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5 Fragen, die Ihnen beim Einstieg in die Vermögensbildung helfen


Die Konsumausgaben der Deutschen sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie seit 15 Jahren nicht mehr. Was dabei oft zu kurz kommt: eine Vermögensplanung, die langfristig für eine gute finanzielle Absicherung sorgt. Mit diesen Fragen legen Sie die Grundlagen dafür:

1. „Wo bleibt eigentlich mein Geld?“

Der Soziologe Northcote Parkinson (1909–1993) formulierte das „Gesetz“: Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Eine ähnliche Gesetzmäßigkeit gilt fürs Geld: Je mehr davon verfügbar ist, umso lockerer sitzt es in der Tasche. Auch wenn Sie mehr verdienen oder sich Ihre finanziellen Belastungen verkleinert haben (Kinder finanziell selbstständig, Wohnung abbezahlt), bleibt am Monatsende nicht unbedingt mehr übrig.

simplify-Tipp: Reduzieren Sie den Betrag, der auf Ihrem Girokonto „herumliegt“, indem Sie jeden Monat direkt nach dem Gehaltseingang eine feste Summe – beispielsweise 10 % – beiseitelegen. Notfalls parken Sie das Geld vorübergehend auf einem Tagesgeldkonto (für einen Marktüberblick siehe biallo.de). Hauptsache, Sie sehen es nicht mehr bei jedem Blick auf Ihre Kontoauszüge!

2. „Wie kann ich aktuell sparen?“

Sonderangebots-Joggingschuhe als Reservepaar, eine Küchenmaschine, wie sie schon viele Freunde in letzter Zeit angeschafft haben, das Wochenende im französischen Luxushotel, der neueste Krimi gleich im Hardcover: Viele Ausgaben gehen weit über die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse hinaus.

simplify-Tipp: Reduzieren Sie unnötige Konsumausgaben. Nehmen Sie die innere Stimme wahr, die Ihre Motive verrät („Ein echtes Schnäppchen!“, „Man lebt nur einmal!“, „Das kann ich mir leisten“ ...), und hinterfragen Sie die: „Brauche ich das?“ „Wie lange macht mir das Freude?“ Sind Sie unsicher, verlassen Sie Laden oder Website – oft verflüchtigt sich der Kaufimpuls dadurch unerwartet schnell.

3. „Woraus besteht derzeit mein Vermögen?“

Die meisten Menschen haben ein buntes Sammelsurium an Geldanlagen (mehrere Konten, Aktiendepot, Bausparvertrag, Goldmünzen, Rentenansprüche, Kapitallebensversicherung). Folge: Die wenigsten könnten ihr Vermögen auf Anhieb auch nur annähernd beziffern.

simplify-Tipp: Knöpfen Sie sich Ihre Finanzunterlagen vor, und erstellen Sie am PC zum Stand 28.02.2018 eine Vermögensübersicht in Tabellenform – was, wo, aktueller Verkaufswert, aktuelle Rendite bzw. prognostizierte Zahlung zum Tag X. Schreiben Sie in die nächste Spalte, wie schnell Sie an das Geld herankommen. Taxieren Sie in einer weiteren Spalte, wie sicher die jeweilige Geldanlage ist (auf einer Skala von 1 bis 5). Lassen Sie sich von einem Inflationsrechner darüber aufklären, wie viel Ihre Ersparnisse je nach Inflationsrate in 10, 20, 30 Jahren noch wert sein könnten (zinsen-berechnen.de/inflationsrechner)

4. „Was soll mir meine Zukunft bringen?“

Eine gute Finanzplanung ist eng damit verknüpft, wie Sie sich Ihre Zukunft vorstellen. Wenn Sie etwa in den nächsten Jahren nicht auf Ihr Erspartes zugreifen wollen, können Sie es langfristig anlegen.

simplify-Tipp: Machen Sie sich’s anschaulich. Ziehen Sie auf einem Blatt Papier im Querformat einen Zeitstrahl für Ihr Leben (3 cm = 1 Jahrzehnt). Markieren Sie Ihr jetziges Alter, und zeichnen Sie die Ereignisse Ihres bisherigen Lebens ein, die finanzielle Auswirkungen hatten. Anschließend richten Sie Ihren Blick auf Ihre Zukunft: Wie soll Ihr Leben in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aussehen (Kinder, Wohneigentum, Weltreise, berufliche Weiterentwicklung, Reduzierung der Arbeitszeit bzw. Ende des Arbeitslebens)? Zeichnen Sie dafür Zeiträume ein, und schreiben Sie konkrete Euro-Angaben dazu. Was kostet z. B. die 3-Zimmer-Wohnung, die Sie sich vorstellen? Wie viel müssen Sie Ihrem Junior monatlich zur Verfügung stellen, wenn er auswärts studiert?

5. „Wie komme ich zu einer guten Anlage?“

So manche Anlageentscheidung sieht so aus: „Geheimtipp + Bauchgefühl = gut“. Oder: „Geldweisheiten der Eltern + bekannter Unternehmensname + Tipp des Bankberaters = gut“. Aber können solche Gleichungen aufgehen?

simplify-Tipp: Gehen Sie zu einem unabhängigen Geld- bzw. Versicherungsberater. Die Branchenverbände finden Sie unter bdff.de bzw. bvk.de, am besten fragen Sie aber in Ihrem Umfeld nach einer Empfehlung. Auch wenn Ihnen das sehr intim vorkommt: Nur wenn Sie Ihre Finanzen (Abschnitt 3) und Ihre Zukunftspläne (Abschnitt 4) offen auf den Tisch legen, können Sie passende Empfehlungen erwarten. Die meisten Anleger scheuen das Risiko, aber: Es gibt keine Geldanlage ohne Risiko. Denn mit den vermeintlich sicheren Niedrigzins-Anlagen riskieren Sie, dass Ihr Geld später aufgrund von Inflation weitaus weniger wert ist als heute. Wichtig zur Risikobegrenzung: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte (z. B. indem Sie sich hoch für eine Immobilie verschulden), und entscheiden Sie sich nur für Finanzprodukte, deren Funktionsweise Sie verstehen.

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