Kindererziehung

Kindererziehung mit Oma und Opa: Wie sich Großeltern richtig beteiligen können!


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Wie Sie großes persönliches Glück aus dem Großelterndasein beziehen

Die Rolle von Oma und Opa hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Großeltern fühlen sich jünger, sie sind aktiver geworden, üben einen Beruf aus oder führen ein unternehmungslustiges Leben. Ihre Wichtigkeit für die Entwicklung ihrer Enkel und eine - wenn auch unbeabsichtigte - Beteiligung an der Kindererziehung aber ist unverändert. Fast alle Kinder lieben ihre Großeltern. Häufig sind sie ein Bindeglied zu der übrigen Verwandtschaft, sie können bei Familienproblemen Vermittler sein – oder alles verschlimmern. So können Sie gute Großeltern sein oder werden:

Halten Sie den Kontakt

Auch wenn Sie sonstwo in der Welt sind, rufen Sie Ihre Enkelkinder an, schreiben Sie. Lassen Sie sich von Ihren Enkeln anrufen, aber machen Sie keinen Zwang daraus. Das ist die Basis für Ihre Beziehung, durch die Sie eine besondere Rolle in der Kindererziehung übernehmen. Besuchen Sie Ihre Enkel regelmäßig, mindestens 1-mal im Jahr. Schreiben Sie wenigstens 1-mal im Jahr einen Brief, der so liebevoll und ausführlich ist, dass Ihre Enkel ihn vielleicht aufheben. Später kann das eine der wertvollsten Erinnerungen an Sie werden.

Unternehmen Sie etwas gemeinsam

 

 

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Sie lernen Ihre Enkel am besten kennen, wenn Sie auch einmal mit ihnen allein sind: bei einem Spaziergang, als Babysitter, als „Urlaubsvertretung“ der Eltern, bei gemeinsamen Freizeit-Aktivitäten. Bieten Sie aber nicht nur glanzvolle Sensationen wie Vergnügungsparks und Zirkusbesuche, sondern erleben Sie auch Alltagssituationen zusammen: kochen, aufräumen, zu Bett bringen. Besonders in soclhen Situationen spielen Sie für die Kindererziehung als Vorbild eine große Rolle. Ganz besonders erfolgreich, auch durchaus bei älteren Enkeln: wenn Opa oder Oma etwas vorliest.

Seien Sie gastfreundlich...

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Wenn Ihre Enkel Sie besuchen, sorgen Sie dafür, dass sie sich willkommen fühlen: eine Tasse mit ihrem Namen oder besonderes Spielzeug, das es nur bei Oma gibt. Sagen Sie Ihren Enkeln ausdrücklich, dass Sie sich über sie freuen. Berühren Sie sie, erfinden Sie ein besonderes Begrüßungsritual, die „Oma-Umarmung“ oder das „Opa- Drücken“.

...und gelassen

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Genießen Sie, dass Sie Ihre Enkel nicht erziehen müssen. Akzeptieren Sie freudig, dass das Ihre Kinder tun – auch wenn Sie vieles völlig anders machen würden. Gewöhnen Sie sich ein mildes Alterslächeln und eine innere Gelassenheit an. Das ist gesund und lebensverlängernd! Die Kindererziehung brauchen Sie nur noch passiv als gutes Vorbild zu beeinflussen!

Sie dürfen Ihre Meinung über den Erziehungsstil Ihrer Kinder äußern, doch Sie dürfen nicht nörgeln oder manipulieren. Die letzte Verantwortung und Erziehungshoheit liegt nicht bei Ihnen, sondern immer bei den Eltern. Genießen Sie das!

Ihre wichtigste Rolle

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Seien Sie für die Nöte und Fragen Ihrer erziehenden Kinder da – aber nur, wenn die darum bitten. Im Zweifelsfall hören Sie nur zu. Zuhören ist das Wichtigste, was Großeltern zu besseren Familienbeziehungen beisteuern können.Wenn ein Problem oder Streit aufkommt, hören Sie alle Beteiligten an. Die bedeutsame Großelternrolle des unabhängigen Dritten gefährden Sie, wenn Sie zu früh Ihr Urteil abgeben!

„Früher war das so...“

Sie dürfen nicht nur von früher erzählen, Sie müssen! Sie sind dafür verantwortlich, dass wichtige Werte in Ihrer Sippe weitergegeben werden. Für das Vermitteln von Traditionen in der kindererziehung sind Sie prädestiniert. Aber Sie sind auch dafür verantwortlich, dass man Ihnen zuhört.Wenn Ihre Berichte die anderen nerven oder langweilen, verbessern Sie Ihre Darbietung. Unterstützen Sie Ihre Erfahrungen durch (neue!) Geschichten, Fotos oder Erinnerungsstücke. Sie selbst erinnern sich noch an die Urgroßmutter, aber Ihre Enkel haben ohne Bilder und weitere Denkhilfen keine Chance dazu.Wenn Sie einigermaßen fit sind mit dem Fotoapparat, machen Sie sich zum Familienchronisten. Das ist eine gute Großelternrolle.

Entdecken Sie Ihre inneren Großeltern

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Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich Ihre idealen Großeltern vor – auch und gerade dann, wenn Ihre wirklichen Großeltern vielleicht alles andere als ideal waren. Malen Sie sich die beiden genau aus: was sie sagen, was sie tun, wie sie drauf sind. Die meisten Menschen werden dabei von einer angenehmen Stimmung durchströmt. Dann öffnen Sie die Augen. Die Großeltern, von denen Sie gerade geträumt haben, sind – Sie selbst! Es sind Ihre eigenen inneren Möglichkeiten, die Sie nun bei Ihren Enkeln aufblühen lassen können.


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