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Ruhe und Ordnung im Schlafzimmer


Ihr Schlafzimmer ist der Ort, an dem Sie nachts Kraft und Energie für den nächsten Tag tanken. Etwa 1/3 unseres Lebens verbringen wir Menschen im Schlaf. Wir brauchen ihn täglich, um uns zu regenerieren.

Schlafzimmer sind in Europa eine relativ neue Erfindung. Zuvor waren sie weitgehend unbekannt, man schlief und wohnte meist im selben Raum. Die ersten Betten tauchten im Mittelalter auf, waren aber ein Privileg von Adeligen und Reichen. Einfache Bauern schliefen mit dem Vieh (als Wärmespender) unter einem Dach, Handwerker und Tagelöhner schliefen auf den Bänken in ihrer “Wohnküche”.

Doch wie schaffen Sie es, Ihr Schlafzimmer zu einem Ort zu machen, an dem Sie gut und vor allem gesund schlafen? Unsere besten simplify-Tipps rund um Schlafzimmer aufräumen & Co. finden Sie in diesem Artikel!

1. Gut und gesund schlafen

Gut zu schlafen ist wichtiger, als lange zu schlafen. Folgende Tipps und Tricks helfen Ihnen beim guten Ein- und Durchschlafen:

simplify-Rat 1: Das optimale Schlafklima erhalten Sie durch Stoßlüften. Dies bedeutet nicht, alle Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. Besser ist es, abends vor dem Zubettgehen und morgens nach dem Aufstehen das Fenster für 5 bis 10 Minuten ganz zu öffnen. So findet ein kompletter Luftaustausch statt.

simplify-Rat 2: Gerade im Sommer, wenn schon sehr früh am Morgen die Sonne aufgeht, ist ein gut abgedunkeltes Schlafzimmer wichtig – besonders für Menschen mit leichtem Schlaf. Verzichten Sie auch auf beleuchtete Wecker und elektrische Geräte, wie z. B. Fernseher, die im Standby-Modus leuchten.

simplify-Rat 3: Falls Sie nachts aufwachen, sollten Sie nicht auf den Wecker schauen. Denn der Blick auf die Uhr löst gedankliche und körperliche Reaktionen aus, die den Schlaf meist behindern. Drehen Sie Ihren Wecker einfach so, dass Sie ihn nachts nicht sehen können.

simplify-Rat 4: Schalten Sie nachts auch keine helle Lampe ein: Licht aktiviert Ihre innere Uhr und macht Sie erst recht wach. So kommen Sie ganz aus dem Schlafrhythmus heraus. Wenn Sie Licht brauchen, nutzen Sie eine schummrige Beleuchtung.

simplify-Rat 5: Gehen Sie nur ins Bett, wenn Sie müde sind. Denn allzu viel Schlaf fördert die Schlaflosigkeit, das zeigen wissenschaftliche Studien: Von den Menschen, die durchschnittlich nur 6 Stunden und weniger schlafen, leidet nur jeder Dritte unter Schlafproblemen – von denen, die mehr als 8 Stunden in den Federn liegen, fast jeder Zweite. Gesund schlafen bedeutet eben nicht unbedingt lange schlafen!

simplify-Rat 6: Treiben Sie am Abend keinen Sport. Sport ist zwar gesund – aber er ist es nicht direkt vor dem Schlafengehen! Starke Anstrengung aktiviert das Nervensystem, regt den Stoffwechsel an, beschleunigt den Puls, kurz: versetzt Ihren Körper in hohe Leistungsbereitschaft. Und bis das Nervensystem dann wieder heruntergefahren ist, vergehen einige Stunden. Das heißt für Sie: Powern Sie sich ruhig aus – aber möglichst am Tag oder am frühen Abend. Dann schlafen Sie wirklich gut.

2. Schlafzimmer aufräumen

Ihr Schlafzimmer sollte stets aufgeräumt sein – nur so können Sie darin perfekt abschalten und müssen nicht erst das Licht ausschalten, um das Chaos nicht mehr zu sehen. So packen Sie diese Aufgabe am besten an:

simplify-Rat 1: Stellen Sie im Schlafzimmer genügend Aufbewahrungsmöbel auf, damit sich nicht allzu viel auf den freien Flächen ansammelt. Eine Kommode oder ein Hängebord mit Schubladen ist besser als ein offenes Regal, das zu unruhig wirkt und außerdem schnell verstaubt.

simplify-Rat 2: Entrümpeln Sie die verführerischen Ablageflächen unter dem Bett. Nicht nur die chinesische Philosophie Feng-Shui behauptet, dass Gegenstände unter dem Bett den Schlaf stören. Gestattet sind dort höchstens Bettdecken in einem geschlossenen Bettkasten.

