Kindererziehung

Kindererziehung: So lösen Sie die Familienkonflikte


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Einfache Strategien, die Sie und Ihre Kinder glücklicher machen

Wo Menschen miteinander leben, treten Konflikte auf. Gerade in Familien und besonders bei der Kindererziehung scheinen Meinungsverschiedenheiten unvermeidbar. Kleinere Missstimmungen und Reibereien sind im Allgemeinen schnell behoben und vergessen. Ernsthafte Auseinandersetzungen entstehen meist durch die Art, wie Eltern oder Kinder mit wichtigen persönlichen Bedürfnissen umgehen.

Zur Lösung von Konflikten „ohne Gewinner und Verlierer" eignet sich ein Problemlösungsprozess für die Kindererziehung nach Thomas Gordon. Setzen Sie sich dazu in ruhiger Atmosphäre mit Ihren Kindern zusammen, und sprechen Sie die folgenden Schritte durch.

1. Definieren Sie das Problem

Fassen Sie Ihre Bedürfnisse in Ich-Botschaften: „Mich ärgert es, wenn du deinen Teller nicht leer isst und zwischen den Mahlzeiten Süßes naschst." Ermitteln Sie durch Zuhören mit aktivem Nachfragen die Bedürfnisse Ihres Kindes. Stellen Sie dann alle Bedürfnisse zusammen. Versichern Sie sich, dass nichts vergessen wurde (Hungergefühl, das Mittagessen schmeckt oft nicht, das gemeinsame Sitzen am Tisch dauert zu lange usw.).

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2. Suchen Sie Lösungen

Veranstalten Sie ein gemeinsames Brainstorming: Notieren Sie alle Lösungen, die Ihnen und Ihren Kindern einfallen, ganz gleich, ob sie bei der Kindererziehung realisierbar scheinen oder nicht. Vermeiden Sie dabei jede Wertung (Mittagessen abkürzen, Speiseplan gemeinsam entwickeln, Obst anstelle von Süßem zwischendurch, Nachmittagsmahlzeit einführen).

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3. Werten Sie die Lösungen aus

Überprüfen Sie die Lösungen, die machbar erscheinen. Beachten Sie dabei auch nonverbale Mitteilungen Ihres Kindes, ob es eine Lösung akzeptiert.

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4. Entscheiden Sie sich gemeinsam für eine Lösung

Besprechen Sie alle Details der Lösung - hat es jeder auch richtig verstanden? Halten Sie die ausgewählte Lösung für die Kindererziehung schriftlich fest.

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5. Planen Sie die Durchführung

Entscheiden Sie gemeinsam, wer was bis wann getan haben soll. Machen Sie das Ganze überprüfbar, wie einen kleinen Vertrag zur Kindererziehung. Hängen Sie das Ergebnis auf, etwa am Kühlschrank.

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6. Überprüfen Sie die Lösung

Legen Sie einen Zeitpunkt fest, an dem Sie gemeinsam entscheiden, ob der gefundene Kompromiss funktioniert. Entwickeln Sie gegebenenfalls noch einmal eine neue Lösung.

Der positive Nebeneffekt dieser Strategie ist eine Art Grundkurs in Sachen Demokratie. „Machtworte" der Eltern haben auf Dauer dabei ebenso wenig Chancen wie die stumme Dauerverweigerung der Kinder, die sich nicht mehr an Absprachen „erinnern". Nun hängen sie schwarz auf weiß am Kühlschrank.

Dr. Elisabeth Rimmele-Schick


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