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Kommt ihr mit auf Schatzsuche?


Schatzsuche war schon immer beliebt, ob in der realen Welt, in der Literatur oder im Spiel. Es ist einfach reizvoll nach etwas zu suchen, das man noch nicht kennt, von dem man sich aber viel verspricht. Der Erfolg des Geocachings, der elektronischen Schatzsuche mithilfe von geografischen Koordinaten, zeigt uns, dass das Thema an Aktualität nicht verliert!

„Schätze finden“, ist auch die thematische Klammer für die September-Ausgabe von sinn.ich, dem Impulsbrief für Glücksmomente, Auszeiten und inneres Wachstum. Auf Seite 5 schicken die beiden Chefredakteurinnen ihre Leser auf Goldsuche. Amüsiert habe ich ihre Empfehlung gelesen, denn vor wenigen Wochen habe ich selbst Gold gewaschen. Meine Ausbeute: ein kleines Röhrchen voller Katzengold.

Ich gebe zu: Der Veranstalter lockt mit diesem Angebot hauptsächlich Kinder an, sodass es ein Leichtes ist, im feinen Sand des Baches ein glitzerndes Goldstück bzw. gleich mehrere zu entdecken. Das entspricht nicht ganz der symbolischen Botschaft, die sinn.ich mit auf den Weg geben will: im sandfarbenen Einerlei das Kleine, Besondere zu entdecken.

Doch an dem Tag, an dem wir Gold suchten, durften wir nebenan auch nach Halbedelsteinen und Mineralien buddeln. Und das machte selbst mir, der Erwachsenen, großen Spaß! Es war genau so, wie in sinn.ich beschrieben: In einer dicken Schicht aus Erde, Sand und Steinen gruben wir mit Werkzeugen nach etwas, das anders aussah. Nach etwas Wertvollem. Oft kam es vor, dass ich einen Halbedelstein achtlos auf die Seite schubste, weil ich ihn nicht gleich als solchen erkennen konnte. Eine leichte Staubschicht hatte ihn und seinen Glanz eingehüllt.  

Man musste also genau hinschauen, um die zitronenkerngroßen Edelsteine wahrzunehmen. Gerade wenn sie rötlich, bräunlich oder transparent waren, konnte man sie kaum von normalen Steinchen unterscheiden. So suchten wir im großen Einerlei nach dem, was auffallend bunt oder schön glänzte. Ich glaube, ich hätte das den ganzen Tag machen können. Meiner Tochter ging es genauso.

Als wir wieder zu Hause waren, fiel mein Blick auf ein kleines Gläschen voller Halbedelsteine, das meine Tochter einmal geschenkt bekommen hatte. Die Steine unterscheiden sich in keiner Weise von denen, die wir selbst ausgegraben haben. Doch sie sind nicht einmal halb so interessant!

Diese Erkenntnis war für mich sehr bedeutsam. Die Schätze, nach denen wir selbst gesucht haben, sind offenbar viel wertvoller für uns. Wir hüten sie gut und behalten sie in Erinnerung.

Dann mal los: Geht auf Schatzsuche! Diese muss nicht immer draußen stattfinden. Ich bin sicher, auch in euch selbst lohnt es sich das Besondere aufzuspüren!