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Nichtstun als Berufung


Irgendwie komme ich gerade vom Thema Tod und Bestattungen nicht los, so scheint es. Denn heute will ich euch auf eine Geschichte hinstupsen, die ich vor einigen Jahren zum ersten Mal hörte. Ein Geschäftsführer las sie auf einem Manager-Treffen vor – und ich fand die Wendung darin irgendwie genial. Vorgestern kam mir die Kurzgeschichte wieder in den Sinn, als ich über den Tod und den Trauerbegleiter Fritz Roth recherchierte.

Dabei geht es in dieser Geschichte darum, dass der Ich-Erzähler den für ihn richtigen Beruf findet: einen Job, bei dem er nichts tun muss, für den seine Nachdenklichkeit bestens geeignet ist und bei dem sein Gesicht und seine Statur hervorragend zur Geltung kommen.

In meinem Freundeskreis gibt es – ich schrieb neulich schon darüber – erstaunlich viele Freundinnen, die nicht wissen, welchen Beruf sie ausüben sollen oder welches ihre Berufung ist. Irgendwie hoffen alle auf eine solche Wendung, wie sie in der Geschichte „Es wird etwas geschehen“ des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll so herrlich übertrieben dargestellt wird. Klingt einfach, nicht?