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Mehr Grün im Leben: Verbessern Sie Ihre Umweltbilanz


Umweltschutz ist uns wichtig! Das beteuern die Deutschen immer wieder in Umfragen. Doch in der Realität zeigt sich: Viele ziehen daraus kaum praktische Konsequenzen für ihr Leben. Häufig ist nicht Bequemlichkeit der Grund, sondern Überforderung. Es gibt fast keine Entscheidung, die ohne Auswirkungen auf die Umwelt bleibt. Doch wie lässt sich herausfinden, welche die richtige ist? Dem Praxis-Ratgeber „Einfach öko“ verdanken wir einige Erkenntnisse, wie Sie Ihre Umweltbilanz verbessern können, die wir für Sie simplify-mäßig aufbereitet haben:

Großgeräte: Lebensdauer verkürzen

Hätten Sie’s gewusst? Bei vielen Großgeräten lohnt sich nach 10 bis 15 Jahren im Interesse der Umwelt eine Neuanschaffung – auch wenn der Energieverbrauch im Alltag höher liegt als im Testlabor der Hersteller.

simplify-Tipp: Checken Sie vor allem Geräte, die im Dauerbetrieb laufen. Etwa die im Keller versteckte Heizungspumpe und den Kühlschrank. Die gesteigerte Energieeffizienz moderner Geräte verleitet viele Käufer dazu, eine Nummer größer zu kaufen. Fragen Sie sich bei jeder Neuanschaffung: Tut es auch ein kleineres Modell?

Gute Gewohnheiten: Transportieren Sie vor allem im Sommer gekühlte Produkte vom Geschäft in Kühltaschen nach Hause, um Ihre Umweltbilanz zu verbessern. Nehmen Sie zu Mahlzeiten nur das heraus, was auch voraussichtlich verzehrt wird. So drosseln Sie den Strombedarf des Kühlschranks, einem der größten Stromfresser jedes Haushalts.

Kleingeräte: Lebensdauer verlängern

Hätten Sie’s gewusst? Die Schwachstelle vieler Geräte (z. B. Handys, elektrische Zahnbürsten) ist der Akku. Lässt sich das kaputte Teil – angeblich – nicht auswechseln, landet das ganze Gerät vorzeitig im (Sonder-)Müll. 

Gute Gewohnheiten: Laden Sie Lithium-Ionen-Akkus auf, bevor sie ganz entladen sind. Gesund für den Akku ist es auch, ihn nicht zu 100 % aufzuladen. Laut Telekommunikationsmagazin connect wäre ein Zustand zwischen 30 und 70 % optimal.

simplify-Tipp: Googeln Sie „Akkus reparieren“, um Profis zu finden, die den Akku austauschen, obwohl das offiziell nicht vorgesehen ist.

Waschmaschine & Trockner: zu einem Dreamteam machen

Hätten Sie’s gewusst? Trotz seines hohen Energiebedarfs spart ein Trockner zumindest in der Heizperiode Energie – wenn die Alternative „Trocknen in einem extra beheizten Raum mit regelmäßigem Lüften“ heißt.

simplify-Tipp: Am energiesparendsten arbeiten die Geräte, wenn Sie sie voll beladen. So können Sie verhältnismäßig leicht Ihre Umweltbilanz verbessern! Achtung: Die Kapazitätsangabe der Waschmaschine gilt für trockene, die des Trockners für nasse Wäsche.

Gute Gewohnheiten: Lassen Sie unempfindliche Wäsche (die klassische „Kochwäsche“) auf hohen Touren schleudern, damit Sie sie möglichst wenig feucht in den Trockner stecken. 1.400 statt 1.000 Umdrehungen pro Minute sparen beim Trocknen fast 25 % Strom. Wenn Sie die Wäsche allerdings im Sommer ohnehin von einer starken Sonne trocknen lassen, sparen Sie mit einer niedrigeren Drehzahl Energie.

Wasser: Ressourcen schonen

Hätten Sie’s gewusst? Neben dem Warmwasserverbrauch (Ausnahme: mit einer Solaranlage erhitztes Wasser) ist Wasserverschmutzung in Privathaushalten ein Problem, an dem Sie ansetzen können, um Ihre Umweltbilanz zu verbessern.

simplify-Tipp: Schicken Sie Ihr Abwasser möglichst wenig belastet durch die Rohre. Kläranlagen sind insbesondere von Mikroplastik überfordert. Verzichten Sie auf Körperpflegeprodukte mit Mikroplastik. Welche das sind, finden Sie unter bund.net heraus (Suche: „Einkaufsratgeber Mikroplastik“). Vermeiden Sie Mikroplastik-Abrieb in der Waschmaschine.

Gute Gewohnheiten: Stellen Sie am Waschbecken den Hebel der Mischbatterie immer nach rechts auf „kalt“ statt in die Mitte. Dann setzen Sie nicht das (zunächst ohnehin nur lauwarm fließende) Warmwasser in Gang, wenn Ihnen kaltes genügt.

Essen: wertschätzen

Hätten Sie’s gewusst? Die größte Energieverschwendung in Deutschlands Küchen besteht in weggeworfenen Lebensmitteln. resterechner.de führt Ihnen bildhaft vor Augen, wie viel Energie zu Herstellung, Transport und Lagerung notwendig war. Für 200 g Tomaten muss so viel Energie aufgewendet werden wie für 6 Minuten Haare föhnen oder 22 Stunden Internet.

Gute Gewohnheiten: Befestigen Sie an der Kühlschranktür eine Liste mit den Lebensmitteln, die bald verbraucht werden sollten. Kennzeichnen Sie in der Vorratskammer die betreffenden Packungen, Dosen und Gläser mit auffälligen farbigen Klebepunkten.

simplify-Tipp: Lassen Sie Ihre Kinder mit dem Resterechner herumspielen. Auf diese Weise bekommen sie auch einen Eindruck vom Energieverbrauch alltäglicher Aktivitäten.

Haustiere: adoptieren statt kaufen

Hätten Sie’s gewusst? Ein Hund erzeugt in etwa so viel CO2 wie ein Auto! Eine großzügig gehaltene Hauskatze verursacht immerhin rund 20 % der CO2-Emissionen eines Menschen.

simplify-Tipp: Wenn Sie ein Tier anschaffen möchten, gehen Sie nicht in die Zoohandlung, sondern adoptieren Sie eines aus dem Tierheim. Sie sind unsicher, wie lange Ihre Kinder an einem Tier Freude hätten? Oft eine gute Alternative: Gehen Sie gemeinsam regelmäßig mit einem Tierheim-Bewohner Gassi, oder werden Sie „Streichelpate“.

Gute Gewohnheiten: Manche Kaninchen oder Meerschweinchen verschmähen Discountergemüse und zwingen dadurch ihren Besitzer, Salat und Karotten im Bioladen zu kaufen. Ob Sie davon „betroffen“ sind oder nicht: Tun Sie’s den Tieren nach, und gönnen Sie sich selbst Bioware. Die Umwelt wird es Ihnen danken!

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