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simplify mitgemacht: 50 Euro in bar


Alles in bar zu bezahlen: Diese Aufgabe ist mir selbst unwahrscheinlich schwer gefallen. Es fing gleich am Dienstag an. Ich wollte eben mal schnell noch eine Zutat fürs Mittagessen besorgen – und merkte dann beim Betreten des Supermarktes, dass ich kein Bargeld im Geldbeutel hatte. Das fing ja gut an! Ich zahlte mit Karte ...

Überhaupt habe ich zurzeit so viele Sonderausgaben, dass es mir unmöglich erschien, vorher die passenden Beträge in bar abzuheben. Mit Karte ist es ja so viel bequemer! Trotzdem: Ich habe die Aufgabe gestellt und zumindest versucht, mich daran zu halten. Am zweiten Tag waren die 50 Euro mit einem Einkauf ausgegeben.

Und auch sonst kamen meine Geldscheine erstaunlich schnell unter die Leute: einige Geburtstagskinder bekamen ein Geschenk, ein Bekannter hatte sein Geld vergessen und ich übernahm sein Mittagessen, die Berliner beim Bäcker hatten mich so angelacht, meine neuen Visitenkarten waren abholbereit und ein paar Lebensmittel musste ich auch noch besorgen. Der ganz normale Alltag. Und ich stellte fest: Fürs Gemüt ist es manchmal ganz hilfreich, die Karte zu zücken, anstatt die Scheine und Münzen schwinden zu sehen.

Was mir außerdem aufgefallen ist: Beim Bezahlen mit Bargeld rechne ich genau, ob ich mir etwas leisten will. Zwei Euro neunundneunzig für die Aufbewahrungsbox? Brauche ich sie wirklich, ist es mir das wert? Beim Bezahlen mit Karte lege ich sogar noch etwas drauf: Drei Euro neunundneunzig für die schöne Aufbewahrungsbox? Ach, was soll’s, ich habe ja sonst nicht viel im Wagen liegen ...

Nicht ohne Grund ist Zahlen mit Bargeld der Standardtipp für alle, die lernen wollen oder sollen, mit ihrem Geld umzugehen. Ob die nächste Aufgabe zum Thema Zeit leichter von der Hand gehen wird? Mal sehen ...