anwesende, die Ihnen noch nicht persönlich bekannt sind? Gehen Sie alle Namen noch einmal durch (vor allem die der Ranghöchsten). Denn wenn Sie beim Anblick eines anderen erst einmal verzweifelt darüber nachdenken müssen, wie der heißt, wirken Sie abgelenkt.

simplify-Tipp: Werfen Sie Ihre Vorurteile über Bord. Anstelle von „Simons Freunde sind ziemlich komisch!“ sagen Sie sich: „Es tut mir gut, mal mit ganz anderen Menschen zusammenzutreffen!“

Verbreiten Sie Sonnenschein

Sobald Sie den Raum betreten, werden andere Menschen Sie wahrnehmen – und sei es auch nur aus den Augenwinkeln. Um den Eindruck zu vermitteln, dass Sie gern gekommen sind, genügt ein freundliches Lächeln. Damit es nicht gekünstelt wirkt, stellen Sie sich vor, Sie wären gerade ins Freie getreten und bemerken erfreut, dass die Sonne scheint.

simplify-Tipp: Checken Sie nicht mit schnellem Scanner-Blick, ob sich jemand im Raum befindet, den Sie kennen. Sehen Sie auch fremde Personen so an, als wären sie Ihnen bekannt. Schauen Sie ihnen freundlich ins Gesicht – und ernten Sie ein erstes Lächeln zurück.

Zeigen Sie sich kontaktfreudig

Wir Menschen sind von Natur aus so programmiert, dass wir Menschen mögen, die von anderen gemocht werden. Wenn Sie freudig von anderen begrüßt werden und andere freudig begrüßen, werden Sie von den Umstehenden automatisch als umgänglicher Mensch eingeschätzt. Sie kennen in einem Raum voller Menschen niemanden, der Ihnen diesen Dienst erweisen könnte? Suchen Sie sich eine Person, die ebenfalls allein herumsteht, und fangen Sie ein Gespräch an. Dass Sie selbst die Initiative ergreifen, lässt Sie automatisch selbstbewusst wirken.

simplify-Tipp: Alternativ versuchen Sie den folgenden, etwas ungewöhnlichen Trick: Winken Sie entspannt quer durch den Raum – so als ob ganz hinten ein alter Freund von Ihnen stehen würde. Da die anderen den Raum nicht vollständig überblicken, weiß niemand, dass Sie gerade der Luft zugewinkt haben.

Seien Sie altmodisch

Wer sich zu anderen gesellt, begnügt sich heute oft mit einem lockeren Gruß („Hallo“ – „Guten Tag“). Vielleicht reagieren gerade deshalb die meisten positiv überrascht, wenn sie mit einem altmodischen Händedruck begrüßt werden.

simplify-Tipp: So mancher nimmt den Ausdruck „Händeschütteln“ so wörtlich, dass er dabei seinem Gegenüber fast den Arm ausrenkt. Wie wirkt Ihr Händedruck? „Toter Fisch“ oder „Schraubstock“? Machen Sie im Freundeskreis eine kleine Testreihe mit ehrlichem Feedback! Faustregel für einen freundlichen Händedruck: etwa der Druck, der nötig wäre, um eine Bratpfanne zu halten.

Vergessen Sie Ihre Körpersprache

Es gibt Bücher zur Psychologie der Körpersprache, die Ihnen verraten wollen, wie Sie richtig stehen (natürlich aufrecht!), was Sie beim Gehen beachten sollten, was Sie mit Ihren Händen anfangen sollten ... Das Problem: Je mehr Anweisungen Sie sich in Gedanken geben („Die Arme beim Gehen mitbewegen – das wirkt dynamisch“), umso weniger natürlich kommen Sie rüber. Besser: Lassen Sie sich von einer vertrauten Person auf Ihre persönliche Marotte (z. B. verschränkte Arme) aufmerksam machen, und beschränken Sie sich darauf, auf diesen einen Punkt zu achten.

simplify-Tipp: Mit Tanzen, sportlicher Betätigung, Feldenkrais, Yoga, Tai Chi, Qi Gong & Co. tun Sie auf Dauer wesentlich mehr für Ihre positive Ausstrahlung als mit dem Einstudieren bestimmter Haltungen und Gesten.