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Die Kunst des Helfens: Hilfsbereitschaft richtig umsetzen


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So füllen Sie anderenmit Ihrer Hilfsbereitschaft nicht nur die Hände, sondern auch das Herz

Den vielen Klagen über eine „zunehmende soziale Kälte“ zum Trotz sind wir überzeugt: Auch heute sind die meisten Menschen durchaus bereit, anderen zu helfen. Oft wissen sie nur nicht, wie.Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie effektive Hilfsbereitschaft umsetzen, die bei Ihnen beiden ein gutes Gefühl hinterlässt.

Eine der schönsten Arten von Hilfe…

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…ist die Hilfe, die für den anderen unerwartet kommt, aber genau seine Bedürfnisse trifft: Die allein erziehende Mutter, der die Decke auf den Kopf fällt, freut sich über einen Kinogutschein samt Babysitterangebot. Die Nachbarin, die an ihre Wohnung gefesselt ist, über einen Gutschein für einen Internet-Buchhändler wie amazon. Der beruflich völlig überlastete Freund, der sich nur noch von Fastfood ernährt, über ein gesundes Essen, für das er sich am Ende eines langen Tages nur an seinen eigenen Tisch zu setzen braucht. Denken Sie in 2 Richtungen: Welche Belastungen können Sie jemanden nehmen? Und: Welche Freuden können Sie schenken?

Fragen Sie – konkret!

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Vielleicht kennen Sie den Witz von den „hilfreichen“ Buben, die eine blinde Frau zu zweit über die Straße führen müssen – die Pointe: Die Frau möchte gar nicht über die Straße. Leider gibt es diese Situation auch in der Realität. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Ihre Hilfsbereitschaft erwünscht ist, dann fragen Sie entweder den Betroffenen selbst oder Menschen, die ihm nahe stehen. simplify-Tipp: Auf gut gemeinte Aufforderungen wie „Lass es mich wissen, wenn du Hilfe brauchst“ werden Sie meist keine Reaktion bekommen. Schlagen Sie etwas Konkretes vor, etwa den Angehörigen Ihrer gebrechlichen Nachbarin: „Soll ich morgens vor dem Büro bei Ihrer Mutter klingeln, ob alles in Ordnung ist?“

So erleichtern Sie das Annehmen

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Vielen Menschen fällt es schwer, Hilfe zu akzeptieren. Sie fürchten sich davor, unselbstständig zu wirken oder tatsächlich abhängig zu werden. simplify-Tipp: Mit den beiden Strategien „Hilfe auf Gegenseitigkeit“ und „Hilfe zur Selbsthilfe“ nehmen Sie anderen diese Furcht. Positiver Nebeneffekt: Sie verringern damit auch die Gefahr, dass Sie ausgenutzt werden.

1. Strategie: Hilfe auf Gegenseitigkeit

Sie haben den Eindruck, dass Ihr Nachbar, Freund, Kollege … davor zurückschreckt, einseitig Ihre Hilfsbereitschaft anzunehmen? Dann schlagen Sie ein gegenseitiges Geben und Nehmen vor. Sagen Sie etwa zu Ihrer fußkranken Nachbarin: „Ich würde gerne Ihre Einkäufe für Sie erledigen. Wenn Sie mir einen Gefallen tun wollen, dann könnten Sie mein altes Silber auf Hochglanz bringen.“

2. Strategie: Hilfe zur Selbsthilfe

„Selber!“, so protestieren kleine Kinder oft, wenn Erwachsene etwas für sie tun. Sie drücken damit ein allen Menschen gemeinsames Bedürfnis aus: selbstständig zu sein. Hilfe zur Selbsthilfe ist daher nicht nur dann angesagt, wenn sich jemand offiziell in einer „Lernphase“ befindet wie Kinder oder der neue Kollege im Büro. Sondern sie tut jedem Menschen gut. Stellen Sie die Bücher, die Ihr Vater im Rollstuhl bei Ihnen gerne in die Hand nimmt, in der richtigen Höhe ins Regal, anstatt sie ihm jedes Mal selbst herunterzuholen. Fragen Sie Ihren neuen Arbeitskollegen, ob Sie ihm die Kniffe im Umgang mit dem internen Verwaltungsprogramm erklären sollen. Achtung: Man lernt am besten durchs Selber-Tun. Lassen Sie also Ihren Kollegen selbst an die Tastatur und setzen Sie sich daneben – auch wenn das länger dauert als eine Vorführung und Sie sich dabei komisch vorkommen.

Wichtig für beide: Ihre Ehrlichkeit

Das gilt zum einen in Bezug auf den Umfang Ihrer Hilfe. Sagen Sie Ihrer Freundin offen „Ich hätte heute Nachmittag 2 Stunden Zeit, um dein Gerümpel auf den Sperrmüllplatz zu fahren“, statt „Ich komme ohnehin in der Nähe des Sperrmüllplatzes vorbei“. Und zum anderen in Bezug auf Ihre Grenzen: Sprechen Sie auch einmal ein „Nein“ aus, wenn Ihnen etwas zu viel wird. Indem Sie auf sich selbst achten, erleichtern Sie es Ihren Mitmenschen, Sie um Hilfe zu bitten.

Gesten der Mitmenschlichkeit

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Manchmal haben Sie selbst nicht die Möglichkeit, die benötigte konkrete Hilfe zu leisten, oder Sie stehen einander nicht nahe genug. Gehen Sie dennoch nicht am anderen vorüber. Schreiben Sie z. B. der Familie des schwer verunglückten Kindes eine persönliche Karte oder bringen Sie Ihrer Bekannten mit dem an Alzheimer erkrankten Mann einen Blumenstrauß. Damit signalisieren Sie: Ich sehe deine/Ihre Situation und ich denke an dich/Sie!


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