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Das sich selbst reinigende Etwas


„Du kochst aber selten, was?“, sagte neulich eine Bekannte zu mir, als sie den Backofen öffnete. Sie war mir in der Küche behilflich. Ich war etwas irritiert. „Wie kommst du darauf?“ Sie deutete auf das Innere des Backofens: „Der sieht so sauber aus.“

Tja, der Trick ist ein Backofen, der sich selbst reinigt, mit Pyrolyse. Das ist wirklich eine feine Sache: Backofentür schließen, einschalten. Der Heizkörper oben an der Decke heizt das Innere auf 500 Grad Celsius auf – sämtliche Rückstände von irgendwelchen Backaktionen lösen sich sprichwörtlich in Luft auf und werden von einem Katalysator gefiltert. Was zurückbleibt, ist ein dünner Schleier Asche, den ich einfach abwischen kann, wenn der 2-stündige Pyrolysevorgang abgeschlossen und der Backofen wieder abgekühlt ist.

Kein Backofenspray ist mehr nötig, kein Schrubben oder Experimentieren. Echt simplify – einmal abgesehen von dem Energieverbrauch, der sich reduzieren lässt, wenn ich die Pyrolyse nach einem Backvorgang starte.

Es gibt übrigens noch eine Menge anderer Dinge, die auf verschiedene Weise selbstreinigend sind: Fassadenfarbe und Dachziegeln, Glas, Textilien, PC-Tastaturen und sogar Katzentoiletten, wie ich herausgefunden habe. Ob es bei diesen allerdings so „sauber“ funktioniert wie bei meinem Backofen, bezweifle ich ...