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Schluss mit Handwerkerärger: Richtig renovieren, ohne die Nerven zu verlieren


Seit die Zinsmisere das Geldsparen unattraktiv macht, stecken viele Menschen ihr Geld ins eigene Zuhause – um laufende Kosten zu senken (Wärmedämmung, Solarzellen auf dem Dach, neue Heizungsanlage) oder für mehr Komfort (zusätzliche Steckdosen, modernes Bad, Parkett statt Teppich). Fast immer müssen dabei Handwerker ran, wenn Sie richtig renovieren möchten. Wir haben unsere Erfahrungen für Sie in simplify-Tipps umgesetzt:

Testen Sie den Markt

Als Auftraggeber haben Sie es derzeit schwer, gute Handwerker zu finden. Sie wollen endlich die Fassade streichen lassen? Erkundigen Sie sich als Erstes bei Malerbetrieben in Ihrer Umgebung, wie schnell die zur Tat schreiten könnten. Hören Sie dann „vielleicht noch im November“, wissen Sie: Sie müssen längerfristig planen – unter Umständen fürs nächste Jahr!

simplify-Tipp: Fragen Sie lieber per Telefon als per Mail oder Brief. Gerade in kleineren Betrieben bleibt Papier- und Datenkram oft auf dem überfüllten Schreibtisch des Handwerksmeisters liegen.

Beauftragen Sie einen Generalunternehmer

Leisten Sie sich für Arbeiten, die mehrere Handwerker hintereinander erfordern, einen Generalunternehmer, der teilweise Handwerker als Subunternehmer beauftragt, bzw. einen Generalübernehmer, der alle Aufgaben an andere vergibt und selbst nur plant. Zwar kostet der zusätzlich, er bietet aber einen Riesenvorteil: Sie müssen die Beteiligten nicht selbst koordinieren. Gerät ein Handwerker in Verzug, wird ihm der Generalunternehmer (auch im eigenen Interesse) weitaus stärker Dampf machen, als Sie das als Kleinst-Auftraggeber je könnten.

simplify-Tipp: Googeln Sie „Generalunternehmer“ plus Ihre Stadt plus „Renovierung“ oder „Kleinaufträge“. Einzelne Handwerker können Sie über die örtliche Handwerkskammer suchen. Der sicherste Weg, jemand Guten zu finden, der Sie beim Renovieren unterstützt, ist eine Empfehlung aus dem eigenen Umfeld. Fragen Sie bei größeren Aufträgen immer nach Referenzen.

Richtig renovieren: Klotzen Sie, statt zu kleckern

Handwerker machen immer Dreck und Umstände. Wenn die Wände einen neuen Anstrich brauchen, warum nicht vorher die benötigten zusätzlichen Steckdosen setzen oder das ramponierte Parkett abschleifen lassen?

simplify-Tipp: Fahnden Sie nach handwerklichem Kleinkram, den Sie schon ewig vor sich herschieben. Dann kann Ihnen der Handwerker am Ende vielleicht noch schnell die lose Fußleiste reparieren. Wenn Sie eh schon renovieren, dann können Sie es auch gleich richtig machen!

Schließen Sie einen Vertrag

Lassen Sie sich immer ein schriftliches Angebot geben. Bevor Sie dieses für einen Vertragsabschluss mit Ihrer Unterschrift bestätigen, sollten Sie es gründlich prüfen, eventuell auch mit einem zweiten Angebot vergleichen. Gegenstand des Vertrags sollten sein:

  1. alle Leistungen,
  2. Preis,
  3. Fälligkeit der Zahlungen (Vorsicht, wenn Vorauszahlungen verlangt werden!) und
  4. Fertigstellungstermin.

simplify-Tipp: Damit Ihre Kosten nicht explodieren wie die des Berliner Flughafens, sollten Sie einen Pauschalpreis vereinbaren. Handwerker tun das ungern, aber bleiben Sie hartnäckig. Akzeptieren Sie lieber einen höheren, dafür aber garantierten Betrag.

Spielen Sie nicht den Caterer

In unserer Kindheit erwarteten viele Handwerker, dass man sie mit einem Kasten Bier und deftigen Mahlzeiten versorgte. Heutzutage können Sie glücklicherweise schon mit Kaffee, Wasser, Cola und einer Packung Kekse punkten.

simplify-Tipp: Setzen Sie die Standards am ersten Tag so, dass Sie sie bis zum Schluss gut durchhalten können.

Seien Sie ansprechbar

Ein gar nicht so seltenes Szenario: Der Mann weiß über die technischen Details Bescheid, aber es ist die Frau oder Schwiegermutter, die während der Handwerkerarbeiten auf Haus oder Wohnung aufpasst. Stellen Sie sicher, dass der Aufpasser bei Bedarf Entscheidungen treffen kann – oder dass der Entscheider zumindest telefonisch erreichbar ist. Richtig renovieren wird sonst deutlich erschwert und kann sich unnötig in die Länge ziehen.

simplify-Tipp: Kontrollieren Sie abends oder zum Abschluss der Arbeiten unbedingt, ob alles auch so funktioniert, wie es soll: Hat der Kühlschrank wieder Strom? Produziert die Heizung wieder Warmwasser? Spült das Klo ordentlich?

Geben Sie klare Anweisungen

Immer gut: wichtige Informationen (vor allem Zahlenangaben) und Anweisungen nicht nur mündlich übermitteln, sondern zusätzlich – gut leserlich – aufschreiben. Besonders sinnvoll ist das, wenn bei Ihnen daheim Ausländer werkeln, von denen nicht alle die deutsche Sprache gut beherrschen.

simplify-Tipp: Vermeiden Sie negative Formulierungen („Bitte nicht die Haustür offen stehen lassen“).

Dokumentieren Sie das verborgene Innenleben

Wo verlaufen die elektrischen Leitungen bzw. Kabel, wo die Rohre? Machen Sie großzügige Mengen von Digitalfotos, bevor die Wand wieder verputzt ist oder sämtliche Kabel hinter der neuen Kücheneinrichtung verschwinden! Optimal ist, wenn die Handwerker Ihnen nach dem Renovieren zusätzlich einen gezeichneten Plan hinterlassen. So sind Sie für spätere Maßnahmen (auch für den Fall eines Defekts) gut gerüstet.

simplify-Tipp: Nehmen Sie beim Fotografieren einen Zollstock mit aufs Bild.

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