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Eheprobleme (7)


Gerade in einer langen Ehe kann es passieren, dass auch mal Probleme auftreten. Bewahren Sie die Ruhe, denn das ist völlig normal. Jedoch sollten Sie darauf achten, direkt anzusetzen und die Ursachen des Problerms zu bekämpfen, damit Sie und Ihr Partner schnell zu Ihrem gewohnten, harmonischen Umgang zurückkehren können. Halten Sie Ihre Ehe fit und schätzen Sie, was Sie am Anderen haben!

 

Eheprobleme: So halten Sie Ihre Ehe fit

 

 

Handeln Sie, bevor es zu spät ist

 

Stellen Sie sich vor, Sie hätten starke Halsschmerzen. Würden Sie 6 Jahre warten, bevor Sie zum Arzt gehen? Wohl kaum. So lange warten jedoch unglückliche Ehepaare, bevor sie bei  ernsten Eheproblemen professionelle Hilfe suchen -  und dann ist es meist zu spät. Der simplify-Rat des Eheberaters John Gottman aus Seattle lautet daher: Handeln Sie vorbeugend. Wie Sie Eheprobleme wirksam vermeiden, das steht hier:

 

Gefühls-Ökologie

 

Viele Ehepartner teilen sich ihre Gefühle in unausgewogener Weise mit: Entweder halten sie alle negativen Äußerungen zurück und spielen den Dauersonnenschein, oder sie beschränken sich aufs Kritisieren. Dabei kommt es auf die Mischung an. An Gottmans Institut wurde es genau erforscht: Ideal ist ein Verhältnis von 5 Teilen positive auf 1 Teil negative Emotionen. Es ist auf Dauer tödlich für jede Ehe, wenn Sie Ihren Ärger über den anderen hinunterschlucken. Sprechen Sie Konflikte offen aus. Das belebt die Erotik und stärkt den Zusammenhalt. Wichtig: Verlassen Sie sich bei solchen Gesprächen nicht auf Ihr Gefühl, sondern loben und bestärken Sie Ihren Partner bewusst.

 

Was wär' ich ohne dich?

 

Fällt es Ihnen schwer, positive Aspekte an Ihrer Ehe zu finden? Das ist nach vielen Jahren Zusammenleben ganz normal und keine echtes Eheproblem. Sie brauchen sich dafür nicht zu schämen. Sammeln Sie gemeinsam mit Ihrem Partner diejenigen guten Beiträge in Ihrem Leben, die Sie jeweils dem anderen verdanken. Stellen Sie sich vor, wie viel schwerer Ihr Leben ohne ihn/sie verlaufen wäre.

 

Die gute Kraft der Nostalgie

 

 

Sehen Sie sich alte Fotoalben an, und machen Sie sich klar, dass die dort festgehaltenen glücklichen Momente nur eine winzige Auswahl all Ihrer guten Augenblicke sind. Auch alte Liebesbriefe zu lesen kann helfen. Ihr Gedächtnis ist nie objektiv; es kann nach vielen Ehejahren umschalten auf „Unsere Ehe war nur Unglück". Das stimmt aber nie.

 

Fragen Sie nach Ausgleich

 

Wenn Sie sich über ein Detail an Ihrem Partner aufregen (er wäscht nie ab), dann stellen Sie in Gedanken ein gleichwertiges Detail aus Ihrer Positivsammlung daneben (er hat unsere Finanzen im Griff). Wenn Ihr Partner etwas verbockt hat, bieten Sie ihm eine Chance, es ohne Gesichtsverlust wieder gutzumachen.

 

Ärgern Sie sich in der Ich-Form

 

Üben Sie sich in der Kunst der sanften Konfrontation. Sagen Sie, was Sie stört, aber bleiben Sie beim Thema und bei Ihren Gefühlen. Kritisieren Sie Taten, nicht die Person. Vermeiden Sie Verallgemeinerungen und Abwertungen. Merkregel: Fangen Sie Ihre Sätze mit „Ich" an, dann wird daraus seltener ein Vorwurf als bei Sätzen, die mit „Du" beginnen. Beispiel: Wenn er einen Termin vergessen hat, sagen Sie „Ich bin jetzt sehr traurig darüber, dass ich da heute Abend allein hin muss" und nicht „Nie kümmerst du dich um meine Termine, weil du einfach ein sturer Egoist bist". Vorsicht auch vor Superpauschalierungen: Bei „ihr Frauen" wird Ihre Partnerin das immer als Angriff auf sich selbst verstehen.

