simplify steht für einen einfachen Weg zu einem bewussten und erfüllten Leben in einer komplexen Welt.

Werden Sie zum 5-Sterne-Mitarbeiter


Sie sind ein Arbeitstier? Auch wenn Sie schuften wie ein/e Wilde/r – Chef, Kollegen und Kunden werden Sie deshalb nicht unbedingt gut finden oder gar bewundern. Damit das klappt, müssen Sie von „beschäftigt“ zu „engagiert“ wechseln. So funktioniert’s:

Gehen Sie nicht auf Tauchstation

Beschäftigt-Modus: Je mehr Sie zu tun haben, umso stärker schotten Sie sich ab. Das Problem: Wichtig ist nicht nur, dass Sie Ihre Arbeit erledigen – es sollte auch nach außen erkennbar sein, dass Sie das tun.

simplify-Tipp: Informieren Sie Chef/Kunden/Teammitglieder von sich aus regelmäßig über den Stand der Dinge Ihrerseits, besonders bei größeren Projekten. Eleganter als ein formeller Bericht über den Zwischenstand (falls nicht ohnehin vorgeschrieben): Liefern Sie ein Teilergebnis ab, mit dem Ihre Ansprechpartner bereits weiterarbeiten können. Informieren Sie darüber, dass Sie im Zeitplan liegen. Stellen Sie eine Frage, die erkennen lässt, wie weit Sie bereits mit Ihren Aufgaben gekommen sind.

Lieben Sie den Antwort-Button

Beschäftigt-Modus: Sie lassen die Absender von E-Mails oft lange auf eine Antwort warten und entschuldigen das mit den Unmengen elektronischer Post, die Sie täglich erhalten. Das Problem: Wer eine E-Mail schickt, erwartet eine zeitnahe Antwort. Liefern Sie die nicht, nimmt der Absender an, dass sein Anliegen (oder sogar er selbst) Ihnen nicht wichtig ist.

simplify-Tipp: Beantworten Sie jede Mail innerhalb von 24 Stunden. Geht das nicht, mailen Sie kurz, wann der andere mit einer Antwort rechnen kann. Vermitteln Sie dem Absender dabei nicht, dass Sie „gerade keine Zeit haben“, sondern im Gegenteil, dass Sie sich ausreichend Zeit für ihn und sein Anliegen nehmen wollen: „Vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich werde mich darum kümmern und melde mich spätestens bis Freitagmittag.“ Jemand hat Ihnen eine endlos lange Mail geschickt, die eine ebenso lange Antwort erfordern würde? Dann nehmen Sie sich die Freiheit, den Kanal zu wechseln und die Dinge telefonisch zu klären.

Bringen Sie die persönliche Ebene ins Spiel

Beschäftigt-Modus: Weil Sie Ihre Arbeitszeit effektiv nutzen und keinesfalls als „Kaffeetante“ gelten wollen, beschränken Sie Ihre Gespräche bei der Arbeit auf fachliche Themen. Das Problem: Indem Sie auf den kleinen Ratsch zwischendurch verzichten, signalisieren Sie, dass die Menschen, mit denen Sie zusammenarbeiten, Sie nicht interessieren. Außerdem legen Sie dadurch Ihrer Umgebung nahe, dass Sie Ihre Arbeit als „Job“ betrachten, in den Sie sich nicht als Person einbringen möchten.

simplify-Tipp: Zeigen Sie, dass Sie Kollegen, Kunden und Chefs als Menschen wahrnehmen. Geben Sie ihnen Gelegenheit, etwas von sich preiszugeben – beim Mittagessen, am Aufzug oder Kaffeeautomaten, bei einer gemeinsamen Autofahrt, nach einer Besprechung ... Beginnen Sie ruhig mit einer banalen Bemerkung zum Wetter oder einer Frage wie „Hatten Sie nach dem Besprechungsmarathon am Freitag wenigstens ein erholsames Wochenende?“ Zeigen Sie sich auch selbst von Ihrer privaten Seite. Dafür immer gut: Lassen Sie sich im Arbeitsplatz auch einmal von Ihrem Partner (Ihrer Partnerin) besuchen, und nehmen Sie ihn zu halboffiziellen Anlässen mit.

Kümmern Sie sich auch um Kram

Beschäftigt-Modus: Sie setzen klare Prioritäten und wehren alles ab, was nicht auf Ihrer To-do-Liste steht. Das Problem: Was in Ihren Augen lästiger Kleinkram ist oder außerhalb Ihrer Aufgaben liegt, ist für andere oft total wichtig für effektives Arbeiten oder das persönliche Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

simplify-Tipp: Der Kopierer (Papierstau), das Diensthandy Ihres Kollegen (startet nicht mehr), das Arbeitskreisprotokoll (Protokollführer krank), die Leuchtröhre am Tiefgaragenausgang (kaputt, es ist stockfinster dort unten), der aufgeregte Kunde (hinter dem 10 weitere Kunden Schlange stehen) ... – all das mag eigentlich nicht Ihr Problem sein. Aber wenn Sie sich der Sache annehmen, zeigen Sie sich als guter Team-Player. Verbuchen Sie es unter „Den Laden am Laufen halten“. Damit man Sie nicht zum universellen Kümmerer macht, sollten Sie rechtzeitig Zuständigkeiten klären und auch selbst immer wieder einmal andere als Nothelfer in Anspruch nehmen.

Werden Sie Aufgaben los, keine Menschen

Beschäftigt-Modus: Sie delegieren einen Teil Ihrer Aufgaben an Mitarbeiter oder geben Aufgaben an Kollegen ab, weil Sie neue Projekte dazubekommen haben. Das Problem: Wenn plötzlich nur noch Ihr Stellvertreter zu den Ausschusssitzungen erscheint, fühlen sich die anderen Ausschussmitglieder zweitklassig behandelt.

simplify-Tipp: Wenn Sie etwas delegieren, sollten Sie selbst die Betroffenen informieren. Überlassen Sie das nicht Ihrem Vertreter. Stellen Sie in Aussicht, weiter den persönlichen Kontakt zu halten, auch wenn für das Fachliche künftig ein anderer zuständig sein wird: „Ich freue mich, wenn wir uns auf der Messe wiedersehen.“ Oder: „Spätestens wenn die Kollegin in Urlaub geht, bin ich wieder persönlich für Sie da.“