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4 Tipps, wie Sie wieder besser schlafen


„Wir brauchen neue Matratzen“, hörte ich schon eine geraume Zeit lang von meiner Frau. So sind wir endlich in den nächsten Schlaftempel aufgebrochen und haben auf den neuesten Errungenschaften der Bettenindustrie Probe gelegen. Leider lief es wie beim Schuhkauf: Die teuersten waren die bequemsten.

Doch dann der Schock: Abends sind wir glücklich in die neue wonnige Wolke aus 7-Zonen-Kaltschaum und Gelauflage versunken – und morgens unausgeschlafen erwacht. Nach einer Woche war uns klar: Wir müssen tauschen. Wie gut, dass man auf Matratzen in der Regel daheim Probe schlafen darf (auf teuren Exemplaren oft sogar 100 Tage)!

Eine Erfahrung, von der uns auch Freunde berichteten: Ist der eigene Körper die Festigkeit einer Federkernmatratze gewöhnt, tut er sich mit reinem Schaum unter der Wirbelsäule schwer. Nun liegen wir wieder auf Taschenfederkernen mit Auflagen neuester Bauart und sind am Morgen fit und munter. Allerdings liegt das nicht nur an den Matratzen, sondern auch an guten (neuen) Gewohnheiten:

60 Minuten Bildschirmabstinenz

In einem eindringlichen Vortrag des Gehirnforschers Manfred Spitzer bekam ich wissenschaftlich untermauert, was ich immer schon ahnte: Fernsehen und Internet bis kurz vorm Schlafengehen sind Gift fürs Einschlafen. Schuld daran ist vor allem das Licht, das uns aus TV-Flatscreens, Computer- und Smartphone-Bildschirmen entgegenleuchtet. Denn es enthält einen unverhältnismäßig hohen Anteil von Blautönen und signalisiert dadurch der fürs Zeitempfinden zuständigen Abteilung des Gehirns: „Es ist Mittag!“ Kein Wunder, dass man an high noon schlecht einschläft. Daher nutzen wir die letzte Stunde jetzt lieber für Gespräche, Abendspaziergänge und gemütliches Lesen bei sehr warmem Nachttischlicht.

Kein Smartphone am Bett!

Dank Spitzer vertrauen wir sogar wieder mit gutem Gewissen unserem altmodischen Wecker und nicht den famosen Weck-Apps im Minicomputer. Denn die Weckfunktion des Smartphones ist die Einstiegsdroge in die 24-Stunden-Online-Abhängigkeit. Wir feiern unsere Schlummerzeit als Phase ohne Internetverbindung, getreu dem Motto: „Offline ist der wahre Luxus.“

Temporäre Versöhnung

Eine alte Eheweisheit lautet: niemals unversöhnt ins Bett gehen. Das ist allerdings in der Praxis nicht immer so einfach. Daher haben wir, in Friedenszeiten sozusagen, folgenden Grundsatzbeschluss gefasst: Sollten wir uns einmal richtig in die Haare geraten sein, tritt mit dem Beginn der Schlafenszeit zumindest ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Wir mussten es bisher nicht anwenden. Aber Bekannte haben berichtet, dass das bei ihnen gut funktioniert.

Dinner-Cancelling

Das Abendessen ausfallen zu lassen oder zu reduzieren ist eine effiziente Abnehm-Methode. Eine ideale leichte Abendmahlzeit ist fettarm zubereitetes Gemüse – etwa in Form einer Suppe oder als mit Kräutern gewürztes Ofengemüse –, dazu allenfalls eine kleine Menge an Kohlehydraten (z. B. eine Scheibe Brot oder eine Handvoll Reis mit Kräutern). Besser verdaulich als Fleisch ist Fisch. Inzwischen haben wir erfreut festgestellt: Wenn wir uns abends nicht den Bauch vollschlagen, profitieren Gewicht und Nachtruhe.

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