simplify-Rat 3: Falls bei Ihnen der Raum so knapp ist, dass Sie die Fläche unterm Bett unbedingt nutzen müssen, verwenden Sie dafür am besten flache, verschließbare Container. Lagern Sie unter Ihrem Schlafplatz vorzugsweise Textilien und Dinge aus Holz; vermeiden Sie Gegenstände aus Metall und jede Art von elektrischen Geräten (auch ausgeschaltete).

simplify-Rat 4: Lagern Sie Kleidungsstücke, die gewaschen oder repariert werden müssen, nicht auf einem Stuhl in Ihrem Schlafzimmer, sondern an Ihrem Bügel- oder Nähplatz.

simplify-Rat 5: Stellen Sie in Ihrem Schlafzimmer oder hinten in Ihrem Kleiderschrank eine Altkleiderkiste auf. Beschränken Sie so das Aussortieren von kaputten, zu kleinen oder unmodernen Textilien nicht auf besondere Entrümpelungsaktionen, sondern machen Sie es zu einer permanenten Gewohnheit. Kleiderschrank entrümpeln ist generell ein wichtiges Thema im Schlafzimmer – mehr dazu jetzt!

3. Kleiderschrank entrümpeln

Beobachten Sie sich einmal selbst beim Öffnen Ihres Kleiderschranks: Freuen Sie sich über den Inhalt? Dann ist alles in Ordnung. Oder überkommt Sie ein unlustiges, deprimierendes Gefühl? Dann ist es Zeit, Ihren Kleiderschrank einmal gründlich zu entrümpeln. Mit diesen 6 Schritten machen Sie eine erfolgreiche Aktion daraus:

Kleiderschrank entrümpeln in 6 Schritten

Schritt 1: Alles muss raus! Räumen Sie den Kleiderschrank komplett leer.

Schritt 2: Rein in jedes Teil! Das gilt Ihnen: Probieren Sie jedes einzelne Teil an.

Schritt 3: Ehrlich sein! Sehen Sie sich im Spiegel an. Fühlen Sie sich in diesem Teil wohl? Passt es? Gibt es passende Kombinationsstücke dazu? Haben Sie es innerhalb der letzten 12 Monate getragen? Sobald Sie eine dieser Fragen mit „nein“ beantworten, sortieren Sie das Stück aus.

Wichtig: Heben Sie keinesfalls Dinge in Ihrem Kleiderschrank auf, die Ihnen später einmal wieder passen werden, wenn Sie abgenommen haben.

Schritt 4: Was zwar passt, aber ein bisschen abgewetzt ist, packen Sie auf einen Stapel „Arbeitsklamotten“. Diese können Sie beim nächsten Heimwerken verwenden. Aber: Lassen Sie diesen Stapel nicht zu groß werden – je 2 Arbeitshosen, Hemden und Pullis reichen.

Schritt 5: Was aussortiert ist, packen Sie in eine große Kiste und schreiben das aktuelle Datum darauf. Lagern Sie die Kiste im Keller oder auf dem Dachboden. Wenn Sie feststellen, dass Sie kein Stück daraus vermisst haben, geben Sie das Ganze nach einem Jahr in die Kleidersammlung – wichtig: ohne die Kiste zu öffnen.

Schritt 6: Nach dem Kleiderschrank entrümpeln kommt das Einräumen: Fassen Sie die für gut befundenen Sachen zu Kombinationen zusammen, und legen Sie diese gemeinsam zurück in den Schrank. Grundregel: Die am häufigsten benutzten Stücke sollten am besten erreichbar sein. Geben Sie allem einen festen Platz, verwenden Sie Kisten und Schachteln. Lagern Sie z. B. Socken in einer offenen Box, und schreiben Sie groß „Socken“ darauf – damit nicht in Zukunft wieder Gürtel und Halstücher dort hineinwandern.

