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Glückszutat acht: Das Vergeben


Die Essenz dieses Kapitels von Adam Jackson ist: Wer nicht vergeben kann, wird niemals wahres Glück erfahren. Denn Hass und Groll werden uns stets begleiten – und schaden! Jede Verbitterung, die wir in uns zulassen, sei sie gegen uns selbst gerichtet oder eine andere Person, geht langfristig auf Kosten unserer Gesundheit.

Ich kenne einige Menschen, die verbittert sind, weil sie die Schuld für ihre Lebenssituation in einer anderen Person oder in einem Erlebnis sehen. Ich weiß nicht einmal, ob ich selbst wirklich frei von kleinem Groll bin. Jackson rät, wie die Sioux-Indianer, zwei Wochen lang in den Mokassins des vermeintlich Schuldigen herumzulaufen. Diese Mühe machen wir uns oft nicht, weil uns unsere eigene Position so viel wichtiger erscheint.

Und wie steht es mit dem Vergeben gegenüber uns selbst? Wie oft beschimpfen wir uns oder fällen ein schlechtes Urteil!? Was sagen wir innerlich zu uns, wenn etwas schief gelaufen ist? Auch das gehört zum Glücklichsein: sich selbst vergeben zu können!

In meinem Seminar, das ich regelmäßig besuche, haben wir gelernt, ein Bedauer-Tagebuch zu führen. Dort tragen wir alles ein, was wir bedauern. Es ist kein Jammer-Tagebuch. Nein. Indem wir Fehler bedauern, übernehmen wir Verantwortung dafür: „Ich bedaure, dass ich die Weihnachtspost dieses Jahr so spät losgeschickt habe.“ Aber wir beschimpfen uns nicht, wir hassen uns nicht dafür. Wir bedauern ganz einfach. Und wenn wir das oft genug tun, wird sich etwas verändern – in uns selbst!