simplify steht für einen einfachen Weg zu einem bewussten und erfüllten Leben in einer komplexen Welt.

Nüsse satt


Am Samstag stand meine Nachbarin vor der Tür. Ob ich ein paar Walnüsse haben wollte, fragte sie mich. In ihrem Garten steht ein riesiger Nussbaum, und sie kommt mit dem Einsammeln kaum hinterher. Ich dachte an eine kleine Handvoll Nüsse und sagte spontan „Ja“. „Gut, dann sammeln wir heute und morgen nichts ein.“ Da musste ich doch noch mal nachfragen, um welche Menge es hier gehen sollte. „Einen Eimer oder zwei gibt es bestimmt!“

Ich war platt. Was mache ich mit so vielen Nüssen? Kuchen backe ich selten, Plätzchen ein paar zu Weihnachten und auch sonst stehen Walnüsse kaum auf unserem Speiseplan. Doch ich hatte „Ja“ gesagt, und so sammelten wir am Sonntag einen ganzen Korb voller Nüsse ein. Seither esse ich natürlich ein paar am Tag, denn ich mag die frischen Walnüsse lieber als die getrockneten.

Gestern Morgen stellte ich mir dann die Frage, was man mit den Nüssen so alles machen könnte. Wir haben mit dem Kindergarten einmal unsere Nuss-Sammlung zur Öl-Mühle gebracht und feines Walnuss-Öl daraus pressen lassen. Das war köstlich und hat mich zur eingefleischten Walnuss-Öl-Verwenderin werden lassen. Doch dafür reichen meine Nüsse nicht.

Nuss-Likör wäre eine weitere Möglichkeit, oder „Marzipan“ daraus herstellen. Kuchenbacken sowieso. Was auch gut funktioniert: Fürs Pesto Walnüsse anstatt Pinienkerne benutzen! Klein gehackte Nüsse zum Müsli oder Salat geben. Jetzt bin ich auch persönlich schon am Ende mit meinen Möglichkeiten ... Das beste ist wohl: trocknen, knacken und einfrieren – oder über die kommenden Wochen einfach aufessen. Denn Walnüsse sind ziemlich gesunde Baumfrüchte!