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Ein herzlicher Start in den Arbeitstag


Spielplatzgespräche unter Müttern (manchmal auch Vätern) sind oft sehr interessant. Vor einigen Wochen erboste sich eine Mutter darüber, dass Schlecker-Mitarbeiterinnen im Schnellverfahren zu Erzieherinnen ausgebildet werden sollen. Sofort gab es eine rege Diskussion. Man kann sich denken, in welche Richtung diese ging. Denn die beteiligten Mütter haben alle Kinder im Kindergartenalter ...

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Am Samstag hörte ich dann im Südwestrundfunk einen Beitrag zum nächsten Thema dieser Art: Langzeitarbeitslose werden zu Erzieherinnen und Erziehern ausgebildet. Natürlich könne man nicht einfach so irgendjemanden auf Kinder loslassen. Zum Erziehen gehöre schon mehr dazu als nur spielen. Es beruhigte mich, das zu hören.

Schließlich gab es ein Interview mit einem „Umschüler“. Ein Mann, 43, ehemaliger Kreativ-Direktor einer Werbeagentur, mehrfacher Vater. Vor einigen Jahren ging seine Firma den Bach runter, er verlor den Job und war lange arbeitslos. Vor drei Jahren hat er bei der "Frankfurter Werkstatt" eine geförderte Umschulung zum Erzieher absolviert.

„Gut“, dachte ich, „das ist sicher nicht das repräsentativste Beispiel.“ Doch ich hörte interessiert zu, was er zu erzählen hatte. Eine Aussage hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. So sehr, dass ich sie am Wochenende gleich mehrfach weitererzählt habe. Dieser Erzieher, der früher 60-70 Stunden in der Werbebranche geleistet hat, sagte: „Ich habe es nie erlebt, dass in der Agentur morgens 10 Mann ankommen und mich erstmal drücken wollen ‚Hallo Christian!’ Und das habe ich eigentlich jeden Morgen im Kindergarten.“

Wer den kompletten Beitrag von SWR1 Arbeitsplatz vom 14.7. hören will, hier der Link.