08.06.2015

Aufkleber und Klebeetiketten lösen: Ein Selbstversuch


Pünktlich zu Beginn der Erdbeersaison kam mein Partner mit einer neuen Küchen-Schüssel vom Einkaufen zurück. Ich freute mich riesig darüber und hatte sie auch gleich beim nächsten Erdbeerpflücken mit draußen im Garten. Und, das sage ich euch jetzt ganz leise, diese Schüssel hat ein Geheimnis!

Es ist eine Zauberschüssel! Sie lässt die Erdbeeren am Boden nicht mehr los! Sie kleben fest.

Tja, wäre das wirklich Zauberei, gäbe es sicher einen Gegenzauber. Denn festklebende Erdbeeren sind eher unbrauchbar für mich. Doch in diesem Fall lautet der Gegenzauber wohl: Handarbeit!

Die Erdbeeren klebten fest, weil sich der lästige Aufkleber am inneren Schüsselboden (wie auch am äußeren) nicht spurenlos ablösen ließ. Das Papier ging ab, doch der Kleber blieb. Nun weiß ich bereits, dass die Kleber verschiedene Löslichkeiten haben können. Ich probierte es mit heißem Wasser, Spüli, Fettlöser, der Spülmaschine und Backpulver. In dieser Reihenfolge. Es klebte immer noch.

Wisst ihr, liebe Hersteller, dass das total ärgerlich ist? Aufkleber, die sich rückstandslos ablösen lassen, sind etwas teurer als ihre Artgenossen, an denen man kratzt und schiebt und schrubbt. Ich meine: Ich hatte schon alles gegeben! Und trotzdem blieb ein Klebefilm zurück!

Also machte ich mich hier im Internet kundig und stieß auf den Hinweis, den Fön einzuschalten – im wahrsten Sinne des Wortes. Gesagt getan. Der Klebefilm ließ sich unter Heißluft mit dem Fingernagel verschieben, ich verbrannte mir die Pfoten und es klebte immer noch. Immerhin konnte ich auf diese Weise auf der Schüsselunterseite auch die noch übriggebliebenen Papierfitzel wegkratzen.

Nichtsdestotrotz musste die nächste Stufe her: Wärme hatte ich schon, Wasser auch, nun folgte das Öl. Ein Löffelchen Distelöl – und siehe da: Der leidige Klebefilm löste sich auf! Warum bin ich nicht gleich darauf gekommen? Ich vermute, weil ich glaubte, mit Fettlöser hätte es auch klappen müssen bei einem fettlöslichen Kleber ...

Nun hatte ich zwar einen ordentlichen Fettfilm in der Schüssel, doch ihr wisst schon, was ich dagegen in der Hand hatte: den Fettlöser! Was soll ich sagen? Die Schüssel ist sauber!

Meine Empfehlung lautet, und ich hoffe, ich merke mir das auch endlich einmal:

Erst das Wasser ausprobieren, dann das Öl und dann die Wärme. Zum Schluss kommt der Alkohol oder Brennspiritus. Wobei ich natürlich kein Öl auf ein Buchcover träufeln würde ... In diesem Fall klebe ich einfach einen schönen, größeren Aufkleber darüber :-)

Übrigens gibt es in meiner Quelle oben den Tipp, die Aufkleber schon beim Einkauf vom Verkäufer oder der Verkäuferin abknibbeln zu lassen. Au weia! Ich stelle mir das vor, wie die Kassiererin dasitzt und versucht, diesen fiesen Aufkleber zu lösen, für den sie gar nichts kann. Die Schlange hinter mir wird länger und länger. Die Kassiererin verzweifelter und verzweifelter. Nein, eher schreibe ich an den Hersteller oder Vertreiber dieses Produkts, man möge doch in bessere Etiketten investieren. Neben der großen Schüssel zogen nämlich noch kleine, andere Schüsseln bei uns zu Hause ein. Mit einem Ruck ließen sich dort alle Etiketten ganz einfach ablösen - als wäre nie ein Aufkleber dagewesen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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