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Fernsehen, wann Sie es wollen


Vorbei die Zeiten, in denen man zwischen 20:00 und 20:15 wegen der Tagesschau niemanden anrufen durfte. Vorbei die Zeiten, in denen Sie sich darüber ärgern mussten, wenn Sie von einer interessanten Sendung nichts mitbekommen hatten. Vorbei die Zeiten, in denen Sie für interessante Filme zu später Stunde Ihren Video- oder DVD-Recorder programmieren mussten. So geht Fernsehen heute:

Später weitergucken

Ganz gleich, ob Sie die Wäsche aus dem Trockner nehmen wollen oder einen längeren Telefonanruf erhalten: Mit der Timeshift-Funktion, die seit etlichen Jahren Festplattenrecorder und viele neue Fernsehgeräte bieten, können Sie Ihre Sendung mit wenigen Klicks unterbrechen und den Rest aufzeichnen. Später lässt sich die Sendung an der Stelle fortsetzen, an der Sie unterbrochen haben. Läuft die Sendung noch, wird sie im Hintergrund weiter aufgezeichnet. Sie können Timeshift auch nutzen, um eine Sendung bei den Privaten werbefrei zu sehen: einfach starten und einige Zeit abwarten, bis Sie mit dem Anschauen beginnen – die jeweiligen Werbeblöcke lassen sich dann vorspulen.

Sendung verpasst? Kein Problem!

Inzwischen haben alle Sender „Mediatheken“, die Sie auf den Websites der einzelnen TV-Sender finden. In diesen Mediatheken werden die TV-Sendungen kostenlos übers Internet verfügbar gehalten, die meisten davon über einen Zeitraum von 7 Tagen. Welche Sendungen gerade bereitstehen, erfahren Sie sender- übergreifend über Seiten wie sendungverpasst.de. Hier können Sie auch gezielt suchen, etwa nach Sportübertragungen.

Was Ihnen die 7-Tage-Frist bringt

Die 7-Tage-Regel ist eine Auflage an die öffentlich-rechtlichen Sender, die Privaten handhaben das aber vielfach ähnlich. Das Gute daran: Weil die Sendungen nur begrenzte Zeit verfügbar sind, schauen Sie nur, was Ihnen tatsächlich wichtig ist. Zeichnen Sie ab sofort nur noch Sendungen per Recorder auf, die Sie auf Dauer aufbewahren möchten (etwa die historische Dokumentation über Ihren Heimatort). So fühlen Sie sich nicht gezwungen, Aufzeichnungen „abzuarbeiten“ oder mit schlechtem Gewissen zu löschen.

Internet-TV: Die Technik

Ansehen können Sie die Sendungen entweder am Computermonitor oder über den TV-Bildschirm, indem Sie Ihr Notebook per Kabel mit Ihrem Fernseher verbinden. Haben Sie einen älteren Fernseher, der sich nur per analogem Videokabel (Scart, VGA, RGB etc.) ans Notebook anschließen lässt, liefert der Computerbildschirm meist die bessere Qualität. Verfügt Ihr Fernsehgerät dagegen schon über einen HDMI-Anschluss (High Definition Media Interface), der auf digitaler Basis arbeitet, sollten Sie diesen nutzen. Unter is.gd/egtSat finden Sie die einzelnen Anschlüsse abgebildet. Fernseher, die nicht älter als 5 Jahre sind, bieten meist schon Internetfunktionen („Smart-TV“). Das heißt: Sie brauchen nicht den Umweg über Ihren PC zu gehen, sondern der Fernseher kann die Internet-Daten je nach Modell direkt über einen LAN-Anschluss und/oder per WLAN beziehen. Kommt es im WLAN-Betrieb zu Aussetzern, probieren Sie es mit einem LAN-Kabel.

Der Fernseher wird schlau

Auf einen Smart-TV können Sie wie auf ein Smartphone Apps des jeweiligen TV-Herstellers laden, mit denen sich z. B. YouTube bequem auf dem Bildschirm ansehen lässt. Ältere Fernseher, die aber bereits einen HDMI-Anschluss bieten, können Sie mit einem kleinen Zusatzgerät in einen Smart-TV verwandeln (z. B. Amazon Fire TV, 99 €, Google Chromecast, 35 €, oder Apple TV, 99 €). Es greift über Kabel oder WLAN auf den Datenstrom des Internets zu, daher der Begriff „streamen“. Vieles ist kostenlos. Film- und Serien-Portale wie Watchever, Netflix, Maxdome und Amazon Prime Instant Video bieten Flatrates (Netflix HD im Monat 9 €). Aktuelle Filme gibt es gestreamt für einen einmaligen Betrag (ca. 2 bis 4 €). Der Vorteil gegenüber dem klassischen Ausleihen einer DVD: Sie können den Film sofort ansehen.

Genießen Sie Ihre Unabhängigkeit ...

Der entscheidende Vorteil all dieser Entwicklungen für Sie: Sie müssen Ihre Zeiteinteilung nicht mehr wie früher nach dem Fernsehprogramm richten. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich an bestimmte – Ihrem persönlichen Rhythmus angepasste – Fernsehzeiten zu halten. Z. B.: Um 21 Uhr sehen Sie in der ARD-Mediathek Ihre geliebte Tagesschau, danach beginnt Ihr echter Feierabend, ohne Haushaltsgewerkel und Schreibkram.

... und entwickeln Sie neue familiäre Rituale

Wenn jedes Familienmitglied jederzeit die Sendungen sehen kann, die es interessieren, bleibt leicht der traditionelle familiäre Fernsehabend auf der Strecke (etwa der gemeinsame Tatort am Sonntagabend). Entwickeln Sie neue Familienrituale, z. B. eine regelmäßige Fernsehstunde, in der jeder den anderen Familienmitgliedern seine Lieblingsvideo-Clips aus Youtube oder anderen kostenlosen Diensten wie Vimeo, Clipfish oder Dailymotion vorführt.