4. Im Bett frühstücken

Mit dem beliebten „Verwöhn-Frühstück“ im Bett gehen – leider – auch unzählige Piekse-Krümel einher. So sorgen Sie dafür, dass der entspannende Bett-Moment auch wirklich entspannend bleibt:

simplify-Rat 1: Sie wollen Ihren Partner mit einem Frühstück im Bett überraschen? Dann spielen Sie am besten mit offenen Karten und verzichten auf den Überraschungseffekt. Denn es ist so gut wie unmöglich, den Partner 30 bis 45 Minuten lang einzusperren; außerdem hört man in den meisten Fällen, was in der Küche passiert. Sorgen Sie während der Wartezeit besser für angenehme Musik und eine interessante Lektüre, z. B. die Zeitung.

simplify-Rat 2: Das Frühstück sollte möglichst wenig krümeln. Das erreichen Sie, indem Sie Brot oder Brötchen schon in der Küche in mundgerechte Stücke schneiden. Frisch- statt Hartkäse, Spiegel- statt Rührei und festes Brot statt Aufbackbrötchen reduzieren die Krümelei zudem erheblich.

simplify-Rat 3: Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterlage. Die bekannten Bett-Tabletts mit ausklappbaren Füßen passen jeweils über eine Person und sorgen für stabile Verhältnisse. Es gibt sie jetzt auch mit integriertem Buchhalter (dann ist der Tablettboden hochklappbar und als Buchstütze zu verwenden). Perfekt für alle, die gerne beides tun: morgens im Bett frühstücken und abends vor dem Einschlafen im Bett lesen.

simplify-Rat 4: Wichtig: Heißgetränke gehören nicht aufs Tablett, sondern auf den Nachttisch oder den Fußboden neben der Schlafstatt. Denn die Gefahr einer Verbrühung ist nicht unerheblich.

5. Wenn Ihr Kind ins Elternbett will

Es ist 3 Uhr nachts, und Sie schlafen fest. Plötzlich fühlen Sie einen Schubs, einen Knuff... – vor Ihnen steht Ihr Kind und will mit ins Elternbett! Gut zu wissen: Wenn Sie und Ihr Partner nichts gegen ein Familienbett haben, machen Sie nichts falsch, wenn Sie den Wünschen Ihres Kindes nachgeben. Wenn Sie aber lieber alleine schlafen, helfen Ihnen diese Strategien weiter:

simplify-Rat 1: Ihr Kind schläft nur mit seinem Kuscheltier, seiner Lieblingsmusik oder mit Mama oder Papa neben sich ein? Dann hat es, sobald es nachts aufwacht und diese Einschlafhilfen nicht mehr vorfindet, Schwierigkeiten wieder einzuschlafen. Bauen Sie deshalb schrittweise alle Einschlafhilfen ab, die Ihr Kind in der Nacht nicht allein erreichen kann. Anders formuliert: Lassen Sie das Kinderzimmer beim Einschlafen stets genauso, wie es in der Nacht sein wird.

simplify-Rat 2: Um 3 Uhr nachts lässt man sich leicht erweichen – egal, wie sehr man sonst gegen das „gemeinsame Schlafen“ ist. Aber: Gelingt es dem Kind, sich ein- oder zweimal in Ihr Bett zu schummeln, wird es dies ständig wieder versuchen. Deshalb sollten Sie stets aufstehen, es zurück in sein Zimmer begleiten, ihm einen Gute-Nacht-Kuss geben und das Zimmer verlassen. Bereiten Sie sich darauf vor, dass Sie diese Routine häufig wiederholen müssen – und am nächsten Morgen vermutlich viel Kaffee brauchen.

simplify-Rat 3: Es ist für Kinder normal, Angst vor der Dunkelheit haben. Geben Sie deshalb den Kinderwünschen nach, und lassen Sie das Flurlicht brennen bzw. installieren Sie ein Nachtlicht. Denken Sie an simplify-Rat 1: Das Licht sollte nicht nur abends beim Einschlafen, sondern während der ganzen Nacht leuchten.

simplify-Rat 4: Wenn Ihr Kind Monster, Poltergeister, Außerirdische usw. fürchtet, so führen Sie abends eine Suche nach Monstern durch. Schauen Sie unter dem Bett nach, im Schrank und überall dort, wo Gespenster sich verstecken könnten – und versichern Sie ihrem Kind gleichzeitig, dass eigentlich keine finsteren Gesellen ins Haus hineinkönnen.

simplify-Rat 5: Es ist harte Arbeit zu lernen, im eigenen Bett zu bleiben, und es ist gut und richtig, wenn Sie das Kind für diese Anstrengung belohnen. Geben Sie ihm z. B. für jeden Abend, den es in seinem Bett bleibt, einen Aufkleber. Wenn es 4 oder 5 Aufkleber zusammen hat, lassen Sie es eine besondere Belohnung aussuchen, wie z. B. ein Malbuch oder einen Ausflug.

simplify-Rat 6: Viele Kinder bleiben in ihrem Bett, wenn sie wissen, dass Zeit zum Kuscheln im Elternbett ein Teil der morgendlichen Routine ist. Kennt Ihr Kind die Uhr noch nicht, sagen Sie ihm, dass es kommen kann, wenn es hell ist. Älteren Kindern nennen Sie eine feste Uhrzeit („nicht vor 7 Uhr“).

