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Was Sie bei der Wahl einer alternativen Therapie beachten sollten


Waren Sie schon bei einem Geistheiler? Wir (Ruth und Tiki) beide nicht! Aber für das eine oder andere hartnäckige gesundheitliche Problem haben wir schon mit Erfolg Alternativen zur Schulmedizin ausprobiert. Hier unsere Tipps aus persönlicher Erfahrung:

Pflegen Sie hoffnungsvolle Skepsis

„Alternative Therapien“ oder „Komplementärmedizin“ – dazu zählt alles, was als wissenschaftlich nicht erwiesen gilt und anders als die Schulmedizin von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gezahlt wird. Dabei reicht das Spektrum von „gesundheitsgefährdender Abzocke“ über „experimentelle Methoden“ bis zu hochwirksamen Heilweisen, die anderswo auf der Welt anerkannt sind (wie die Traditionelle Chinesische Medizin TCM). Eine gute Grundregel: „Wer heilt, hat recht.“ Ihren gesunden Menschenverstand sollten Sie trotzdem nicht ausschalten.

simplify-Tipp: Nicht jede gute Therapieform ist für jeden gleichermaßen geeignet. Kneippkuren z.B. sind ideal für Menschen, die wie Sebastian Kneipp selbst sind: körperlich massive, belastbare Kämpfernaturen. Wenn Ihnen eine Methode empfohlen wird, erkundigen Sie sich immer: Was für eine Persönlichkeit ist der Empfehlende? Welchen Menschentypen hat sie geholfen?

Schlagen Sie nicht im Telefonbuch nach ...

... wenn Sie einen Therapeuten suchen. Fragen Sie lieber in Ihrem persönlichen Umfeld nach Empfehlungen.

simplify-Tipp: Wenn Sie nach Ihrer ersten Begegnung mit dem gerühmten Heilpraktiker für Bioresonanz kein gutes Gefühl haben, verzichten Sie auf weitere Besuche. Ohne Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und dem Therapeuten läuft nichts! 

Differenzieren Sie

Viele alternative Therapeuten bieten eine bunte Mischung an Methoden an (Homöopathie, Bowen-Technik plus Pendeln …). Fragen Sie herum: In der Regel hat jeder Therapeut sein Spezialgebiet, für das er geschätzt wird.

simplify-Tipp: Beschränken Sie sich ohne schlechtes Gewissen auf die besondere Stärke eines Therapeuten. Wollen Sie Ihre Verdauungsbeschwerden homöopathisch behandeln lassen, dürfen Sie dankend ablehnen, dass zusätzlich Ihre Allergien mit dem Pendel ermittelt werden.

Erzählen Sie scheinbar Unwichtiges

Haben Sie eine Schwellung im Knie, interessiert es den Heilpraktiker auch, wo es sonst noch im Körper zwickt. Dadurch kommt er womöglich zu dem Schluss, dass es die hartnäckige Zahnwurzelentzündung ist, die Ihr Knie beeinträchtigt.

simplify-Tipp: Nutzen Sie den ganzheitlichen Ansatz. Schreiben Sie vor Ihrem Besuch alles auf, was Ihnen zu sich einfällt: Ihr derzeitiges Allgemeinbefinden, Ernährung, Beschwerden in anderen Körperteilen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, veränderte Lebensumstände.

Seien Sie pragmatisch

Prüfen Sie, ob die vorgeschlagene Therapie praktisch durchführbar ist. Schaffen Sie es, mehrmals pro Woche durch die halbe Stadt zu fahren? Wie gut können Sie sich in Bayern indisch ernähren?

simplify-Tipp: So mancher Therapeut glaubt, genau zu wissen, woran die Menschheit krankt („Zucker ist an allem schuld!“). Aber: Ein gesunder Mensch hält eine Menge aus. Lassen Sie sich keine Feindbilder einimpfen. Sonst wird aus einer heilsamen Therapie eine permanente Abwehrschlacht gegen potenzielle Krankmacher.

Lassen Sie sich ein

Auch alternative Methoden brauchen Zeit, um zu wirken. Hüpfen Sie nicht gleich zur nächsten, wenn Sie nach 1 bis 2 Behandlungen nicht den ersehnten Erfolg spüren („Ayurveda bringt nichts, ich versuch’s mit Bachblüten“).

simplify-Tipp: Halten Sie sich an die Ernährungs- und sonstigen Vorgaben des Therapeuten. Sollten Sie davon abgewichen sein, geben Sie das beim nächsten Mal ehrlich zu.

Spielen Sie mit offenen Karten

Auch wenn Ihr Arzt vielleicht die Nase rümpfen wird: Erzählen Sie, dass Sie wegen Ihrer Beschwerden auch zu einem TCM-Arzt oder einem Heilpraktiker gehen, was der meint und wie er Sie behandelt. Und umgekehrt. So mindern Sie das Risiko, dass die verschiedenen Therapien sich widersprechen, statt sich, wie gewünscht, zu ergänzen.

simplify-Tipp: Lassen Sie die Schulmedizin nie außen vor! Sammeln Sie die Befunde der behandelnden Ärzte, und nehmen Sie sie mit. Ein guter alternativer Therapeut ist auch an den Ergebnissen der „Apparatemedizin“ interessiert (Blutbild, Ultraschall, MRT etc.).

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