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Kleiner Stern - ganz groß


Wie im vergangenen Jahr gibt es auch 2012 wieder ein Weihnachtsgedicht, das ich für euch ausgewählt habe. Es stammt von einem Autor, den ich persönlich kenne und sehr schätze. Damit verabschiede ich mich erst einmal in meinen Weihnachtsurlaub. Am 31. Dezember nehmen meine Hände die Tastatur-Bedien-Funktion wieder auf!

Euch wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und bis dahin eine gute Zeit!

Eure Dunja

 

Der Mond und der kleine Stern

Mond und Sterne lebten
in trauter Harmonie.

Sie grüßten sich, sie tratschten
munter, ja, sie stritten sich nie.

Doch eines Tages kam
ein Sternlein ganz klein,

es strahlte und glänzte, funkelte
gar prächtig, gar fein.

„Kleiner, was willst du hier?“,
fragte der Mond mies gelaunt.

Hatt’ doch das Sternlein
ihm glatt die Show geklaut!

„Bin auf der Reise“,
sagte das Sternlein,

„werd’ gleich wieder geh’n.
Bin auf dem Weg nach Bethlehem.“

„Nur gut“, dacht’ der Mond,
„dort kann er ruhig scheinen.

Hauptsache er ist weg und
ich herrsch’ hier alleine.“

Das Kind in der Krippe
lächelte und dacht’ sich das Seine.

Lieber, alter Mond,
strahl’ du für die Welt!
Mir genügt der Kleine.

Martin G. J. Mahl, aus: „Der bunte Schal“, www.baikate.de