simplify steht für einen einfachen Weg zu einem bewussten und erfüllten Leben in einer komplexen Welt.

Tipps und Tricks rund ums Festnetztelefon


Immerhin 37,1 Mio. deutsche Haushalte verfügen (noch) über ein Festnetztelefon. Allerdings schenken die meisten Menschen ihrem altgedienten Telefonapparat ungleich weniger Beachtung als ihrem Handy, das sie regelmäßig durch ein neues Modell mit noch mehr Funktionen ersetzen. Doch obwohl sich technisch kaum etwas getan hat, können Sie aus Ihrem Kommunikations-Oldie noch einiges herausholen:

Muntern Sie das Mobilteil auf

Sie besitzen ein Gerät mit tragbarem Handteil? Dann mussten Sie möglicherweise schon feststellen, dass das Teil im Laufe der Jahre immer schneller schlapp macht. Die Lösung des Problems: Ersetzen Sie die Akkus! Das ist einfach, denn anders als bei Handys sind es meist handelsübliche AA-Akkus (Supermarkt/Elektrohandel; Achtung: keinesfalls Batterien verwenden!).

simplify-Tipp: Selbst wenn die Zellen noch frisch scheinen, sind die rund 5€ für (in der Regel 2) neue Akkus gut angelegt. Denn moderne Akkus haben eine wesentlich höhere Kapazität.

Freihändig telefonieren

Wer gerne ausgiebig telefoniert, während er (oder sie) im Haushalt werkelt, muss sich hinterher oft mit einer Verspannung herumplagen, die das Einklemmen des Handteils zwischen Ohr und Schulter verursacht. Ist Ihr Telefon Bluetooth-kompatibel (nur bei neueren Geräten, Handbuch checken!), besorgen Sie sich ein (kabelloses) Bluetooth-Headset (ab 20 €, z. B. Plantronics ML20). Akustisch nicht optimale Alternative: Nutzen Sie die Freisprecheinrichtung, über die viele Handteile verfügen. Allerdings hört dann jeder im Raum mit, was Ihr Gesprächspartner sagt.

simplify-Tipp: Damit Sie freihändiges Telefonieren genießen können, muss ein neues Telefon her? Dann nehmen Sie eins, bei dem das Bluetooth-Headset gleich mit dabei ist (z. B. das Analogtelefon Gigaset S810).

Erreichbar bleiben

Sie erwarten Anrufe, müssen aber außer Haus? Damit Sie auch für Anrufer erreichbar sind, die nicht Ihre Handynummer kennen, können Sie die Rufumleitung Ihres Telefons so einstellen, dass diese alle ankommenden Gespräche temporär auf Ihr Handy umleitet. Aber Achtung: Nicht der Anrufer, sondern Sie selbst tragen die Kosten für die Verbindung zwischen Ihrem Festnetztelefon und Ihrem Handy.

simplify-Tipp: Verwenden Sie ein altes Handy als Zweithandy, und schaffen Sie sich dafür eine Simquadrat-Karte an. Die stellt Ihnen statt einer Handynummer permanent eine Festnetznummer zur Verfügung (5 € Startpreis, simquadrat.de). Wenn Sie auf diese umleiten und am Heimanschluss über eine Festnetzflatrate verfügen, ist die Umleitung für Sie kostenlos. Mit einer solchen Karte bleiben Sie auch im Auslandsurlaub immer unter Ihrer deutschen Festnetznummer erreichbar (und zahlen innerhalb der ersten 4 Wochen nach Antritt der Reise beim Angerufen-Werden nicht einmal Roaming-Gebühren).

Flatrate: Fluch oder Segen?

Haben Sie noch einen Uralt-Telefonvertrag, können Sie oft mehr Leistung fürs gleiche Geld bekommen – z. B. zum Preis Ihrer bisherigen Grundgebühr auch gleich eine Flatrate ins deutsche Festnetz. In einigen Fällen müssen Sie dazu einen neuen Vertrag mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten abschließen (mit einem Sonderkündigungsrecht bei Umzügen etc.). Der größte Nachteil einer Flatrate: Die Dauer eines Gesprächs wirkt leicht sekundär.

simplify-Tipp: Viele Telefone zeigen auf dem Display die Gesprächsdauer an. Gewöhnen Sie es sich an, beim Auflegen einen Blick darauf zu werfen: War das Gespräch seine Zeit wert? Wenn nein, probieren Sie’s künftig mit alternativen Kommunikationskanälen wie E-Mail, SMS oder WhatsApp, oder legen Sie sich Sätze zurück, mit denen Sie überlange Gespräche rechtzeitig beenden.

Direkt auf die Mailbox sprechen

Eine weitere Möglichkeit, Telefonzeit zu sparen und andere weniger zu stören: Sprechen Sie, ohne dass es beim Angerufenen klingelt, direkt auf seine Handy-Mailbox. Dazu setzen Sie beim Anruf zwei Ziffern zwischen die Vorwahl und die eigentliche Rufnummer. Ist der Angerufene Kunde der Telekom, ist das die 13, bei Vodafone 50, bei E-Plus 99, bei O2 die 33. Beispiel: Hat der Angerufene die Telekom-Nummer 0171/12345678, wählen Sie 0171/1312345678.

simplify-Tipp: Die Standard-Vorwahlen der verschiedenen Anbieter finden Sie unter is.gd/Wpeau5.

Rufnummer unterdrucken

Wenn Sie nicht möchten, dass der Angerufene Ihre Telefonnummer im Display sieht (etwa weil Sie von daheim ein berufliches Telefonat führen), können Sie dies unterdrücken. Dazu geben Sie eine spezielle Tastenkombination ein, die Sie von Ihrem Telefonanbieter erfahren (bei Telekom-Festnetzanschlüssen *31#, gefolgt von der eigentlichen Rufnummer). Beachten Sie, dass das nur für den jeweiligen Anruf gilt.

simplify-Tipp: Wenn Sie keine triftigen Gründe dafür haben, sollten Sie auf eine permanente Unterdrückung verzichten – weil das heutzutage als unhöflich gilt. Außerdem sind manche Telefone inzwischen so eingestellt, dass sie Anrufe mit unterdrückter Nummer aufgrund von Telefonspam-Verdacht automatisch abblocken oder ignorieren. 

footerData.7421003 = TEXT footerData.7421003.value(