simplify steht für einen einfachen Weg zu einem bewussten und erfüllten Leben in einer komplexen Welt.

Mit diesen Geschenkideen können Sie Ihren Advent entstressen


Weihnachten verdirbt die Laune! So lautet das Ergebnis einer 2015 veröffentlichten Studie. Hauptverantwortlicher für diesen misslichen Umstand ist, so der Forschungsteam-Leiter Professor Michael Mutz von der Universität Göttingen, der Geschenkestress. Damit Sie sich den dieses Jahr ersparen, haben wir einige psychologische Erkenntnisse zusammengetragen und in simplify-Geschenketipps verwandelt:

1. Schenken Sie das, was der andere haben will

Psycho-Tatsache: Hat jemand konkrete Wünsche, bereitet ihm die Erfüllung eines Wunsches mehr Freude als eine Überraschung, die sich der Geber ausgedacht hat.

simplify-Konsequenz: Zerbrechen Sie sich nicht stundenlang den Kopf – erkundigen Sie sich rechtzeitig nach Wünschen! Nicht nur bei Ihren Lieben, sondern auch bei den Erzieherinnen im Kindergarten (fürs Gruppengeschenk), der Arzthelferin, Ihrer Haushaltshilfe … Machen Sie sich keine Sorgen, die Wünsche könnten unpassend sein! Sind diese Personen von Ihnen bereits im letzten Jahr beschenkt worden, wissen sie, in welcher Preis- und Geschmacksklasse sich ihr Wunsch in etwa bewegen soll. Ein Kompromiss zwischen eigener und fremder Wahl sind Alternativen: einen Gutschein vom Gartencenter oder vom Kaufhaus? Süßes oder Salziges aus dem Bioladen?

Tipp: Lassen Sie sich nicht abwimmeln („Keine Ahnung!“ – „Bin wunschlos glücklich!“), sondern kündigen Sie an, wann Sie noch einmal nachfragen werden. Dadurch verleihen Sie Ihrer Bitte Nachdruck, sich in Ruhe Gedanken über das Thema zu machen.

2. Geben Sie etwas von sich selbst preis

Psycho-Tatsache: Wer etwas schenkt, das seine eigene Persönlichkeit widerspiegelt, stärkt damit die Beziehung zwischen sich und dem Beschenkten.

simplify-Konsequenz: Statt nach möglichst individuellen Geschenken für jeden einzelnen Empfänger zu suchen, machen Sie dieses Jahr Geschenke, die zu Ihnen als Geber passen. Ein Buch, das Sie selbst total fasziniert hat; eine besondere Kochzutat, die Sie dieses Jahr entdeckt haben; eine Stadtführung durch Ihr Lieblingsviertel. Sagen bzw. schreiben Sie unbedingt dazu, warum Sie dieses Geschenk ausgewählt haben.

Tipp: Vermutlich fallen Ihnen nicht zig solcher Geschenke ein. Haben Sie keine Scheu, mehreren Menschen dasselbe Geschenk zu machen, z. B. Ihre Musikentdeckung des Jahres 2016.

3. Beschränken Sie sich auf eine einzige Sache

Psycho-Tatsache: Liegt einem großen Geschenk noch eine kleine Dreingabe bei, mindert das in der Sicht des Beschenkten den Wert des Geschenks (zumindest den materiellen). Der Grund: Offenbar ermittelt der Empfänger eine Art Durchschnittswert.

simplify-Konsequenz: Sparen Sie sich die Suche nach „netten Kleinigkeiten“, die Sie Ihrem „eigentlichen Geschenk“ beifügen. Ist Ihre Geschenkidee überzeugend, werden Sie (und der Empfänger) die Zugabe überflüssig finden. Wokpfanne oder digitaler Entfernungsmesser kommen Ihnen zu nüchtern vor? Dann legen Sie eine Karte bei, auf der Sie etwas Nettes zur Verwendung des Gegenstandes schreiben: „Ich freue mich auf unsere erste asiatische Gemüsepfanne!“ – „Viel Erfolg beim Dachausbau!“

Tipp: Bei Kindern kommt die Dreingabe manchmal besser an als das Hauptgeschenk. Vergessen Sie Ihre Vorstellungen, was ein „richtiges“ Geschenk wert sein sollte. Wenn Sie von der Mutter Ihres Patenkindes wissen, dass sich der 7-Jährige schon seit Monaten nach einem bestimmten Spielzeug-Automodell für 5 € sehnt, kaufen Sie das – und nicht noch einen teuren Experimentierkasten!

4. Schenken Sie ein Erlebnis

Psycho-Tatsache: Ein schönes Erlebnis macht glücklicher als ein materieller Gegenstand – es sei denn, der Gegenstand verschafft solch ein Erlebnis (z. B. der neue Tischtennisschläger). Der Clou: Geschenkte Erlebnisse stärken die Beziehung zwischen Geber und Empfänger sogar dann, wenn der Geber selbst nicht mit von der Partie ist.

simplify-Konsequenz: Neben dem (gemeinsamen) Ausflug oder Kinobesuch bieten sich an: Kleinkunstbühne, Kirchenkonzert, Therme, Kunstausstellung, Käsereibesichtigung, Töpfern, Schokoladenherstellung, Kraftwerk, Fledermaushöhle, Bergwerk, Steinbruch ...

Tipp: Reine Gutscheine werden oft nicht eingelöst. Um das zu vermeiden, vereinbaren Sie schon vor Weihnachten einen Termin mit den Beschenkten (z. B. einen Freitagabend im Januar), halten aber das Ziel der Unternehmung (z. B. die Kleinkunstbühne) noch geheim.

5. Schenken Sie Freiräume

Psycho-Tatsache: Immer mehr Menschen sind materiell übersättigt, während Zeit für sie Mangelware ist.

simplify-Konsequenz: Punkten Sie mit einem Zeitgeschenk. Übernehmen Sie ein Wochenende lang den kompletten Haushalt, damit Ihr Partner/Ihre Partnerin seinen/ihren eigenen Interessen nachgehen kann. Hüten Sie 2018 einmal im Monat abends die Kinder Ihrer Freunde, damit das Paar zusammen weggehen kann. Übernehmen Sie eine Arbeit für jemanden: Bieten Sie der Familie mit dem schwer kranken Opa Einkaufsdienste an, oder schenken Sie drei komplett mitgebrachte Mittagessen. Unterstützen Sie Ihre Schwägerin beim Hausputz. Auch hier gilt: Je konkreter die Planung, desto besser. Verzeichnen Sie daher in Ihrem Gutschein für „2017: Jeden Monat 1x Babysitten“ gleich die ersten beiden Termine, die Sie bereits vor Weihnachten festgemacht haben.

Tipp: Wer überlastet ist, bringt es oft nicht fertig, geschenkte Zeit für sich ganz persönlich zu verwenden. Nach dem Motto: „Freie Zeit? Endlich kann ich mal die Papierablage machen (das Auto putzen, die Kinderkleidung durchsehen ...)!“ Recherchieren Sie daher schon vor Weihnachten geheime kleine Zeit-Träume. Wünscht sich Ihre Schwägerin beispielsweise, „endlich mal wieder shoppen können“, geben Sie das als „Verwendungszweck“ in Ihrem Gutschein an. 

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