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"Wo bleibst du?" - So gelingt ein gemeinsamer Aufbruch ohne Stress


1. Gemeinsam, 2. entspannt und 3. zu einer bestimmten Uhrzeit aus dem Haus kommen – das scheint bei vielen Paaren und in vielen Familien fast ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Ob die Familie in den Urlaub fährt, das Paar ein Konzert oder ein Fest besucht oder das Kind zum Musikunterricht bzw. der Teenager zu einem Arzttermin kutschiert wird: Viel zu oft sind Hektik, Stress und Streitereien an der Tagesordnung. So läuft es besser bei Ihnen:

Machen Sie klare zeitliche Vorgaben

Nennen Sie die Uhrzeit, zu der Sie spätestens das Haus verlassen haben wollen. Machen Sie eine kompromisslose Ansage: „Um 7:30 Uhr sitzt jeder im Auto – okay?“

simplify-Tipp: Einigen Sie sich darauf, dass zur genannten Uhrzeit tatsächlich alle draußen sein sollen. Denn zwischen „alle im Flur“ und dem tatsächlichen Aufbruch liegen meist erstaunlich viele Minuten.

Planen Sie den Aufbruch

Auch wenn das Ziel nicht „Italien“ heißt, sondern bloß „Omas Wohnung“, „Oper“ oder „Kieferchirurg“: Vor jedem Aufbruch sind Dinge vorzubereiten und zu erledigen. Sprechen Sie ab, wer wofür verantwortlich ist. Denken Sie dabei auch daran, wie Sie Ihr Zuhause hinterlassen möchten (Meerschweinchen füttern, Wäscheständer wegen des drohenden Regens reinbringen, die Küche aufräumen, weil am nächsten Tag die Haushaltshilfe kommt).

simplify-Tipp: Nutzen Sie den Vortag, um ohne zeitlichen Druck Versicherungskarte oder Opernglas herauszukramen, Geschenke einzupacken oder den Wagen zu tanken.

Kalkulieren Sie Ihren Zeitbedarf

Schauen Sie bei Ihren nächsten Aufbrüchen auf die Uhr, und sammeln Sie Erfahrungswerte: Wie viel Zeit vergeht bei einer Urlaubsreise vom Aufstehen bis zum Zusperren der Haustür? Wie viel Zeit braucht Ihre Partnerin abends, um sich ausgeh-schick zu machen?

simplify-Tipp: Planen Sie Pufferzeit ein für unvorhergesehene Ereignisse (wegen eines Flecks ein Kleidungsstück wechseln etc.)

Sagen Sie, was Sie im Hinterkopf haben

Drängelt ein Partner, während der andere alle Zeit der Welt zu haben scheint, liegt das manchmal an dem Wissensvorsprung, den der Drängler besitzt. Was Sie als Drängler sagen sollten: „Wenn wir den Bus um 18:30 Uhr verpassen, fährt der nächste erst 40 Minuten später.“ – „Monika kocht Fisch und möchte daher pünktlich um 19:00 Uhr mit dem Essen beginnen.“

simplify-Tipp: Legt Ihr Partner auf einmal einen Zahn zu, bremsen Sie nicht, sondern fragen ihn nach den Gründen dafür.

Bringen Sie Ihre Gefühle zum Ausdruck ...

Die häufigste Ursache für einen Dauerclinch: Sie legen unterschiedlich viel Wert auf Pünktlichkeit. Möglicherweise macht es Ihrer Partnerin gar nichts aus, sich im Kino durch die Reihe bis zu Ihrem Mitelplatz zu schlängeln – Ihnen aber schon. Statt nutzlos darüber zu streiten, ob „Viertel vor“ ausreicht, erklären Sie Ihre persönlichen Beweggründe: „Es stresst mich, wenn ...“ Oder: „Ich genieße es viel mehr, wenn ...“

simplify-Tipp: Es gibt auch eine Angst vor der Verfrühung! Möglicherweise trödelt Ihre Tochter absichtlich – weil es ihr peinlich ist, vor allen ihren Freundinnen am Zeltlagerbus zu stehen. Haben Sie das gecheckt, können Sie Ihr zweckloses Drängen einstellen.

... aber reden Sie nicht zu viel

Klären Sie all das vor der heißen Aufbruchphase. Denn die meisten Menschen können nicht gleichzeitig zuhören und sich beeilen. Vorwürfe („Dass du nie pünktlich sein kannst!“) und Countdowns („Wenn du nicht in zwei Minuten unten bist ...“) sind in jedem Fall kontraproduktiv! Teilen Sie Ihrem Partner aber immer mit, wenn Sie fertig sind! Sonst warten womöglich beide aufeinander.

simplify-Tipp: Schreiben Sie für den Aufbruch in den Urlaub eine gemeinsame To-do-Liste. Wer den Müll rausgebracht, die Brotzeit gerichtet, die Heizung heruntergeschaltet hat, hakt den Punkt ab. Dadurch sparen Sie sich eine Menge „Hast du schon ...?“-Fragen.

Machen Sie sich unabhängig

Bei vielen Gelegenheiten (geselliger Abend bei Freunden, Einkäufe in der Stadt, sonntäglicher Gottesdienst) müssen Sie nicht unbedingt gleichzeitig eintreffen. Schlagen Sie vor, dass einer „schon mal vorgeht“. Damit ruinieren Sie Ihre Partnerschaft nicht, sondern entspannen sie!

simplify-Tipp: Ist Ihr Partner notorisch unpünktlich, dürfen Sie bei sehr wichtigen Terminen schummeln. Planen Sie für das Abendessen bei Ihrem Chef insgeheim den benötigten Puffer ein. „Damit wir um 19:00 Uhr dort sind, musst du spätestens um 18:00 Uhr daheim sein.“ Kommt Ihr Partner dann um 18:30 Uhr, können Sie immer noch rechtzeitig zum 19:30-Uhr-Dinner aufbrechen. 

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