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Worüber Sie mit Ihrem Partner sprechen sollten


Wie viele Minuten Paare pro Tag miteinander reden, ist schon viele Male untersucht worden. Als ob es auf eine Zahl ankäme! Sie können 2 Stunden lang über die bevorstehende Woche reden – und dabei das Wesentliche ungesagt lassen. Sie können Ihrem Partner morgens einen einzigen Satz hinterherrufen, der ihn den ganzen Tag über begleitet und froh stimmt. Hier 5 Gesprächsanregungen für eine intensivere, glücklichere Partnerschaft:

„Warum ich dich liebe ...“

Natürlich ist es unergründlich, warum Sie ausgerechnet diesen Menschen lieben und mit ihm Ihr Leben teilen wollen. Trotzdem will Ihr Partner (zumindest gelegentlich) nicht nur hören, dass Sie ihn lieben, sondern auch, warum Sie das tun.

simplify-Rat: Sagen Sie Ihrem Partner, was Sie an ihm schätzen und anziehend finden. Das können körperliche Eigenschaften sein wie Statur oder Stimme, Charakterzüge wie Lebhaftigkeit oder Humor, persönliche Werte wie Toleranz oder Religiosität. Am intensivsten wirkt Ihr Liebesgeständnis, wenn Sie auf eine konkrete Situation Bezug nehmen: „Ich weiß schon, man sollte nicht vergleichen. Aber wenn ich in der U-Bahn andere Männer sehe, denke ich oft: Du schaust einfach am besten aus!“ Oder: „Ich liebe es, wie du mit den Kindern lachst.“

„Warum mich das so sehr aufregt ...“

Wenn Sie genervt oder verärgert sind, merkt Ihr Partner das mit Sicherheit. Aber weiß er auch, warum? Oft wird er nur die vordergründige Ursache kennen: Die Küche sieht unaufgeräumt aus. Er hat dem Junior nicht gesagt, wann der nach Hause kommen soll. Die gewählte Wanderroute war zu lang für Ihre Kondition.

simplify-Rat: Betreiben Sie zunächst Ursachenforschung bei sich selbst: Was ist das Problem am Küchenchaos? Dass Sie inmitten Ihrer Morgenhektik die festgeklebten Karottenschalen abkratzen mussten? Dass Sie sich unwohl fühlen, wenn nicht alles blitzeblank ist, weil in Ihrer Herkunftsfamilie Küchenhygiene großgeschrieben wurde? Dass Ihr Partner ein schlechtes Vorbild für Ihren Teenie abgibt? Dass Sie sich mit Ihrem Wunsch nach einer sauberen Küche missachtet fühlen? ... Nach so einer Überlegung können Sie Ihrem Partner klar sagen, worauf es Ihnen ankommt: „Für mich ist eine saubere Arbeitsfläche wichtig, weil ich morgens oft schnell mal etwas darauf ablege.“

„Warum ich jetzt schweige ...“

Der Rat klingt erst einmal paradox: Reden Sie über das Schweigen. Aber es gibt so viele Arten des Schweigens in einer Partnerschaft, dass dadurch häufig Missverständnisse entstehen. Es gibt das „Wir haben uns nicht mehr viel zu sagen“-Schweigen. Das „Ich hänge gerade meinen Gedanken nach“-Schweigen. Das „Es ist einfach gemütlich bei uns“- Schweigen. Das „Dieser Sternenhimmel überwältigt mich“-Schweigen. Das „Ich bin müde“-Schweigen. Das „Lass mich jetzt erst einmal in Ruhe“-Schweigen. Das „Ich bin beleidigt und will, dass du dich um mich kümmerst“-Schweigen. Das „Das ist mir recht“-Schweigen. Das „Darüber will ich nicht sprechen“- Schweigen. Das „Ich bin sprachlos“- Schweigen. Das „Bin aus der Puste“- Schweigen.

simplify-Rat: Lassen Sie Ihren Partner wissen, woran er ist. Wenn Sie Ihr fürchterliches Kopfweh erwähnen, wird er beim Abendessen nicht versuchen, Sie mit seinen üblichen Frotzeleien aus der Reserve zu locken. Stattdessen bekommen Sie vielleicht eine Schultermassage angeboten. Wenn Sie verärgert aus dem Zimmer rauschen, sollte Ihr Partner wissen, ob Sie jetzt tatsächlich lieber allein sind oder darauf warten, dass er eine Annäherung versucht. Möchten Sie andächtig das wunderbare Bergpanorama betrachten, legen Sie den Finger auf die Lippen und weisen mit einer großen Geste auf die Bergwelt hin. Sie müssen einen Vorschlag Ihres Partners erst überdenken? Damit er Ihr Schweigen nicht als Abblocken versteht, sagen Sie ihm, wann er mit Ihrer Antwort rechnen kann.

„Warum du längst nicht alles von mir weißt“

Langjährige Paare glauben oft, einander in- und auswendig zu kennen. Doch gerade dadurch nimmt das Wissen übereinander in Laufe der Zeit oft unbemerkt ab. Machen Sie rechtzeitig ein Update!

simplify-Rat: Lassen Sie Ihren Partner teilhaben an Ihrer Gedankenwelt, Ihren Gefühlen, Ihrer Entwicklung. Dazu müssen Sie nur ein wenig vom Alltäglichen weggehen. Erzählen Sie Ihrem Partner, wie sich im Lauf der letzten Jahre die Kultur in Ihrer Firma verändert hat. Lassen Sie Ihren Partner wissen, wie wichtig Ihnen nach dem Tod Ihrer Eltern die Geschwister geworden sind. Nehmen Sie die Frage „Nächsten Sonntag in die Kirche oder zum Wandern?“ zum Anlass, über den Wandel Ihres Glaubens zu sprechen.

„Warum ich den Rest meines Lebens mit dir verbringen möchte“

Zuversichtlich in die gemeinsame Zukunft zu blicken ist eine der schönsten Arten, eine Liebeserklärung zu machen.

simplify-Rat: Schmieden Sie miteinander Pläne, die über die nächsten Monate hinausreichen. Möchten Sie eine andere Art von Urlaub ausprobieren (Hotel statt Camping, in heimischen Landen statt im Ausland – oder umgekehrt)? Was möchten Sie beide unbedingt noch gemeinsam erleben? Wollen Sie noch einmal woanders wohnen? Welche Menschen in Ihrer Umgebung möchten Sie als Paar näher kennenlernen? Wenn Sie eine wachsende To-do-Liste mit großen Projekten haben (Dach ausbauen, Rasen neu ansäen, neue Küche, Verwandtschaftstreffen etc.), sollten Sie die einmal im Jahr miteinander besprechen, etwa nach Ihrem großen Urlaub (Erholeffekt!) oder am Jahresende. Und sich darüber freuen! Denn wer gemeinsame Pläne hat, hat eine gemeinsame Zukunft. Gehen Sie auch die unangenehmen Themen an, die mit dem Älterwerden zusammenhängen, aber jederzeit aktuell werden können: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament. Besprechen Sie intensiv, was sich jeder von Ihnen im Ernstfall wünscht. Dadurch bekräftigen Sie: „Auch in schweren Zeiten werde ich zu dir stehen!“

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