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Kellerschätze


Mitte der Woche war es so weit: Ich habe meinen Keller ausgemistet. Dabei drang ich zwar nur in etwa bis zur Hälfte vor, aber immerhin! Nun kann ich darin Walzer tanzen, ohne mir ein Bein zu brechen. Ich bin eine riesengroße Tüte Müll losgeworden und aktuell auch schon einen Kinderwagen. 5 weitere Dinge habe ich als Kleinanzeigen ins Internet gestellt. Und meine Nachbarin, der ich von meiner Aktion erzählt habe, meldete schon Interesse an diversen Regalen und Schränken an.

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Seit dem Frühjahr schob ich dieses Projekt schon vor mir her! Ein Glück, dass sich ein schöner Nachmittag dafür fand! Ich bin immer wieder erstaunt, wie ich mich Schicht für Schicht aufs Wesentliche reduziere. Etwa einmal im Jahr steht bei mir „Keller ausmisten“ an – und jedes Mal trenne ich mich von Dingen, und andere lasse ich da, wo sie sind. Beim erneuten Ausmisten nehme ich genau diese anderen Dinge wieder in die Hand – trenne mich von einem Teil und belasse den Rest. So geht das immer weiter, bis am Ende wirklich nur noch eine Essenz dessen da ist, was mir einmal unglaublich wichtig erschien. Damit lässt es sich gut leben, meine ich. Was vorher in eine große Umzugskiste passte, ist nun in einer kleinen Schmuckdose zu Hause, um es einmal symbolisch auszudrücken.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich dann damit, meine Schätze zu sichten, die ich beim Aufräumen gefunden habe: alte Geschichten und Szenen aus meinem Leben, die ich im Laufe der Zeit zusammengetragen hatte. Sehr amüsant, kann ich dazu nur sagen! Und dann fiel mit ein Deckblatt in die Hände, das ich einmal für einen Schreibwettbewerb angefertigt hatte. Oben standen Name und Adresse von mir, darunter der Titel meines Beitrags, und ganz unten hatte ich unter der Überschrift „Mein Traum“ geschrieben: „Eines Tages bei einer tollen Zeitschrift als Journalistin angestellt zu sein und über die Menschen, die Liebe und das Leben zu schreiben.“

Ach ja, Träume sind schon zu etwas gut ...!