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Was ist, wenn man auf der "grauen Liste" steht?


Wie geht es euch eigentlich, wenn ihr eine E-Mail verschickt habt und dann einige Zeit später die Nachricht erhaltet: „Ihre Mail konnte nicht zugestellt werden“? Manchmal komme ich schnell dahinter, wo das Problem liegt. Zum Beispiel wenn das E-Mail-Postfach meines Empfängers überfüllt ist. Andere Male tappe ich völlig im Dunkeln und muss mich dann entscheiden, ob ich hartnäckig dranbleibe oder es einfach sein lasse.

Neulich bekam ich eine Info von meinem Mailer-Daemon, die lautete: „You have been greylisted, please try later“. Ich bin greygelistet worden? Was ist das denn? Ich hatte zwar schon eine vage Vermutung, da ich mich vor Monaten schon mal kurz damit befasst hatte. Doch meine Erinnerungen dazu waren ziemlich nebelhaft. In diesem Fall war meine Mail sehr wichtig für mich. Es war die erste an diesen Empfänger, den ich übrigens von früher kannte.

Also suchte ich im Netz nach einer Erklärung. Ich gebe mal kurz in meinen Worten wieder, was ich verstanden habe: Das Greylisting hilft, Spam zu filtern und zu vermeiden. Gerade für Mail-Konten, die von Spam überrollt werden, ist das eine große Entlastung. Meine eingehende E-Mail – ich war in diesem Fall ja ein unbekannter Absender – wird erst einmal abgewiesen. Dadurch, dass mein Mail-Server erneut versuchen wird die Nachricht erfolgreich zu verschicken, weiß das System des Empfängers: Ich bin echt. Kein Spam. Die Mail wird also durchgestellt. Irgendwann. Eine gut verständliche Erklärung habe ich hier auf dieser Seite gefunden, auch wenn sie sich eigentlich an Leute richtet, die das Greylisting nutzen wollen.

Das ist ja alles schön und gut. Doch ich war höchst verunsichert: Wird meine E-Mail jemals bei meinem Bekannten landen? Da ich von ihm binnen der folgenden Tage keine Antwort bekam, wuchs meine Skepsis. Facebook sei dank konnte ich ihn auch auf anderem Wege kontaktieren. „Hey, hast du meine Mail bekommen?“, fragte ich. Ja, das habe er, bekam ich prompt zur Antwort. Er sei nur in Urlaub gewesen und müsse nun erst mal seinen ganzen Posteingang bearbeiten.

Das klingt doch vielversprechend – und spricht für das Greylisting. Allerdings hätte ich auf eine Zwischenmeldung à la „You have been greylisted“ auch verzichten können ...