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Wenn die allerschlimmste Befürchtung wahr wird: Offline bleiben zu müssen


Vorgestern hatte ich ein außergewöhnliches und außergewöhnlich seltenes Erlebnis: keine Internetverbindung! „Was nun?“, tauchte als Frage in meinem Kopf auf. Leere war erst einmal die Antwort. Ich sollte jetzt nicht wie gewohnt meine Mails checken? Die Besucherdaten meiner Websites analysieren? Die Neuigkeiten bei Facebook scannen?

Mir fehlte was. Ich gebe es zu. Deshalb Leere. In meiner Verzweiflung rief ich per Handy eine Freundin an, denn nichts, was an meinem Router hing, sollte funktionieren. Sie ging nicht ran.

Mein nächster verzweifelter Schritt war: den virtuellen Schreibtisch aufräumen. Bilder vom Desktop schmeißen und Dateien an den richtigen Ort verschieben. Das war relativ flott erledigt, denn ich hatte ja erst kürzlich alles ordentlich aufgeräumt.

Dann machte ich noch Produktfotos. Es war ja noch früh am Morgen, die Sonne stand günstig und Bilder lassen sich auch bei fehlender Netzverbindung auf den Rechner laden und bearbeiten.

Gegen elf Uhr war ich dann mit meinem Latein am Ende. Zur Auswahl standen Hausarbeit ... oder? Na? Was wollte mir noch einfallen? Da war sie auch schon, meine Idee: Ich schnappte mir das Buch „Träume. Eine Reise in unsere innere Wirklichkeit“ von Stefan Klein und machte mich daran, es innerhalb kürzester Zeit zu lesen und die wichtigsten Inhalte per Mind Map festzuhalten. Daraus soll dann bald ein Beitrag für einen Blog entstehen. Bei Seite 150 hat mich leider die Müdigkeit übermannt, doch ich habe schon einiges erfahren! Das Thema ist übrigens sehr anspruchsvoll und komplex. Geht es doch darum, wie unsere innere Wirklichkeit aussieht und welche Bewusstseinszustände wir über den Tag oder die Nacht hinweg erreichen.

Welches sind meine wichtigsten Erkenntnisse aus dem, was ich bisher gelesen habe?

  • Dass wir praktisch fast die ganze Nacht träumen – in jeder Schlafphase
  • Dass wir im Traum Dinge aus dem Alltag mit denen aus unserer Vergangenheit verknüpfen und damit unsere innere Ordnung der Erinnerungen erfahren
  • Dass wir zum tiefen Kern unseres Bewusstsein vordringen, in dem es nicht mal so etwas wie ein „Ich“ gibt
  • Dass die Gefühlslage eines Tages in der Nacht unsere Träume hervorruft
  • Dass Träume zeigen, wer wir sein können, und uns damit einen Weg in die Zukunft bereiten

Und welches sind die wichtigsten Erkenntnisse aus der Tatsache, dass ich keinen Internetzugang habe?

  • Dass ich richtig produktiv sein kann, wenn mich die dynamischen Elemente und Netzwerke in meinem Computer nicht ablenken
  • Dass ich mir jede Woche einen Tag ohne Internet gönnen sollte
  • Dass ich „ohne“ gar nicht so aufgeschmissen bin, wie ich immer dachte (Okay, diese Aussage schrieb ich am Freitag. Nachdem ich auch am Samstag ohne Internet war, wurde es langsam unangenehm ...)

Mal sehen, ob ich unter Normalbedingungen auch ein paar netzfreie Arbeitsstunden hinbekomme. Ich bin gespannt!