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Aufräumen mit Erdbeeren


Am Wochenende hatte ich sturmfreie Bude. Diese Gelegenheit wurde von mir sehnsüchtig erwartet, denn ich wollte endlich mal wieder irgendwo aufräumen und Ordnung schaffen. Durch mein Umzug ist vieles noch nicht an seinem Platz, auch Kartons mit unbeliebten Überresten stehen hier und da herum.

Dann war es soweit, ich war bereit. Nun galt es, die folgende Frage zu klären: Wo räume ich auf? Im Büro? Nein. In der Abstellkammer? Nein. In der Küche? Nein. Seltsamerweise entschied ich mich für einen Bereich des Hauses, den ich am allerwenigsten nutze: den Keller. So stand ich dann bei schönstem Sommerwetter im Untergeschoss, um klar Schiff zu machen. Ich muss sagen, das war eine gute Wahl. Ich kam jedenfalls hitzebedingt nicht ins Schwitzen.

Gehalten habe ich mich beim Aufräumen an folgende Regel: Was ich in die Hand nehme, verräume ich sofort. Mülltonnen und Aufbewahrungsmöglichkeiten hatte ich mir vor Beginn gleich bereitgestellt. So sauste ich dann erst einmal von A nach B und wieder zurück, dann nach C und so weiter. Nach und nach klärte sich das Bild im Keller. Erst war die linke Seite dran, zum Schluss die rechte. Naturgemäß ist unser Keller zugleich auch Werkstatt, und es fallen eine Menge Schrauben und sonstige Utensilien an, mit denen man sich im Alltag bei diversen Innen- und Außenarbeiten behilft.

Beim Einsammeln meiner Aufbewahrungsmöglichkeiten war ich zufällig ein paar Papierboxen begegnet, in denen ich meine 5 Kilogramm Erdbeeren von neulich transportiert hatte. Wohlweislich nahm ich sie mit in den Keller. Ein guter Schachzug, wie sich beim Einsammeln aller loser Schrauben und Winkel herausstellte: Diese biologisch abbaubaren 500-g-Boxen eignen sich hervorragend für allerlei Kleinkram. 5 Boxen nebeneinander im Regal sehen adrett aus – und ordentlich ist es allemal. Ich bin jetzt noch begeistert von meiner Verwertungsidee ...

Eine weitere Regel, die ich berücksichtigt habe: möglichst viel aufzuhängen. Das Aufhängen ist einfach eine geniale Sache! Aus allen Nägeln, Dübeln und seltsamen Dingen an Wand und Decke habe ich einen Aufbewahrungsort für Hammer, Zangen, Schraubzwingen, Scheren und ähnliches gemacht. Mit einem Blick lässt sich nun alles erfassen, und der Keller ist kaum wiederzuerkennen. Der Gesamtaufwand für ca. 30 Quadratmeter betrug: 3,5 Stunden.

Nun warte ich auf die nächste Gelegenheit zum Aufräumen – es gibt noch genügend Papier-Boxen mit Obstmotiv ...