 

 

Bitte sehr, bitte gleich

 

 

 

Wenn Sie sich über etwas ärgern, äußern Sie es liebevoll, aber sofort. Denken Sie sich dabei: „Ich sage dir das, weil ich dich liebe, und ich sage es dir so, dass meine Liebe noch spürbar bleibt." Sammeln Sie nicht „für später", um Ihren Partner dann mit all Ihrem aufgestauten Zorn der letzten Tage einzudecken und zu überfordern.

 

Bleiben Sie realistisch

 

Unterhalten Sie sich in einer harmonischen, Eheprobleme fernen Phase über das Thema: Wie gut ist unsere Ehe? Vergleichen Sie sie mit anderen, mit der Ihrer Eltern, Bekannten, vielleicht auch mit dem, was Sie aus der Zeitung über Promi-Ehen wissen. Sie werden feststellen: So übel ist unsere gar nicht. Es kann ja nicht jeder eine preisgekrönte Musterehe führen. Beglückwünschen Sie sich, dass Sie sich gefunden haben. Begraben Sie Fantasien, dass das Gras woanders vielleicht noch grüner sei.

 

Pflegen Sie die Höflichkeit

 

 

Verzichten Sie grundsätzlich auf Schimpfwörter, sarkastischen Humor, möglichst auch auf Ironie. Humor an sich ist gut, aber denken Sie daran: Das gesündeste Lachen ist das Lachen über sich selbst. Machen Sie Ihre Witze so, dass Sie sich selbst miteinbeziehen. Damit lassen sich heikle Situationen am ehesten entschärfen, vor allem dann, wenn Ihr Partner Ihre Worte gern auf die Goldwaage legt.

 

Eheprobleme lösen

 

 

Das werden vor allem Männer lieben!

 

„Liebling, wir müssen reden.“ Wenn eine Frau das sagt, bringt das den Mann meist in Alarmstellung. Die US-Psychotherapeuten Patricia Love und Steven Stosny haben diesen Sachverhalt erforscht und sind zu einem erstaunlichen Resultat gekommen: Mehr miteinander zu reden, ist nur selten ein guter Rat, wenn man Eheprobleme lösen möchte

 

Der gar nicht so kleine Unterschied

 

Wird ein Mann durch die Kritik seiner Frau beschämt, produziert sein Körper spontan große Mengen Cortisol – ein Stresshormon mit einer eindeutigen Wirkung: Man fühlt sich schrecklich unwohl, hat Herzklopfen, Schweißausbrüche, Bauchweh. Kritisiert umgekehrt ein Mann seine Frau, bleibt sie vergleichsweise ruhig, denn Cortisol wird bei ihr in dieser Situation nicht ausgeschüttet.

Der weibliche Körper-Seele-Apparat reagiert dagegen mit einer Cortisol-Flut, wenn der Mann sie anschreit, sie ignoriert, sie mit Worten verletzt oder ihr Angst macht. Umgekehrt lassen Drohungen der Frau den Mann hormonell kalt. Selbst wenn sie ihn körperlich bedroht, würde sein Körper dabei vermutlich nicht so viel Cortisol produzieren wie bei ihrem Vorwurf „Du hattest doch versprochen, die Wäsche abzuholen, und hast es wieder vergessen.“

 

Sie hat Angst, er schämt sich

 

Der Grund für diesen (in einer Studie klar nachgewiesenen) Unterschied vermuten Love und Stosny in frühkindlichen Verhaltensmustern: Männliche Babys sehen sich um, wenn sie Angst haben, und bereiten sich auf Flucht oder Kampf vor.Weibliche Kleinkinder dagegen suchen in Gefahr vor allem Augenkontakt. Daher fürchten Frauen später vor allem, allein gelassen zu werden (Angst); Männer fürchten sich davor, dass ein anderer ihre Unsicherheit bemerkt (Scham). Bei beiden kann der unangenehme Cortisol-Rausch viele Stunden andauern und zu finstersten Gedanken führen.

 

 

Die Lösung heißt: Verbindung

 

 

Das gemeinsame Gegenmittel für die bei Mann und Frau so verschiedenen Stressauslöser heißt: Kontakt. Denn sowohl Angst als auch Scham beruhen auf der existenziellen Sorge, allein gelassen zu werden. „Wir müssen reden“ ist dabei keine Lösung, denn ein Mann beginnt ein Gespräch über ein heikles Thema nicht, wenn er ahnt, dass seine Frau genervt die Augen verdrehen wird. Und eine Frau geht einer Unterhaltung aus dem Weg, wenn sie mit einer aggressiven, ablehnenden oder völlig desinteressierten Reaktion ihres Mannes rechnen muss.

