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Motivationstief: Ohne Energiereserven keine Begeisterung


Unendliche Kraftreserven gibt es nicht! Vielen beruflich Erfolgreichen geht es so. Tagaus, tagein kämpfen sie sich durch unzählige E-Mails, hetzen von Meeting zu Meeting und treffen eine Entscheidung nach der anderen. Von außen wirkt es häufig, als verfügten sie über eine unerschöpfliche Motivationsquelle und niemals versiegende Kraftreserven. Und dann kommen sie an einen Punkt, an dem sich einfach keine Motivation mehr einstellen will. Sie fühlen sich energielos und fragen sich, wie es weitergehen soll. Am liebsten würden sie mal ein paar Tage ausspannen. Doch die anstehenden Themen lassen keinen Raum dafür.

So können Sie sich selbst wieder motivieren: 3 Schritte

Wenn Sie merken, dass es Ihnen trotz wichtiger Termine und Themen schwerfällt, sich selbst zu motivieren, ist das ein Zeichen dafür, dass es Zeit ist gegenzusteuern. Das machen Sie am besten mithilfe der folgenden 3 Schritte:

1. Schritt: Halten Sie inne, und analysieren Sie die Situation

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was hat sich ungünstig auf meine Motivation ausgewirkt?
  • Wo habe ich Warnsignale überhört?
  • Habe ich genug Gestaltungsspielraum und Eigenverantwortung?
  • Fühle ich mich ausreichend wertgeschätzt in dem, was ich tue?
  • Gibt es Themen, die mich wütend, traurig oder ängstlich machen?

Seien Sie ehrlich zu sich selbst, und versuchen Sie, die Situation so genau wie möglich zu erfassen. Eine Ursachenanalyse hilft Ihnen zu erkennen, ob es sich um ein vorübergehendes Motivationstief handelt oder ob es tiefer liegende Gründe gibt, warum es mit der Selbstmotivation nicht klappen will.

Ein Beispiel: Sie haben sich über Ihren Vorgesetzten geärgert, weil er Ihnen kurz vor einem Termin noch eine Zusatzaufgabe erteilt hat. Forschen Sie genauer nach:

  • Dieser Ärger könnte eine vorübergehende Blockade und Demotivation erklären – mehr steckt nicht dahinter, am nächsten Tag ist er schon wieder vergessen.
  • Es könnte jedoch auch der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt, etwa dann, wenn Ihr Chef sich seit Längerem so verhält und Sie sich nicht ernst genommen fühlen. Vielleicht erkennen Sie, dass Ihnen schon lange die nötige Wertschätzung fehlt und Sie sich ausgenutzt sowie in Ihren Bedürfnissen nicht gewürdigt fühlen.

2. Schritt: Minimieren Sie Ihr JETZT

Kraftvoll sind Sie immer nur in der aktuellen Situation, also im JETZT. Die Vergangenheit ist längst vorbei. Auch wenn es hilft, sich die Ursachen klarzumachen, lässt sich Vergangenes weder ungeschehen machen, noch hilft es Ihnen, zu neuer Kraft zu gelangen. Umgekehrt ist die Zukunft noch nicht da, und so bringt es für den Moment wenig, sich in einem akuten Motivationstief gedanklich allzu lange mit den guten Vorsätzen zu beschäftigen. Das wäre langfristig der richtige Weg, hilft Ihnen jedoch nicht in einer dringenden Situation weiter. Es ist daher wichtig, dass Sie sich darauf konzentrieren, was Sie aktuell tun können, um Ihre Lage zu verändern und Wege zu finden, sich selbst zu motivieren.

Die Leine locker lassen …

Machen Sie sich zudem bewusst, dass Motivation nicht mit Druck zu erreichen ist. Als Führungskraft erfahren Sie schon genug Druck in Ihrem hektischen Alltag. Sind Sie vom Typ her grundsätzlich begeisterungsfähig und zupackend, ist es in einer Situation der Motivationslosigkeit eher angeraten, vorübergehend etwas Druck herauszunehmen, um sich ganz auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren zu können.

Sie sollten sich fragen:

  • Können Sie Aufgaben streichen?
  • Gibt es Aufgaben, die Sie delegieren, von anderen zumindest teilweise erledigen bzw. deren Erledigung Sie vorbereiten lassen können?
  • Welche Tätigkeiten lassen sich verschieben?
  • Was können Sie tun, um frische Energie zu tanken und Ihre Batterien wieder aufzuladen?

Jetzt ist Realismus gefragt!

Wichtig ist, dass Sie die Möglichkeiten in der aktuellen Situation und in Ihrem momentanen Zustand realistisch einschätzen. Orientieren Sie sich nicht daran, was Sie in der Vergangenheit schon alles geleistet haben oder was Sie mit vollen Akkus bewerkstelligen, sondern legen Sie den Energielevel zugrunde, auf dem Sie sich gerade befinden.

3. Schritt: Unterteilen Sie die Aufgaben in Teilschritte

Gerade in Zeiten eines Motivationstiefs wirken die vor einem liegenden Aufgaben und anstehenden Termine oft sehr mächtig. Da kann leicht der Eindruck entstehen, die eigene Kraft reiche nicht aus. Das führt dann zu noch größerer Unlust. Den Druck können Sie herausnehmen, indem Sie sich die Gesamtaufgabe anschauen und sie in Teilschritte zerlegen.

Diese 7 Faktoren können die Selbstmotivation hemmen

Es gibt verschiedene äußere und innere Faktoren, die Sie im Auge behalten sollten, weil sie sich ungünstig auf Ihre Selbstmotivation auswirken:

1.Demotivierende Gedanken: Motivation beginnt im Kopf. Das eigene Denken kann Sie sowohl motivieren als auch Ihre Motivation hemmen.

2. Unter- oder Überforderung: Starre Routinen, Langeweile und Unterforderung können sich demotivierend auswirken – genauso wie ständige Überforderung.

3. Aufschieberitis: Je länger Sie eine Arbeit vor sich herschieben, desto schwieriger wird es, sich aufzuraffen und anzufangen.

4. Perfektionismus: Übertriebene Erwartungen an Sie selbst sind eine große Quelle der Demotivation.

5. Fehlende Wertschätzung: Selbst wenn Sie gut darin sind, sich selbst zu motivieren: Jeder Mensch braucht Anerkennung. Auch Führungskräfte können in ein Motivationstief geraten, wenn sie in einem Umfeld arbeiten, in dem es an wertschätzendem Verhalten mangelt.

6. Work-Life-Balance: Stecken Sie alle Energie in Ihren Job, ohne für den nötigen Ausgleich zu sorgen, ist es eine Frage der Zeit, bis Ihre Motivation sinkt und Ihre Leistungen nachlassen.

7. Zwischenmenschliche Konflikte: Auch Konflikte haben eine sehr negative Auswirkung auf die Selbstmotivation. Wer jeden Tag befürchten muss, wieder mit dem Vorgesetzten oder einem Kollegen aneinanderzugeraten, wird Mühe haben, motiviert und voller Tatendrang ans Werk zu gehen, sondern sich regelmäßig in einem Motivationstief wiederfinden.

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