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Schalten Sie leichter von der Arbeit in den Feierabend um


Nicht nur müde, sondern auch gestresst und lustlos kommen viele Menschen von der Arbeit nach Hause. Denkbar schlechte Voraussetzungen für einen schönen Abend – ganz gleich, wie Sie sich den konkret vorstellen. So versetzen Sie sich in positive Feierabendstimmung:

Betreiben Sie Chaos-Prophylaxe

Wenn Sie oder andere Familienmitglieder morgens Chaos hinterlassen, schlägt das gute Gefühl beim Aufsperren der Wohnungstür schnell in schlechte Laune um. Notieren Sie sich eine Woche lang, welche Kleinigkeiten Sie nerven: ungemachte Betten, schmutziges Frühstücksgeschirr, das noch auf dem Esstisch steht, Essensmief in der Küche, leere Papierrolle im WC. Wie lange brauchen Sie, um all das – gemeinsam – zu beseitigen? Stehen Sie ein paar Minuten früher auf, räumen Sie vor dem Weggehen auf, und genießen Sie abends Ihr empfangsbereites Zuhause.

Lassen Sie die unerledigte Arbeit im Büro ...

Gewöhnen Sie sich eine allabendliche Routine an, die Ihnen das Ende Ihres Arbeitstages signalisiert: To-do-Liste für den nächsten Tag erstellen, alte Liste wegwerfen; PC herunterfahren; schmutziges Geschirr in die Teeküche räumen. Tabu dagegen sollte sein: einen Arbeitsstapel für daheim mitnehmen („falls ich dazu komme“). Denn: Arbeit, die Sie dabeihaben, belastet Sie auch dann, wenn Sie sie gar nicht in Angriff nehmen. Sagen Sie sich, wenn Sie das Gebäude verlassen: „Morgen ist auch noch ein Tag.“ Nutzen Sie Ihr Handy danach nur noch für private Zwecke. Der amerikanische Psychologe Brandon Smit rät: Legen Sie schriftlich fest, wann genau Sie unerledigte Arbeiten in Angriff nehmen („Gleich nach der 10-Uhr-Besprechung: Dr. Mies anrufen“). So können Sie zu Hause leichter abschalten.

... und nehmen Sie die erledigte Arbeit mit

Will sagen: Gehen Sie in dem stolzen Bewusstsein nach Hause, was Sie an diesem Tag alles geleistet haben. Tanken Sie Kraft für Ihr Privatleben, indem Sie eine positive Bilanz Ihres Arbeitstages ziehen. Selbst wenn es nur „Kleinigkeiten“ waren: Verbuchen Sie auf der „Haben“-Seite auch, dass Sie ein lange hinausgeschobenes Telefonat geführt haben; oder es Ihnen gelungen ist, mit dem übellaunigen Kollegen Brummlich ein paar freundliche Worte zu wechseln!

Verlängern Sie Ihren Heimweg

„Bis ich daheim bin, will ich den Arbeitsstress hinter mir gelassen haben!“ Ein toller Vorsatz, bloß: Oft klappt das nicht. Versuchen Sie es andersherum: „Ich komme erst nach Hause, wenn ich wieder gut drauf bin.“ Steigern Sie nicht das Tempo Ihrer Fahrt nach Hause, sondern den Entspannungsfaktor! Laufen Sie das letzte Stück – auch wenn es mit dem Bus 10 Minuten schneller ginge. Suchen Sie sich eine grüne Fahrradroute abseits der Hauptverkehrsstraßen. Parken Sie mit dem Auto vor einem Café, und gönnen Sie sich dort ein paar Minuten süßes Nichtstun mit einer Tasse Tee. Suchen Sie in einem Blumengeschäft in aller Ruhe die schönste Rose aus. Wenn Sie sich oft darüber ärgern, dass Sie, einmal daheim angekommen, Ihren Hintern nicht mehr hochkriegen, nehmen Sie gleich in der Früh Ihr Sportzeug mit. Dann können Sie direkt nach der Arbeit joggen oder ins Fitnessstudio gehen.

Teilen Sie den Weg in Etappen ein

Teilen Sie Ihren Heimweg in zwei Hälften (die nicht unbedingt gleich groß sein müssen): In der ersten gewinnen Sie Abstand von der Arbeitswelt. In der zweiten – z. B. ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie von der U-Bahn in den Bus umsteigen oder mit dem Auto an einem bestimmten Punkt vorbeifahren – stellen Sie sich innerlich auf Ihr Zuhause ein. Denken Sie dabei nicht in erster Linie an all das, was Sie erledigen müssen (Bügelwäsche! Geburtstagskarte Tante Ute! Hamsterkäfig!), sondern freuen Sie sich auf die Gesichter Ihrer Lieben, den leckeren Brotaufstrich im Kühlschrank, ein frisches Shirt, den Hamster, der in 2 bis 3 Stunden aus seinem Schlafhäuschen hervorkommen wird, das Päckchen mit der bestellten Jacke, das die Nachbarn wohl entgegengenommen haben ... Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Partner/Ihrer Familie auf. Schon ein kurzer Anruf oder eine SMS/WhatsApp („Bin in 15 min daheim“) hilft Ihnen allen, sich emotional besser aufeinander einzustellen.

Grüßen Sie auf Hundeart

Hunde sind großartige Lehrmeister in Sachen Begrüßung. Sie springen spätestens auf, wenn sie den Schlüssel in der Wohnungstür hören. Kommt Herrchen oder Frauchen zur Tür herein, wedeln sie mit dem Schwanz und springen aufgeregt an ihm/ihr hoch – selbst dann, wenn er oder sie nur kurz an der Mülltonne war. Die klare Botschaft: „Ich bin so froh, dich zu sehen. Bitte streichle mich!“ Machen Sie’s genauso: Gehen Sie auf Ihren Partner zu, strahlen Sie ihn an, umarmen Sie ihn. Nehmen Sie sich nach dem Frischmachen ein paar Minuten Zeit füreinander. Kuscheln Sie sich zusammen aufs Sofa, erzählen Sie einander eine witzige Begebenheit aus Ihrem Tag, oder hören Sie miteinander Musik an. Damit setzen Sie den Ton für den ganzen restlichen Abend.