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Besser organisiert mit dem Bullet Journal System


 

Ein Kalender, der gleichzeitig auch Planer ist, alle To Do Listen und Notizen beinhaltet und sich darüber hinaus noch optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt – klingt zu schön um wahr zu sein? Ist es aber nicht!

Denn der New Yorker Produktdesigner Ryder Carroll hat genau nach so etwas gesucht. Da er mit den herkömmlichen Kalendern und Planern aber nicht zufrieden war, hat er sich ein neues System ausgedacht. Dieses System verbreitet sich seit vier Jahren unter dem Namen „Bullet Journal“ immer weiter auf der ganzen Welt.

Ein Bullet Journal ist zu Beginn ein beliebiges leeres (!) Notizbuch, das Sie Stück für Stück komplett selber gestalten und somit genau an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Das Gute: falls Ihre Bedürfnisse sich irgendwann ändern sollten, dann können Sie auch Ihr Bullet Journal einfach anpassen!

Wie funktioniert das Bullet Journal System genau?

Nach den Angaben auf der offiziellen Webseite kann ein Bullet Journal alles Mögliche sein:

  • Kalender
  • Notizbuch
  • To Do Liste
  • Tagebuch
  • Malbuch

…was immer Sie gerade benötigen! Es gibt vier Module, die dem Bullet Journal einen Rahmen geben.

Der Index

Das erste Modul ist der sogenannte Index. Da Sie Ihr Bullet Journal Stück für Stück gestalten und für einen neuen Eintrag einfach die nächste freie Seite nutzen, kann es schnell etwas unübersichtlich werden. Damit Sie aber alles schnell wiederfinden, sollten Sie einen Index anlegen, also ein Inhaltsverzeichnis ganz am Anfang des Buches.

Simplify-Tipp: Für einen Index benötigt Ihr Notizbuch Seitenzahlen. Um sich die Arbeit zu ersparen, diese selber hinzuzufügen, können Sie ein Buch benutzen, das von Haus aus Seitenzahlen hat, wie zum Beispiel die Notizbücher von der Marke Leuchtturm1917.

Der Future Log

Auf den Index folgt der Future Log, also eine Übersicht der in der Zukunft liegenden Monate. Wie viele Monate sie hier aufführen, liegt ganz bei Ihnen. Haben Sie häufig Termine, die Sie sechs oder acht Monate im Voraus planen, zum Beispiel Arzttermine? Dann sollten Sie genau so viele Monate im Future Log aufnehmen.

Simplify-Tipp: Auf den Future Log sollten Sie in Ihrem Bullet Journal auf keinen Fall verzichten. Sie haben ansonsten keine Möglichkeit, Termine einzutragen, die über den aktuellen Monat hinausgehen.

Die Monatsübersicht

Das dritte Modul des Bullet Journal Systems ist die Monatsübersicht. Diese führen Sie auf einer Doppelseite. Links erstellen Sie eine einfache Liste mit allen Tagen des Monats, in die Sie all Ihre Termine und wichtigen Ereignisse eintragen können. Rechts notieren Sie alles, was Sie im jeweiligen Monat zu erledigen haben und woran Sie sonst noch denken müssen.

Simplify-Tipp: Natürlich müssen Sie Ihre Monatsübersicht nicht streng nach dem originalen System gestalten, wenn diese nicht Ihren Bedürfnissen entspricht. Das ist komplett Ihnen überlassen! Inspiration, wie Monatsübersichten alternativ aussehen können, finden Sie hier.

Die Tagesübersicht

Die Tagesübersicht ist das vierte und letzte Modul eines Bullet Journals. Hier tragen Sie Ihre Termine, Ereignisse und To Do’s für einen Tag ein. Damit Sie nichts vergessen, sollten Sie beim Planen immer auch einen Blick auf Future Log und Monatsübersicht werfen – dort steht schließlich bereits alles Wichtige.

Simplify-Tipp: Erstellen Sie eine Tagesübersicht immer erst am Abend vorher und nicht schon weiter im Voraus. Erst dann wissen sie schließlich, was Sie bereits an To Do’s abhaken konnten und woran Sie noch weiterarbeiten müssen.

Migration im Bullet Journal

Neben den vier genannten Modulen ist die Migration ein sehr wichtiger Bestandteil des Bullet Journals. So sollten Sie am Ende eines Monats alle Seiten nochmal durchblättern und checken:

  • Welche Aufgaben sind noch offen oder nicht vollständig erledigt?
  • Wurden Termine verschoben?

Noch offene Aufgaben tragen Sie in die neue Monatsübersicht ein und versehen den alten Eintrag mit einem Pfeil nach rechts, um zu markieren, dass Sie sich darum gekümmert und die Aufgabe migriert haben. Noch offene Aufgaben, die nicht mehr relevant sind, streichen Sie komplett durch.  Verschobene Termine tragen Sie ebenfalls in die neue Monatsübersicht ein. Liegt der Termin weiter im Voraus, kommt er in den Future Log.

Simplify-Tipp: Nehmen Sie sich am Ende eines Monats die Zeit, um alles noch einmal durchzugehen. Vielleicht fällt Ihnen eine Aufgabe auf, die Sie schon lange vor sich herschieben. Machen Sie sich Gedanken: Warum schieben Sie die Aufgabe schon so lange vor sich her? Ist sie überhaupt noch wichtig? Oder können Sie sie getrost streichen und sich so von dem Ballast dieser offenen Aufgabe lösen?

Ein Bullet Journal hilft Ihnen also nicht nur dabei, sich besser zu organisieren. Gleichzeitig können Sie auch in Sachen Achtsamkeit davon profitieren.

Wie fange ich ein Bullet Journal an?

Sie können jederzeit schnell ein Bullet Journal starten. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein Notizbuch und ein Stift. Nehmen Sie am besten für den Anfang ein altes Notizbuch, das Sie mal als Werbegeschenk bekommen haben, und einen Bleistift. Dann fangen Sie einfach an und probieren Sie aus!

Es wird eine Zeit lang dauern, bis Sie das für Sie perfekte System gefunden haben und all Ihre Bedürfnisse damit abdecken. Wahrscheinlich werden Sie diesen Prozess auch nie endgültig beenden können, da Sie sich immer weiterentwickeln und Ihr Alltag sich verändert. Aber genau dafür ist ein Bullet Journal schließlich gemacht!

Weitere ausführliche Informationen, Tipps und ganz viel Inspiration zur Gestaltung eines Bullet Journals finden Sie hier.

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