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Die kommen mir gleich in die Tüte!


Was wäre ein Leben auf dem Dorf ohne ein Schwätzchen mit dem Nachbarn oder der Frau, die ums Eck wohnt? Man tauscht sich eben über dies oder das aus. Seien es Hühnerkrankheiten, der beste Pflanzabstand für die Erdbeeren oder die diesjährige Apfelernte. Einen Tipp bekam ich neulich von einem der Dorfältesten, der jedes Jahr massenweise Kiwi erntet. „Die stecke ich mit ein paar Äpfeln zusammen in eine Plastiktüte. Nach zwei Tagen sind sie reif!“

Ich kenne eigentlich eher die umgekehrte Regel: Lege niemals Kiwi zusammen mit Äpfeln in einen Obstkorb! Die Äpfel geben beim Nachreifen Ethylen ab, das empfindliche Obst- und Gemüsesorten schneller ungenießbar machen kann. Doch dieses Gas kann man sich eben auch zunutze machen, wenn man z. B. harte Kiwis oder eine Mango eingekauft hat: Ab in die Plastiktüte mit reifen Äpfeln und los geht’s!

Nachdem es vor ein paar Tagen im Supermarkt günstige Kiwis gab, die jedoch hart wie Holz waren, machte ich die Probe aufs Exempel. Nach zwei Tagen befreite ich sie aus der Gaswolke der miteingetüteten Äpfel. Und siehe da: Die Kiwis waren noch schön fest, gaben aber leicht nach, waren auslöffelbar und wohlschmeckend! Test bestanden, es funktioniert!

Darüber bin ich sehr froh, denn ich habe schon sehr oft Kiwis gekauft, die sich als ungenießbar entpuppten, weil sie hart und sauer waren. Nach tagelanger Lagerzeit wurden sie zwar schrumpelig, es war aber immer noch keine Freude sie zu essen. Ich vermute, es kommt für ein gutes Ergebnis auf die Zeit in der Tüte an. Zu lange gemeinsam mit den Äpfeln ist vermutlich kontraproduktiv. Wohl bekomm's!