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Eine kranke Lunge – auch ohne blauen Dunst


Rauchen verursacht Krebs. Rauchen kann tödlich sein. Diese Warnungen kennen wir, besonders diejenigen, die regelmäßig zu Zigarette & Co. greifen. Die erste Verbindung, die man gemeinhin herstellt, ist die zu Lungenkrebs. Da überrascht es umso mehr, wenn man von Menschen hört, die an dieser Krebsart erkranken, ohne jemals oder regelmäßig eine Zigarette zwischen den Lippen gehabt zu haben.

Der Vater eines Bekannten starb daran. Bis zur Entdeckung seiner Krankheit hatte er nie geraucht, dann fing er damit an. Nach dem Motto „Wenn ich jetzt schon Lungenkrebs habe und mein Leben den Bach runtergeht, kann ich auch rauchen!“ Ich hatte mich damals gerade intensiver mit gesundem Wohnen beschäftigt. In diesem Zusammenhang lernte ich auch etwas über die Gefahren, die unter der Erde lauern können. Ich riet meinem Bekannten, sein Elternhaus untersuchen zu lassen. Inzwischen bewohnte er es zusammen mit seiner Mutter, die ständig unter Lungenentzündungen litt.

Meine Vermutung: Der Boden, auf dem das Haus steht, ist mit Radon belastet. Dieses radioaktive Edelgas soll jährlich fast 2.000 Todesfälle durch Lungenkrebs verursachen. Radon tritt auf natürliche Weise aus dem Erdreich aus. Vor allem Mittelgebirge wie der Harz oder das Erzgebirge gelten als besonders belastet. Radon stelle nach dem Zigarettenkonsum die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs dar, sagte Professor Klaus Schmid, Umweltmediziner der Universität Erlangen, gegenüber der „Apotheken Umschau“. Gefährliche Belastungen kommen nicht im Freien, wohl aber in geschlossenen und erdbodennahen Räumen vor. Wer wissen möchte, ob sein Haus betroffen ist, kann die Strahlung messen lassen. Oft reichen einfache Maßnahmen, wie etwa regelmäßiges Lüften schon, um die Gefahr zu reduzieren. Bei hohen Belastungen können aber auch umfangreiche Sanierungen sinnvoll sein.

Ob mein Bekannter sein Haus hat untersuchen lassen, weiß ich nicht. Er hielt damals nicht besonders viel von „gesundem Wohnen“ ...