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Nie mehr Tchibo-Opfer - Wie sie den Kauf unnützer Dinge vermeiden


„Wenn ich mal unterwegs bei Tchibo einen Kaffee trinke, kaufe ich oft noch etwas anderes“, bekannte uns neulich ausgerechnet unsere simplify-Produktmanagerin. Nicht nur der Kaffeeröster, auch Lebensmittel-Discounter, Drogerieund Supermärkte setzen verstärkt auf saisonale Waren außerhalb ihres klassischen Sortiments. Diese (vermeintlichen) Schnäppchen ziehen den Kunden das Geld aus der Tasche, liegen daheim aber oft ungenutzt herum. So wappnen Sie sich gegen solche Fehlkäufe:

1. Gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf

Betrachten Sie Aldi & Co. nicht als Warenhaus mit Lebensmittelabteilung, sondern als Spezialist für Nahrungsmittel. Sagen Sie sich beim Betreten des Ladens: „Hier gehe ich Essen einkaufen“ – und marschieren Sie an den großen Kästen mit den Non-Food-Artikeln flott vorbei.

2. Erweitern Sie Ihre Einkaufsliste

Schreiben Sie sich nicht nur für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs einen Einkaufszettel, sondern auch einen für alles andere. Steht „Digitale Küchenwaage“, „Gürtel“ oder „Vogelfutterhaus“ tatsächlich auf dieser zweiten Liste, erlauben Sie sich zuzugreifen. Sonst nicht! Bedarf, den Sie erst beim Anblick einer Ware entdecken, ist meist kein echter.

3. Ersparen Sie sich Umtauschaktionen

Sind Sie sich sicher, dass Ihnen die Jogginghose steht, dass die knallige Tischdecke zum Sofa passt oder dass sich die Fahrradtaschen an Ihren Gepäckträger montieren lassen? Machen Sie sich zur Regel: Ich kaufe nichts, was ich eventuell umtauschen müsste. Denn oft müssen Sie sich dazu extra in einer langen Kassenschlange anstellen – supernervig!

4. Rechnen Sie mit spitzem Stift

Gehen Sie im Geiste Ihre Schnäppchenkäufe der letzten Monate durch. Teilen Sie ein in: 1. Viel Genutztes mit „Wie bin ich früher nur ohne ausgekommen?“-Effekt; 2. Dinge, die okay, aber verzichtbar sind; 3. Eindeutige Fehlkäufe. Wie viel haben Sie für Waren aus Kategorie 2 und 3 ausgegeben? Wenn Sie ab sofort keine Schnäppchen mehr kaufen, können Sie es sich locker leisten, tatsächlich Benötigtes in Fachgeschäften mit größerer Auswahl und besserem Service zu kaufen. Auch die Umwelt wird es Ihnen danken.

5. Setzen Sie sich ein attraktives Sparziel

Ob Sie von einer USA-Reise träumen, Ihrer Tochter gern die ersehnten Reitstunden spendieren würden oder wegen Ihres starken Rheumas vorzeitig in den Ruhestand gehen möchten: Wenn Sie wissen, wofür Sie sparen, fällt Kaufverzicht leichter. Legen Sie ein Bild in den Geldbeutel, das Ihr Sparziel symbolisiert.

6. Nehmen Sie die Ware gleich mit nach Hause

Natürlich nur in Gedanken. Wann und wie oft werden Sie die Tischkreissäge, das Komfort-Bettsitzkissen, die Steppweste oder den Spaghetti-Kochtopf benutzen? Inwiefern wird der Gegenstand Ihre Lebensqualität verbessern? Wo bringen Sie ihn unter? Stellen Sie sich vor, Sie müssten für die Weste ein anderes Kleidungsstück weggeben. Würden Sie sie dann immer noch kaufen?

7. Entschleunigen Sie Ihre Entscheidung

Das Plastikschüssel-Set passt farblich ideal zu Ihrer neuen Küche? Die günstige Digitalkamera wäre ein Super-Weihnachtsgeschenk für Ihren Neffen? Gehen Sie trotzdem erst einmal ohne durch die Kasse. Wenn Sie dann vor dem Laden stehen, hat sich Ihr dringender Kaufimpuls möglicherweise schon verflüchtigt. Wenn nicht, können Sie immer noch umkehren.

8. Gehen Sie an Ort und Stelle ins Internet

Viele Schnäppchen sind in Wirklichkeit gar keine. Bei technischen Produkten finden Sie im Internet in Sekundenschnelle heraus, was Sie woanders dafür bezahlen. Informieren Sie sich außerdem auch über die Qualität der Kamera oder des Tablets. Was nützt der beste Preis, wenn das Gerät qualitativ minderwertig ist? Die Computerzeitschrift Chip nimmt viele aktuelle Discounter-Angebote vorab unter die Lupe und veröffentlicht die Ergebnisse unter chip.de.

9. Studieren Sie die Sonderangebote schon daheim

Bei vielen Paaren gibt es einen Viel- und einen Wenig-Käufer. Sind Sie derjenige, der für Schnäppchen anfällig ist, nehmen Sie sich den Werbeprospekt des Discounters vor dem Einkauf zusammen mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin vor. Nur wenn der von einer Ananaspflanze mit Frucht genauso angetan ist wie Sie, nehmen Sie die im Laden genauer unter die Lupe.

10. Besiegen Sie die Verkaufsstrategen

Informieren Sie sich im Internet über die Tricks der Marketingspezialisten – das ist nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam. Danach werden Sie jeden Einkaufsgang als Wettkampf zwischen Ihnen und den Verkaufspsychologen betrachten. Seien Sie stolz, wenn Sie daraus als Sieger hervorgehen!

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