Verbale Kommunikation ohne schlechte Angewohnheiten

Verbale Kommunikation ohne schlechte Angewohnheiten

Wie können Sie schlechte GesprÀchsgewohnheiten abbauen?

Eine gefragte FÀhigkeit bei Feiern, Tagungen, GeschÀftsessen: sich mit Menschen zu unterhalten, die man kaum kennt. Wenn es mit der Konversation nicht klappt, liegt es nicht unbedingt an mangelnden Themen. Oft sind es schlechte Gewohnheiten, die den GesprÀchsfluss und die verbale Kommunikation behindern. Lesen Sie, wie Sie die abbauen.

Nicht vorgreifen

Schlechte Gewohnheit: SĂ€tze des anderen fortfĂŒhren. Die Versuchung ist besonders groß, wenn Ihr GegenĂŒber zögerlich spricht. Ihre ErgĂ€nzungen, vielleicht als Hilfe gedacht, signalisieren jedoch Ungeduld und können den anderen sogar verletzen. Denn nicht immer werden Sie die SĂ€tze im Sinne des anderen ergĂ€nzen.

simplify-Tipp: ZĂ€hlen Sie innerlich langsam bis 7, bevor Sie zum Sprechen ansetzen. Meist hat Ihr GegenĂŒber bis dahin seinen Satz beendet

Ausreden lassen

Schlechte Gewohnheit: anderen beim Reden mit eigenen Gedanken ins Wort fallen. Oft geschehen Unterbrechungen impulsiv und zeigen, dass Sie voll dabei sind. Dennoch wird Ihr GegenĂŒber Sie in der Regel als unhöflich empfinden.

simplify-Tipp: Machen Sie’s wie beim Autofahren, und fĂ€deln Sie sich nur mit EinverstĂ€ndnis des anderen ein. Nehmen Sie mit dem Redner Augenkontakt auf, und beobachten Sie seinen Gesichtsausdruck, wenn Sie zum Sprechen ansetzen. Schaut er irritiert und fĂ€hrt mit unvermindertem Tempo fort, ist das ein klares Zeichen: jetzt bitte nicht! Richten Sie Ihre Konzentration auf den anderen (und nicht auf Ihren eigenen Redewunsch), indem Sie sich bei seinen folgenden SĂ€tzen 3 Punkte merken. Die nehmen Sie als AnknĂŒpfungspunkte fĂŒr das, was Sie sagen möchten. Nickt der Redner dagegen und verlangsamt seinen Redefluss, winkt er Sie hinein: Sie dĂŒrfen loslegen.

FlĂŒssiger sprechen

Schlechte Gewohnheit: hĂ€ufig FĂŒllwörter verwenden. Es gibt kaum jemanden, der kleine Nachdenkpausen nicht gelegentlich mit „Àh“, „eh“, „Àhem“ etc. ĂŒberbrĂŒckt. Nehmen FĂŒllwörter jedoch ĂŒberhand, riskieren Sie, dass Ihr GegenĂŒber genervt abschaltet. Das gilt auch fĂŒr Phrasen wie: „an und fĂŒr sich“, „im Grunde genommen“, „in gewisser Weise“, „Raten Sie mal“, „Ich will mal so sagen“ oder „wissen Sie“.

simplify-Tipp: Sprechen Sie langsamer. Dadurch gewinnen Sie Zeit, ĂŒber Ihre nĂ€chsten Worte nachzudenken – und Ihr Bedarf an SprechpausenfĂŒllern sinkt. Bitten Sie eine vertraute Person, Ihnen im GesprĂ€ch ein Signal zu geben (z. B. warnender Zeigefinger), wenn Ihre hĂ€ufigste leere Phrase auftaucht. Damit wird Ihnen diese automatisch verleidet.

Harmonie herstellen

Schlechte Gewohnheit: im Voraus das relativieren, was Sie sagen möchten. „Vielleicht irre ich mich, aber 
“ etwa signalisiert, dass Sie nicht auf Konfrontation aus sind. Doch zugleich erwecken Sie den Eindruck, Sie hĂ€tten Angst, Ihren eigenen Standpunkt klar zu vertreten.

simplify-Tipp: Um Harmonie herzustellen, mĂŒssen Sie sich nicht inhaltlich anpassen. Genauso wirksam ist es, wenn Sie Ihr GesprĂ€chsverhalten in Einklang bringen. Wie laut spricht Ihr GegenĂŒber und wie schnell? Welcher körperliche Abstand behagt ihm? Wenn Sie hier auf den anderen eingehen, wecken Sie in ihm ein GefĂŒhl der Verbundenheit. Ersetzen Sie „Vielleicht irre ich mich“ z. B. durch „Ich persönlich habe den Eindruck“. Dadurch zeigen Sie Akzeptanz fĂŒr andere Standpunkte, ohne Ihren eigenen in Frage zu stellen. Selbstbewusstes Sprechen fĂ€llt leichter, wenn auch Ihre Körpersprache Selbstbewusstsein ausstrahlt: Setzen Sie sich aufrecht hin oder machen Sie einen kleinen Schritt nach vorne.

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