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Vom Netz gegangen


Nachdem ich gestern bis zum Nachmittag versucht habe, irgendeine Website zu besuchen, mit der ich hätte arbeiten können, habe ich es aufgegeben. Wikipedia hat funktioniert. Facebook eingeschränkt. Und Google erschien zuverlässig auf dem Bildschirm, wollte jedoch keine Suchanfragen bearbeiten. Weder andere wichtige Lesezeichen noch Verlinkungen funktionierten. Mein zweiter Browser verweigerte den Dienst ebenfalls.

Wie aufgeschmissen bin ich doch ohne Internet! Meine E-Mails gingen durch, telefonieren konnte ich auch. Deswegen vermutete ich das Problem nicht bei meinem Rechner oder bei meinem Router. Drei Leute habe ich versucht anzurufen, um zu prüfen, ob deren Internet auch keine Verbindung zu meinen benötigten Seiten aufbauen kann. Fehlanzeige. Ich habe niemanden erreicht. Als Laie war ich an dieser Stelle ziemlich aufgeschmissen.

Eigentlich hätte ich mich zurücklehnen und den Tag genießen können. Doch genau das war nicht möglich, denn

  • ich stand unter Zeitdruck, weil es online viel zu erledigen gab,
  • ich habe ständig gehofft, nun doch endlich auf eine Seite zu kommen, auf der ich meine Arbeit hätte machen können.

Wenn mir das vor 21 Jahren jemand erzählt hätte! Dass ich so abhängig sein würde von einem Computer und dessen Verbindung nach draußen! Damals mochte ich Computer nicht besonders. Wir hatten gerade unsere Abiturzeitung mit einem Textverarbeitungsprogramm erstellt. Und das WWW war noch in den Kinderschuhen. Das sagt jedenfalls Wikipedia, meine einzig nutzbare Quelle der Information am gestrigen Tag ...

Auflösung: Am Nachmittag rief mich eine der Personen zurück, die ich am Vormittag versucht hatte zu erreichen. Sie kam auf alle Seiten, die mir verwehrt blieben. Also schaltete ich doch meinen Router für eine Viertelstunde ab. Und siehe da: Das machte es mir möglich, diesen Beitrag hier ordnungsgemäß einzustellen!