Also: Schaffen Sie Kontakt, bevor Sie reden und konkrete Eheprobleme lösen wollen. Berühren Sie sich, kuscheln Sie sich aneinander, geben Sie sich einen Kuss oder tun sie etwas gemeinsam. Beide sollten das Gefühl größtmöglicher Geborgenheit und Sicherheit haben – er wird nicht bloßgestellt, sie wird nicht missachtet oder bedroht. Stosnys Merkregel: „Hören Sie auf, eine Verbindung mit Worten erreichen zu wollen. Lassen Sie stattdessen Ihre Worte aus der Verbindung entstehen.“ Der interessante Nebeneffekt: Sind Mann und Frau gut und ohne Worte miteinander verbunden, möchten Männer in der Regel mehr reden und Frauen weniger, und beide treffen sich irgendwo in der Mitte.

 

 

Verbinden und vertauschen

 

 

Wenn Sie sich umarmen, küssen oder berühren, probieren Sie es mit folgender Übung: Stellen Sie sich vor, Sie tauschen Ihre Körper. Für Patricia Love war ein solches Erlebnis die Initialzündung für ihr Forschungsprojekt. Eines Nachmittags lag sie mit ihrem Mann nach dem Duschen im Bett und war gespannt, ob er die Initiative zum Sex ergreifen würde. Da fühlte sie sich in ihn hinein und verstand seine fürchterliche Situation: Nicht die leiseste Ahnung zu haben, ob sie ihn ablehnen oder akzeptieren würde. Diese Erfahrung änderte ihr Leben und führte sie zu der Einsicht: Die Fähigkeit, sich in den anderen Partner hineinzuversetzen und dann so zu handeln, dass er weder beschämt, verunsichert, verängstigt oder ignoriert wird – das ist wichtiger als Liebe.

 

 

Was Liebe ist

 

 

Stosny nennt Liebe „Sehen mit 4 Augen“, also immer die Sicht des anderen mitbedenken. Eine schwierige Kunst – denn sobald Sie voller Scham, zornig oder ängstlich sind, ziehen Sie sich in sich selbst zurück. Damit verlieren Sie genau das, wonach Sie sich am bittersten sehnen: die Verbindung mit dem geliebten Partner. Love und Stosny raten daher zu einer aktiven Liebe. Das bedeutet biologisch ausgedrückt: Behandeln Sie Ihren Partner so, dass er kein Stresshormon produzieren muss.

Liebe bedeutet damit für eine Frau: Ersparen Sie Ihrem Mann peinliche Situationen. Sagen Sie ihm, dass Sie gut finden, was er macht. Sagen Sie es ihm etwa 3-mal so oft, wie Sie denken, dass es nötig ist. Keine Sorge – damit verhätscheln Sie ihn nicht, sondern stärken Ihre Beziehung. Bemühen Sie sich um Sachlichkeit, emotional sind Sie von allein. Liebe bedeutet für einen Mann: Ersparen Sie Ihrer Frau emotionale Unsicherheit. Sagen Sie ihr, dass Sie sie lieben. Sagen Sie es ihr etwa 3-mal so oft, wie Sie denken, dass es nötig ist. Keine Sorge – damit verhätscheln Sie sie nicht, sondern stärken Ihre Beziehung. Bemühen Sie sich um Gefühle, sachlich sind Sie von allein.

 

 

Entwickeln Sie ein Notprogramm

 

 

 

Vereinbaren Sie eine Geste oder ein Signal, mit dem Sie sich vor den Stress auslösenden Reaktionen Ihres Partners schützen können. Umarmen Sie den anderen oder legen Sie beide Finger auf Ihren Mund. So ein Zeichen bewährt sich vor allem in der Phase vor einer Krise. Die Chance für die Frau: Sie macht nicht spontan ihrer Wut Luft, sondern erkennt die gute Absicht im Herzen ihres Mannes. Die Chance für den Mann: Er rennt nicht fort, sondern hört seiner Frau zu, wenn er weiß, dass sie ihn nicht bloßstellt, sondern bei den Fakten bleibt.

Wer mehr darüber lesen möchte, weniger zu reden: 

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