Kommunikation

Kommunikation: Gesprächstraining kompakt


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Wie Sie aus einer Unterredung einen Dialog machen, der alle Beteiligten weiterbringt

Im Berufsleben geschehen die entscheidenden Weichenstellungen in Gesprächen. "Effektiv managen heißt effektiv kommunizieren", sagt der amerikanische Unternehmer und Buchautor Phil Harkins. Sie kennen das Prinzip für den Umgang mit Schriftstücken: Jedesmal, wenn Sie eines in die Hand nehmen, sollten Sie es um einen Arbeitsschritt weiterbringen. Das gleiche gilt auch für dienstliche Gespräche mit Mitarbeitern: Jedesmal, wenn Sie eine längere Kommunikation führen, sollten Sie den gemeinsamen Arbeitsprozess um einen Schritt voranbringen. Überzeugende Gespräche mit klaren Handlungsanweisungen als Ergebnis sind der wesentliche Motor in Arbeitsumgebungen. Erfolgreiche Führungskräfte haben die Gabe, ihre Mitarbeiter zu überzeugen und zur Aktion zu ermutigen.

Behalten Sie das Ziel im Auge: den anderen zum Handeln zu motivieren.

Phase 1: Emotionale Verbindung

Wie geht’s? Erspüren Sie die Gefühlslage Ihres Gegenüber: Wo steht er (oder sie) gerade? Wie ist er drauf? Äußern Sie Verständnis für diese Gefühlslage, auch wenn Ihnen das schwerfällt. Wenn Sie die Emotionen des anderen kritisieren, kommt keine Verbindung zustande.

Phase 2: Fakten klären

Worum geht es? Nach der emotionalen Einstimmung ist der Weg frei für die Sachfragen. Hören Sie jetzt mindestens 60 Sekunden zu, ohne etwas zu erwidern, selbst wenn Sie sofort protestieren möchten. Damit vermeiden Sie den häufigsten Fehler in der Kommunikation: Der eine berichtet Fakten und möchte dann seine Schlussfolgerungen mitteilen. Der andere aber reagiert bereits selbst auf die Fakten, ohne die positiven Vorschläge des anderen abzuwarten.

Phase 3: Über den Tellerrand schauen

Was ist möglich? Geben Sie sich nicht mit den Vorschlägen Ihres Gegenübers zufrieden. Machen Sie es sich zur Aufgabe, gemeinsam über die angebotenen Möglichkeiten hinauszukommen, getreu dem Motto: Wir zwei sind mehr als die Summe unserer Teile. Ermutigen Sie Ihren Gesprächspartner, über sich selbst hinauszuwachsen und neue Wege zu gehen. Im Idealfall steigt Ihr Gegenüber darauf ein, und es ergeben sich auch für Sie neue Perspektiven.

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Phase 4: Vereinbarungen treffen

Es geht los! Klare Handlungsanweisungen müssen am Ende eines effektiven Gesprächs stehen, und zwar immer für beide Seiten. Gerade bei gelungenen Gesprächen, in denen neue Einsichten und Ideen geboren wurden, geht vor lauter Enthusiasmus leicht die konkrete Verabredung unter. Klarheit bedeutet: genaue Termine, genaue nächste Schritte.

Phase 5: Happy end

Ermuntern Sie sich gegenseitig, enden Sie freundlich – mit einem Lächeln. Damit schwingt die gefundene Sachlösung zurück ins Emotionale und wird positiv verankert. 


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