simplify steht für einen einfachen Weg zu einem bewussten und erfüllten Leben in einer komplexen Welt.

Aufpassen: Verliebte Böcke!


Vor kurzem saßen wir zu mehreren Personen im Auto und versuchten wegen der vielen Unfall- und Staumeldungen einen „guten“ Weg nach Hause zu finden. So kam es, dass einer von einem heftigen Unfallerlebnis erzählte. Als er am Ende war, fragte ich: „Warum ist der Unfall überhaupt passiert?“

„Es war ein Reh!“, antwortete er. Die Fahrerin war ausgewichen und hatte dadurch die Karambolage, in die mehrere PKW und LKW verwickelt waren, ausgelöst. Ich selbst hatte schon von mehreren Wild-Unfällen gehört, die schwere Schäden verursacht hatten.

Deshalb habe ich heute für euch mal wieder eine Meldung der Deutschen Wildtier Stiftung. Denn aktuell machen betörte Böcke den Verkehr unsicher.

„Die Rehbrunft beginnt in den nächsten Tagen. Bis Mitte August können immer wieder liebestolle Ricken und Böcke die Straßen kreuzen. Autofahrer müssen deshalb vor allem in der Dämmerung, aber auch tagsüber mit völlig unvermuteten Begegnungen rechnen“, sagt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. ?

Es sind die Hormone,

... die die Tiere so verrückt machen. Die weiblichen Rehe sondern ein Sekret mit Botenstoffen ab, das wie ein Aphrodisiakum auf die Böcke wirkt. Dieses „Reh-Parfüm“ wird in den Duftdrüsen produziert, diesen Sexuallockstoffen kann sich kein Bock entziehen…?Zusätzlich lockt die Ricke ihre Verehrer mit Fiep-Lauten und signalisiert so, dass sie paarungsbereit ist.

Eine Ricke will erobert werden

Hat ein männliches Reh die Witterung seiner „Herzensdame“ aufgenommen, folgt er ihr in einem großen Abstand ungeduldig kilometerweit über Wiesen, Felder – und auf die Straße. Aber erst wenn die Ricke entschieden stehenbleibt, ist sie paarungsbereit. ?Mehr als 200 000 Rehe verenden im Straßenverkehr, weil Autofahrer nicht schnell genug bremsen können. Die Dunkelziffer ist hoch – denn nicht jeder Wildunfall wird angezeigt.

Häufig reißen Autofahrer instinktiv das Lenkrad herum, sobald ein Reh auf die Straße springt. Das ist besonders gefährlich, denn so geraten die Fahrer leicht in den Gegenverkehr oder prallen an einen Baum oder die Leitplanke. Besser ist es, kontrolliert abzubremsen, die Scheinwerfer abzublenden und zu hupen. „Dann kann das Tier das Weite suchen. Auch die nächsten 200 Meter sollten Autofahrer aufpassen: Denn es ist nicht sicher, ob nicht noch ein zweiter Bock hinterherrennt – auch bei Rehwild ist die Konkurrenz groß“, rät Kinser.