Kindererziehung

Kinderziehung: Die Sternkinder kommen


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Eine neue Generation von Kindern betritt die Erde

Lehrer und Erzieher/innen beklagen sich immer häufiger, dass Sie es zunehmend mit schwierigen, aber sehr begabten Kindern zu tun haben. Kinder, die sich mit den herkömmlichen Lerninhalten der Schulen aber nicht anfreunden können.

 

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Ein Phänomen, noch heftig umstritten

Seit etwa 20 Jahren kommen weltweit vermehrt Kinder zur Welt, die von Geburt an Fähigkeiten zeigen, die man früher nicht festgestellt hat. Inzwischen gibt es mehr als 50 Fachbezeichnungen dafür, und natürlich ist alles noch höchst umstritten. Die Urteile lauten von „schlecht erzogen" über „hyperaktiv" (muss man medikamentös behandeln!) bis zu wirren Theorien (Pranalight, Channelling, Lichtkörper). Einige Phänomene aber ähneln sich und machen nachdenklich. Wenn Sie in einem pädagogischen Beruf arbeiten oder in Ihrer Verwandtschaft solche Kinder haben (die Wahrscheinlichkeit ist hoch), sollten Sie darüber Bescheid wissen.

Kindererziehung: Woran Sie ein Sternkind erkennen

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Am Blick. Sie können einen in eigenartig durchdringender Weise ansehen, meist beschrieben als „ernst, wie ein Erwachsener". Schon sehr bald nach der Geburt suchen Sie den Blickkontakt zur Mutter und zu anderen Menschen.

Am geistigen Interesse. Sie haben einen leichten Zugang zum Geistigen und zu Religion, durchschauen aber schnell billige Muster wie den „lieben Gott" oder heruntergeleierte Gebete. Sie spüren die Kluft zwischen der geistigen Welt der Kinder (mit Märchen, Träumen, Fantasie) und der materialistischen Welt der Erwachsenen. Sternkinder haben zwar auch materielle Wünsche, aber ein verblüffend schwach ausgeprägtes Verhältnis zu Geld.

Am Selbstbewusstsein. Sie sagen auffallend früh „ich" und äußern deutlich, was sie brauchen und wollen. Sie haben das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, und ecken damit in Gruppen schnell an. Bei Eltern und Erziehern gelten Sie leicht als Dickschädel oder Eigenbrötler.

An der Unbestechlichkeit. Sie lassen sich nicht bestechen oder überreden. Sie sind ungewöhnlich empfindlich gegenüber Lügen, nicht begründeten Anweisungen und unvollständigen Erklärungen.

An Ihrer bildlichen Vorstellungskraft. Sie zeichnen gern und kreativ, lernen früh die Farben, halten sich ungern an Malvorschriften. An selbst gewählten Aufgaben können sie mit großer Ausdauer dranbleiben.

Am logischen Denken. Sie finden früh Gefallen am Zählen, am Schreiben, an Brettspielen und kniffligen Aufgaben. Häufig wählen sie sich ein Spezialgebiet: Tanzen, Zeichnen, Musik- aber wehe, sie werden dabei zu etwas gezwungen!

Am geringen Schlafbedürfnis. Gegenüber der Altersnorm brauchen Sie bis zu 2 Stunden weniger Schlaf, um ihren Körper zu regenerieren.

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Wie Sie ein Sternkind behandeln sollten

 

Es geht ungern zur Schule oder in den Kindergarten. Sternkinder fühlen sich schnell gelangweilt und unterfordert. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was Pädagogen und Lehrer bei der Kindererziehung anders machen sollten. Lassen Sie das Kind zeichnen oder sich das als Szene vorspielen. Sie werden staunen, wie konkret seine Vorstellungen sind. Einiges davon lässt sich in einem Gespräch mit den Verantwortlichen sicher durchsetzen. Andere Wünsche, vor allem das Kind selbst betreffende, können Sie zusammen mit ihm in ein Plüschtier oder ein Schmuckstück „zaubern", das das Kind dann mitnehmen darf. Nutzen Sie den mühelosen Zugang zu magischen Vorstellungen, den Sternkinder haben.

Es ist bockig und tut einfach nicht, was Sie wollen. Erläutern Sie, warum Sie etwas Bestimmtes von dem Kind möchten. Auch wenn es Ihre Argumente noch gar nicht verstehen kann, es fühlt sich durch Ihre Anteilnahme geschätzt und gewürdigt.

Es wird ausgelacht, weil es anders ist. Appellieren Sie nicht zu sehr an das Verständnis Ihres Kindes für die anderen. Leiden Sie aber auch nicht zu stark mit ihm mit. Entwickeln Sie zusammen mit Ihrem Kind eine bildliche Schutzfantasie: einen unsichtbaren Schutzschild aus Licht, einen Schutzengel, einen unsichtbaren Regenbogen. Ein Sternkind kann sich mit solchen Bildern wirkungsvoll schützen.

Es hat große Mühe mit den Hausaufgaben. Der Klassiker! Schaffen Sie Ihrem Kind eine optimale Lernumgebung mit Lernpostern, Duftlampe und anderen Dingen, die es mag. Keine Ablenkung durch Lärm, Geschwister oder Fernseher! Machen Sie klare Zeitvorgaben. Sternkinder leben sehr „asiatisch" im Jetzt und können nur schwer Aufgaben über einen längeren Zeitraum planen. Manche Kinder lassen sich durch Musik vor (nicht während!) den Hausaufgaben in eine gute Lernstimmung versetzen. In jedem Fall ist die Wertschätzung und Kontrolle der Aufgaben durch die Eltern bei der Kindererziehung wichtig. Steigern Sie nach und nach die Zeitspanne, in der Ihr Kind allein arbeitet.

Es ist immer auf 180. Nicht jedes „hyperaktive" Kind ist ein Sternkind, aber häufig gehen mit dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) besondere Begabungen einher. Sternkinder können die Energie anderer gut anzapfen. Sind Erwachsene aggressiv, tankt sich das Kind damit voll. Hier können Sie die Vorstellung vom Schutzschild auch für sich nutzen. Lösen Sie sich in Konfliktsituationen emotional von Ihrem Kind. Stellen Sie Ihren Schutzschild auf. Lassen Sie es ruhig weggehen. Vertrauen Sie darauf, dass das Kind dann in seiner eigenen Schutzzone gute Energie findet und Sie nach kurzer Zeit wie verwandelt empfangen wird.

Zum Weiterlesen: Georg Kühlewind, Sternkinder. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2002. 13,50 €. ISBN 3-7725-1978-4.

 


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