Extra-Rat: Wenn alles nichts hilft: Gehen Sie einen Kompromiss ein. Denken Sie darüber nach, ob Sie zwar Ihr Schlafzimmer, aber nicht Ihr Bett mit Ihrem Kind teilen wollen. Falls ja, stellen Sie das Kinderbett in Ihr Zimmer, und lassen Sie Ihren Schatz dort schlafen.

6. Bettwaren pflegen

Sauberkeit ist beim Bettzeug besonders wichtig. Stundenlang hat der Kopf engen Kontakt mit dem Kissen, und der Körper liegt in einer Art Höhle mit speziellem Mikroklima. Trotz schützender Bettwäsche werden Steppbett, Kissen und Matratze also stark beansprucht. So pflegen Sie diese richtig, damit Sie auch in Zukunft gut und gesund schlafen können:

simplify-Rat 1: 0,5 Liter Flüssigkeit verliert Ihr Körper pro Nacht. Klar, dass Sie da die Bettwäsche regelmäßig wechseln: am besten alle zwei Wochen, wer stark schwitzt, auch öfter. Die hygienischste Nachtwäsche ist außerdem ein Pyjama: Er nimmt schon einen Teil der Feuchtigkeit auf.

simplify-Rat 2: Täglich gut lüften ist wichtig – nicht nur für das Schlafzimmer, sondern auch für das Bettzeug. Nur so kann die gespeicherte Feuchtigkeit wieder entweichen.

simplify-Rat 3: Federn, Daunen und Kunstfasern sollten Sie vor dem Lüften gut aufschütteln. Naturhaarprodukte wie Wolle, Seide, Kamelhaar hingegen kommen unaufgeschüttelt an die Luft. Grund: Die Haare sind zu Vliesen verarbeitet, und diese könnten beim Aufschütteln reißen.

simplify-Rat 4: Daunen und Federn bitte nicht aus dem Fenster hängen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit, etwa im Herbst, saugen die Daunen viel Feuchtigkeit auf – die Decke wird klamm. In der Sonne hingegen trocknen sie aus und werden brüchig. Einfach locker auf dem Bett liegen lassen genügt.

simplify-Rat 5: Über die tägliche Pflege hinaus ist eine regelmäßige gründliche Reinigung fällig. Wenn die Jahreszeiten wechseln und Sie Ihre Oberbetten austauschen (dick gegen dünn oder umgekehrt), packen Sie diese am besten nicht erst in den Schrank, sondern sofort ins Auto – und das Kopfkissen gleich mit dazu. Bringen Sie alles zur Bettfedernreinigung.

simplify-Rat 6: Lassen Sie ggf. zusätzliche Federn einfüllen, oder gönnen Sie älteren Betten einen neuen Bezug. Machen Sie es sich zur Grundregel, nicht an Ihrem Schlaf zu sparen. In der nächsten Saison werden Sie begeistert sein, wie herrlich es sich unter frisch aufbereiteten Decken schläft.

simplify-Rat 7: Polyester, Mikrofaser und Baumwolle können Sie auch selbst in der Maschine waschen (mit Feinwaschmittel). Auch einige Daunenfüllungen vertragen die Reinigung in Eigenregie. Ist die häusliche Waschmaschine für Kissen und Decke zu klein, weichen Sie in den Münzwaschsalon aus: Hier gibt es größere Trommeln und Trockner. Für frische Bauschkraft einen Tennisball mit in den Trommler stecken.

simplify-Rat 8: Als Tabu für Allergiker galten lange Zeit Federn- und Daunenfüllungen. Das hat sich heute geändert: Jetzt gibt es Decken und Kissen, deren Inlett so dicht gewebt ist, dass die Milben gar nicht erst eindringen können. Sie tragen das sog. Nomite-Siegel. Alternativ können Sie sog. Encasings verwenden, die normale Decken und Matratzen milbendicht ummanteln. So steht dem gesund schlafen auch für Allergiker nichts mehr im Weg!

Extra-Rat: Zum Aufbewahren von Bettwaren eignen sich Plastiksäcke und andere luftdichte Verpackungen nicht. Bettzeug sollten Sie luftdurchlässig aufbewahren, z. B. in einem alten Bettbezug. In Fachgeschäften erhalten Sie außerdem spezielle Beutel, meist aus Baumwolle mit Plastik kombiniert.

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