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Mit diesen Tipps kommen kleine Räume groß raus


Quadratmeterzahlen sind das eine. Das andere ist, wie Sie den zur Verfügung stehenden Platz gestalten. So manche großzügig bemessene Wohnung wirkt eng, so manches kompakte Zuhause macht einen großzügigen Eindruck. Hier die Tipps und Tricks der – optischen – Raumvergrößerung (für die Sie nicht einmal mehr Miete zahlen müssen).

Hell = luftig

Helle Farben lassen einen Raum größer, luftiger erscheinen. Das gilt sowohl für die Wände als auch für den Fußboden. Besonders Familien bevorzugen allerdings aus praktischen Gründen oft dunklere Teppiche. Ihre Kinder sind aus dem Gröbsten heraus? Dann muss auch der Esszimmerteppich nicht mehr in einem „Ketchup? Kein Problem!“-Dunkelbraun gehalten sein.

Setzen Sie auf Streifenlook

Vertikale Streifen lassen ein Kleid und deren Trägerin länger aussehen. Ähnliches gilt für einen gestreiften Teppich (der durch das Muster auch etwas weniger empfindlich ist). Achten Sie darauf, dass die Streifen parallel zu den längeren Wänden des Raumes laufen. Ebenso wirksam: ein diagonal verlegter Fliesenboden.

Ziehen Sie den Blick nach oben

Setzen Sie die Decke farblich von den Wänden ab. Sie wollen Farbe statt Weiß? Dann seien Sie beim Auswählen des Farbtons im Musterbuch vorsichtig. Denn an der Decke wirken die Farben wegen der größeren Fläche und des Schatteneffekts viel dunkler. Architekten empfehlen generell, die Decke heller als die Wände zu streichen. Eine weitere Maßnahme: Dekorieren Sie die Wand im oberen Viertel mit einem abgesetzten farbigen oder gemusterten Fries. Alternativ bringen Sie als Blickfang ein Bücherbrett an. Am besten bestücken Sie es mit dekorativen Büchern, die Sie nur selten in die Hand nehmen.

Achten Sie auf die Komposition

Wenn Sie die vorhergehenden Tipps isoliert voneinander beherzigen, wird Ihr Wohnzimmer vermutlich recht scheckig aussehen. Stimmen Sie die Farben und Muster aufeinander ab. Nutzen Sie verschiedene Töne von ein und derselben Farbe. Apropos Farbe: Wenn Sie Ihr Bücherregal nach Farben ordnen, wirkt es automatisch aufgeräumter!

Rücken Sie das Sofa von der Wand weg

Wer ein kleines Wohnzimmer hat, will den verfügbaren Platz verständlicherweise gut nutzen. Optisch großzügiger wirkt der Raum jedoch, wenn Sie das Sofa 10 bis 20 Zentimeter von der Wand wegrücken. Steht es an einer schimmelpilz-anfälligen Außenwand, tut das auch dem Raumklima gut.

Zeigen Sie Beine

Eine neue Wohnzimmergarnitur ist fällig? Setzen (und sitzen) Sie auf Mobiliar, das seine Beine zeigt und dadurch weniger wuchtig wirkt. (Das ist auch praktisch fürs Saubermachen.) Alternative: Ersetzen Sie Ihren durchgesessenen Sessel durch einen Hängestuhl oder eine Hängematte. Wichtig: Mit einer großen (nicht überdimensionierten) Couch sieht der Raum weniger zugestellt aus als mit mehreren kleineren Sitzgelegenheiten.

Echte Deko

Die Regel „Lieber größere Stücke und dafür weniger“ gilt auch für die Dekoration. Verzichten Sie auf „hier ein Väslein, dort ein Kerzlein“. Trauen Sie sich, mit echten Blickfängern Akzente zu setzen, beispielsweise mit einer Bodenvase, in der Gladiolen oder Sonnenblumen Platz finden können, einem großflächigen Bild oder einer dekorativen Stehlampe. Grundregel: Dekogegenstände sollten mindestens die Größe einer Honigmelone besitzen.

Licht!

Licht verleiht einem Raum Tiefe. Lassen Sie das Tageslicht möglichst ungehindert durch die Fenster strömen. Viele Menschen ziehen grundsätzlich die Gardinen vor. Doch das ist vor allem eine kulturelle Gewohnheit – in Holland etwa sind Gardinen unüblich. Probieren Sie mindestens eine Woche lang aus, ob es auch ohne geht. Wenn Sie tatsächlich einen Blickschutz brauchen, lassen Sie sich im Fachgeschäft Stoffe zeigen, die Blickschutz und Lichtdurchlässigkeit bieten. Das Maximum an Fensterlicht holen Sie heraus, indem Sie dem Fenster gegenüber einen Spiegel platzieren. Sie haben im Wohnzimmer eine Deckenlampe? Mehrere Lampen auf Sitzhöhe sind gemütlicher und lassen den Raum größer wirken.

Ausmisten statt verdichten

Die Eckbank, in deren Inneren sich Kram und Krempel verstauen lässt; Einbauregale, die die Wand bis zum letzten Zentimeter ausnützen; begehbare Schlafzimmerschränke; der Sofatisch, dessen Unterbau eine Hundehütte für drinnen birgt ... so praktisch das sein mag: Auf Dauer werden Sie das „Wohin mit all dem?“-Problem nicht durch neues Mobiliar lösen, sondern nur dadurch, dass Sie Ihre Besitztümer beschränken. Bevor Sie sich in ein Möbelhaus begeben, also immer eine Ausmistaktion durchführen!