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Was Sie heute schon für Ihre Altersvorsorge tun sollten


Rentenlücke. Pflegekosten. Altersarmut. Viele Menschen machen sich Sorgen darüber, wie es ihnen im Alter wirtschaftlich gehen wird – und sind doch erstaunlich schlecht darüber informiert, was sie tatsächlich erwartet. Unser Rat: Machen Sie sich mit den konkreten Zahlen und Fakten vertraut. Selbst wenn Sie dabei erkennen, dass Sie besser schon gestern mit einer umfangreicheren finanziellen Vorsorge begonnen hätten, ist heute allemal besser als morgen oder nie.

Wichtig für die Altersvorsorge: Wie viel Geld brauchen Sie im Alter?

Erfahrungsgemäß benötigen die meisten Menschen im Ruhestand etwas weniger Geld, weil berufsbedingte Ausgaben wie Fahrtkosten oder Kosten für Fortbildung wegfallen. Gehen Sie daher davon aus, dass Sie im Alter mindestens 80 % des Geldes benötigen werden, das Ihnen in den letzten Jahren vor Rentenbeginn als Einkommen zur Verfügung stehen wird. Bei Ihren Berechnungen müssen Sie allerdings die Entwicklung der Kaufkraft berücksichtigen. Wenn Sie heute monatlich 2.500 € netto zur Verfügung haben, werden Ihnen 2.000 € (= 80 %), in 10, 20 oder 30 Jahren bei Weitem nicht genügen, da diese aufgrund der Inflation wesentlich weniger wert sein werden.

simplify-Tipp: Lassen Sie sich ausrechnen, wie viel Ihr Geld (Erspartes, Rente, Lebensversicherungen etc.) in etwa zu dem Zeitpunkt wert sein wird, zu dem Sie in den Ruhestand treten möchten.

Beispiel: Eine prognostizierte Rente von 2.000 € hat bei angenommenen 2 % Inflation pro Jahr in 30 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 1.104 €. Um in 30 Jahren dagegen eine Summe zur Verfügung zu haben, die den heutigen 2.000 € entspricht, brauchen Sie satte 3.623 €. Auch wenn die Entwicklung der Inflation selbstverständlich nicht genau vorhersehbar ist, liefern solche Zahlen gute Orientierungswerte für die Planung Ihrer Altersvorsorge.

Was die staatliche Rente dazu beitragen wird ...

Die Deutsche Rentenversicherung schickt Ihnen einmal im Jahr eine Renteninformation. Diese zeigt Ihnen, wie viel Rente Sie bekommen werden, wenn Sie bis zum Beginn Ihrer Regelaltersrente arbeiten – bei der Mehrzahl der heute Berufstätigen ist das der 67. Geburtstag. Verlassen können Sie sich dabei nur auf die Rente, die bereits erreicht ist. Die möglichen Renten sowie die Renten mit prognostizierten Werten ähneln eher guten Wünschen als zuverlässigen Prognosen.

simplify-Tipp: Nehmen Sie (sofern noch nicht geschehen) unbedingt jetzt die sogenannte „Kontenklärung“ bei der Rentenversicherung in Angriff. Dabei überprüfen Sie, ob Ihre Versicherungszeiten richtig sind. Wenn Sie zusätzliche Zeiten nachweisen können, beispielsweise für eine Arbeitslosigkeit, eine Krankheit oder eine Zusatzausbildung, bedeutet das im Alter bares Geld für Sie! Je nach Lebenslauf kann die Kontenklärung einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Aber: Sie müssen den Aufwand nur einmal betreiben. Danach können Sie sicher sein, dass Sie kein Geld verschenken. 

... und was nicht

„Die Rente“, wie sie frühere Rentnergenerationen gekannt haben, gibt es nicht mehr. Gehen Sie realistischerweise davon aus, dass die staatliche Rente aus der Deutschen Rentenversicherung maximal 50 % zu Ihrem Alterseinkommen beitragen wird.

simplify-Tipp: Sichern Sie den „Rest“ betrieblich und/oder privat ab. Vermutlich müssen Sie sich dazu erst einmal schlaumachen. Mit dem Sparen fangen Sie allerdings am besten sofort an. Bis Sie die passende Versicherung oder das passende Produkt gefunden haben, liegt das Geld für die Rente auch auf dem Tagesgeldkonto gut!

Rente und mehr

Sie arbeiten in einem kleineren Betrieb? Dann liegt es – anders als in großen Unternehmen – meist an Ihnen als Mitarbeiter, das Thema „betriebliche Altersvorsorge“ anzusprechen. Fragen Sie Ihren Chef, was er Ihnen diesbezüglich anbieten kann. Er ist verpflichtet, Ihnen zumindest eine Direktversicherung zu ermöglichen, die durch Steuervorteile und Ersparnisse bei der Sozialversicherung staatlich gefördert wird. Eine Alternative oder Ergänzung ist die geförderte Altersvorsorge nach dem Riester- oder Rürup-Modell: Auch bei diesen beiden Modellen gewährt der Staat Zulagen und Steuervorteile. Abrunden sollten Sie die Vorsorge mit einer privaten Rentenversicherung oder einem Sparplan.

simplify-Tipp: Welche Modelle für Sie infrage kommen und wie Sie einzelne Elemente der Altersvorsorge am besten miteinander kombinieren, lassen Sie sich am besten von einem seriösen Finanzberater zeigen.

Altersvorsorge: Das Spiel mit den Summen

Bei einer betrieblichen wie auch bei einer privaten Rente wird Ihnen eine bestimmte Rentensumme garantiert. Erwirtschaftet der Versicherer mit Ihrem Geld Überschüsse, kann diese jedoch auch höher ausfallen.

simplify-Tipp: Seien Sie skeptisch, wenn in den Angebotsunterlagen nach Abzug der Kosten mehr als 4 % Rendite versprochen werden – das ist nach heutigem Stand kaum machbar.

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